Kaufbeuren nimmt karitativen Anlauf auf Fußball-WM
Städteprojekt ermöglicht Kinder-OPs auf Krankenhausschiff von Mercy Ships
Schnell stand fest, dass auch Kaufbeuren zu den 32 deutschen Städten gehören wird, die sich an dem ambitionierten WM-Städte-Projekt beteiligen. Die jeweiligen Städte stehen nun offiziell in Partnerschaft mit einer der 32 teilnehmenden Fußball-Mannschaften und rühren bis zum WM-Start gemeinsam die Spenden-Werbetrommel.
In jeder dieser Städte soll letztendlich mindestens ein Erlös von 8.000 Euro erzielt werden. Mit dieser Summe soll einem afrikanischen Kind eine dringend benötigte Operation ermöglicht werden. Einige dieser OPs werden auf dem Krankenhausschiff von Mercy Ships „Africa Mercy“ durchgeführt. Die kleinen Patienten leiden oftmals an den Folgen von Brandverletzungen und können Gliedmaßen nicht mehr bewegen. Kerosin gehört in vielen afrikanischen Haushalten immer noch zu den gebräuchlichsten Feuerlieferanten in Öfen und Lampen, führt aber genauso oft zu entsprechend dramatischen Unfällen. Ebenso häufig sind die Beeinträchtigungen durch angeborene Klumpfüße, so die Erfahrungen von Dr. Igor Wetzel.
Als Startschuß zum Städte-Projekt fand unter dem Titel „Kaufbeurer helfen Afrika“ im Oktober die Kickoff-Veranstaltung im Rathaus statt. Auf dieser Startveranstaltung zeigte sich auch Stadtoberhaupt Stefan Bosse von Idee und Aktion begeistert. Eishockey-Legende Dieter Hegen und Fußball-Mathador Franz „Bulle“ Roth, übernahmen den offiziellen Part als prominente Stadtpaten. Mittlerweile steht die WM-National-Elf fest, die gemeinsam mit Kaufbeuren als Partner auftreten wird: die Slowakei.
Nun liegt es an den örtlichen Vereine, Schulen, Organisationen, Einrichtungen, Firmen und Einzelpersonen, die Aktion vor Ort gemeinsam zu einem spendenträchtigen Ziel zu führen. Städetkoordinator Rudolf Schnippe lieferte bei der Kickoff-Veranstaltung viele praktische Anregungen: Spendensammlungen in Betrieben und Benefizveranstaltungen von Vereinen und Organisationen zählten dazu.
Alles,
was über die anvisierten 8.000 Euro hinaus erreicht wird, wird ebenfalls an
afrikanische Projekte weitergeleitet. Mit den Hilfs-Organisationen Mercy Ships
und humedica, der Vereinigung ZimRelief, dem Weltladen Kaufbeuren und dem
Verein „Tanten für Tansania“ verfügt Kafbeuren über ein breites Spektrum an
dementsprechenden Einrichtungen. Darüber hinaus haben das Marien-Gymnasium, die
Gustav-Leutelt-Schule und die Volksschule Hirschzell Partnerschulen in Benin,
denen weitere Spenden zukommen würden.
Nähere Informationen zum Verein „Wir helfen Afrika“ finden Sie unter www.wir-helfen-afrika.de.
Das Kaufbeurer Projekt präsentiert sich unter www.kaufbeuerer-helfen-afrika.de im Internet.

