Der lange Weg zur Normalität
Das Jahrhundert-Erdbeben in Haiti und das damit verbundene Elend und Leiden in der Bevölkerung hat weltweit die Menschen berührt. Auch heute noch, drei Monate später, sind die Folgen erschütternd. Doch Mercy Ships-Ärzte freuen sich auch darüber, dass langsam wieder der Alltag und der Wiederaufbau an der Tagesordnung sind.
Die körperlichen Verletzungen durch das Beben heilen langsam ab. Die seelischen noch lange nicht.
Einer von Mercy Ships Langzeit-Partnern bei der Krisenintervention ist humedica. Seit Mitte Februar sind Ärzte und medizinisches Fachpersonal von Mercy Ships in Haiti im humedica-Team aktiv. Ihr Einsatzort ist das Hopital Espoir (Hoffnung) in der Hauptstadt Port-au-Prince.
Durch das große Erdbeben wurde in diesem Krankenhaus einer von zwei Gebäudeteilen komplett zerstört. Anfangs konnte der verbleibende Trakt noch zum großen Teil genutzt werden. Doch das Nachbeben sorgte auch für gravierende Schäden in diesem Teil des Hopital Espoir. Er mußte evakuiert werden. Die ohnehin bereits traumatisierten Patienten hatten zuviel Angst, sich im Gebäude behandeln zu lassen. Für die Behandlung der Patienten wurde eine kleine Zeltstadt im Hof des Krankenhauses errichtet.
Lob für Kooperation
In den ersten Tagen und Wochen nach dem Hauptbeben waren vor allem offene Wunden und Brüche zu behandeln und Amputationen nötig. Heute stehen zum Großteil wieder alltägliche Behandlungen auf dem Tagesplan. Unter den beteiligten Einsatzkräften und den lokalen Medizinern wird immer wieder die „tolle Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen, Ärzten und lokalem Krankenhauspersonal“ gelobt.
Dieser Kooperation ist es zu verdanken, dass im Hopital Espoir bereits die Wiederaufbauarbeiten begonnen haben, um in der Zukunft den Betrieb im Haus wieder aufnehmen zu können. Auch das örtliche medizinische Personal wird bereits geschult im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Mercy Ships-Anästhesitsin Elaine im Einsatz im Hopital Espoir. Fotos: humedica

