Endlich laufen können und eine Zukunft haben

Auch das orthopädische Operationsteam von Mercy Ships hat inzwischen seine Arbeit begonnen. In den nächsten 10 Wochen werden Patienten, die an orthopädischen Erkrankungen oder Verletzugen leiden, kostenlos operiert. Von den einhundert Operationsterminen wurden bereits mehr als fünfzig vergeben. Die erste Operation wurde am 10. Juli durchgeführt.

Endlich laufen können und eine Zukunft haben

 

Dr. Brian Sims arbeitet ehrenamtlich als Chirurg an Bord und verbrachte Tage damit, Patienten, die für eine OP in Frage kamen, sorgfältig zu untersuchen: „Ich bin beeindruckt, wie zäh die afrikanischen Menschen sind. Sie geben nicht auf und leben ihr Leben, trotz schwerster Verletzungen und Behinderungen.“

"Gestern untersuchte ich eine Frau, die um die siebzig Jahre alt war. Ihr Oberschenkel war gebrochen. Die gebrochenen Knochen bewegten sich also bei jedem Schritt hin und her. Und doch ging sie zu Fuß zur Untersuchung und sie ging auch selbstständig wieder weg. Als wir ihr sagten, dass wir sie für eine Operation eingeplant haben, warf sie ihre Arme in die Höhe und dankte Gott,“ erinnert sich Sims.

Das ortho-pädische Team wird mit vielen verschiedenen Verletzungen und körperlichen Missbildungen konfrontiert: Von Polio-Missbildungen bis hin Kind nach Klumpfuß Operationzu alten Schusswunden und Verletzungen durch Granaten, die während des 14-jährigen Bürgerkrieges in Liberia verursacht wurden. Dennoch sind mehr als die Hälfte der Operationen zur Korrektur von Klumpfüßen vorgesehen. Für Dr. Sims gehört die Behebung von Klumpfüßen bei Patienten, die bereits im Teenageralter sind oder sogar noch älter, zu Hause nicht zum Praxisalltag.

“In der westlichen Welt sind Klumpfüße, die noch nie Junge mit Klumpfüßenbehandelt wurden, nahezu unbekannt. Ein Klumpfuß wird normalerweise in den ersten Lebenstagen diagnostiziert und behandelt. Hier in Liberia allerdings trifft man oft Menschen, die ihr Leben lang mit Klumpfüßen leben mussten.“   Dawn Crowther arbeitet im orthopädischen Team mit und berichtet: "Besonders gerne planen wir Kinder für die Operationen ein. Viele Teenager und Erwachsene sagen uns, dass sie nie die Chance hatten, aufgrund ihrer Missbildung zur Schule zu gehen. Diesen Kindern ermöglichen wir nun eine Zukunft, die sie ohne die Operation nie haben würden."

Das orthopädische Team arbeitet sowohl auf dem Schiff als auch im Land mit medizinischem Personal zusammen, das sich um die Weiterversorgung der Patienten auch nach Abreise des Operationsteams kümmert. Annie McFarland ist Koordinatorin des orthopädischen Teams und untersucht jeden Patienten alle zwei Wochen bis inMädchen mit Klumpfüßen den September hinein. Ergo- und Physiotherapeuten stellen Mercy Ships auch ihren Dienst ehrenamtlich zur Verfügung und kümmern sich um die Nachsorge der Patienten. Ein liberianisches Labor, das Prothesen herstellt, hat großzügigerweise angeboten, die Prothesen kostenfrei herzustellen, die für die Patienten benötigt werden. Acht amerikanische und britische Chirurgen werden auf eigene Kosten nach Liberia fliegen, um die Operationen in den nächsten Wochen durchzuführen. Es werden allerdings noch weitere Chirurgen gesucht, die Operationen bei dem nächsten sechsmonatigen Hilfseinsatz durchführen sollen, der 2008 in Sierra Leone stattfindet.

Für weitere Informationen schreiben Sie bitte an:
kerstin.pallesche@mercyships.de



Mercy Ships Deutschland e.V.
Hüttenstr. 22 · 87600 Kaufbeuren · Tel.: +49 (0)8341 966199-0 · Fax: -29 · Email: mail@mercyships.de

Spendenkonto
Raiffeisenbank Singoldtal · BLZ: 701 694 13 · Konto: 915 440
Für Österreich: Sparkasse Reutte · BLZ: 20509 · Konto 0800 001141