In Lebensgefahr wegen einer Zahninfektion?!
Haben Sie im Zusammenhang mit Zahnschmerzen schon mal an eine tödliche Krankheit gedacht? Wie gefährlich eine Zahnentzündung sein kann, weiß ich erst, seit ich bei Mercy Ships bin.
Der 25-jährige Oumar Dolo lebt in Benin. Seit zwei Wochen hatte er schon
Zahnschmerzen. Eines montags morgens kam er in die Zahnklinik von Mercy Ships,
um sich kostenlos untersuchen zu lassen. „Ich hatte sehr starke Schmerzen, als
ich mich auf den Weg zu der Klinik gemacht habe“, sagte Oumar. Er hatte bereits
einen Abszess und der Zahn musste gezogen werden. Danach ging er wieder nach Hause.
Aber am Mittwoch brachte ihn seine Mutter Momoun wieder in die Zahnklinik. Oumar hatte jetzt die Ludwigsche Angina, eine bakterielle Infektion der Mundhöhle, die nach einem Zahnabszess entstehen kann. Innerhalb von nur zwei Tagen war sein Gesicht durch die Schwellung entstellt. Die Schwellung verschloss seine Atemwege und er drohte zu ersticken.
Momoun hatte Angst und fühlte sich hilflos. Sie erkannte, dass das Leben ihres Sohnes in Gefahr war. „Ich hatte große Angst, als Oumar diese Infektion hatte. Ich dachte, mein Sohn würde sterben“, sagte sie.

Die Koordinatorin der Zahnklinik, Jessica Campbell, erkannte, das Oumar ohne medizinische Hilfe sterben würde. Sie setzte sich daher umgehend mit dem Krankenhaus auf der Africa Mercy in Verbindung. „Als ich zur Arbeit kam, sagte man mir, dass einer unserer Patienten zurückgekommen war. Als ich Oumar sah, wusste ich, dass er dringend Hilfe brauchte“, so Campbell. Noch am gleichen Morgen wurde Oumar zur Africa Mercy gebracht. Dort bekam er eine chirurgische Spülung und eine Drainage. Nach der Operation wurde er auf die Intensivstation der Africa Mercy gebracht. Die Infektion hatte seinen gesamten Körper angegriffen. Mehrere Tage lang war sein Zustand sehr kritisch. Seine Mutter wich die ganze Zeit nicht von seiner Seite und betet, dass Gott ihn heilen möge. „Auch wenn ich Angst hatte, so glaube ich doch an Gott und ich war mir sicher, dass alles in Ordnung kommen würde. Ich wusste, dass sehr viele Menschen für ihn beteten“, so Momoun.
Oumar war mehrere Tage auf der Intensivstation und benötigte 24 Stunden am Tag Betreuung, künstliche Beatmung und jede Menge Antibiotika. „Wegen der Schwellung haben sie an seinem Gesicht drei Drainagen gelegt und ihn länger als eine Woche beatmet. Es ging um Leben und Tod“, sagte die Intensivschwester, Cassidy Phillips.
Endlich, nach mehr als einer Woche auf der Intensivstation stabilisierte
sich Oumar`s Gesundheitszustand und er konnte auf die normale Station verlegt
werden. Eine Woche später verließ er völlig gesund die Africa Mercy. Ohne Mercy
Ships wäre Oumar mit nur 25 Jahren gestorben, wegen einer Zahninfektion! „Ich
bin sehr froh, dass Mercy Ships hier war, um mir zu helfen“, sagte Oumar.

