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Aktuelles aus dem Einsatzgebiet und aus Deutschland

Fünfter Einsatz von Mercy Ships in Liberia 2021

Vertrag unterzeichnet - Beginn eines 5-Jahresplans

Donovan Palmer, CEO Mercy Ships International, und H.E. George Manneh Weah, Präsident von Liberia, unterzeichneten die Vereinbarung für den fünften Einsatz von Mercy Ships in Liberia. Copyright: Republic of Liberia

Am 9. Oktober 2018 unterzeichnete Mercy Ships mit der Regierung von Liberia in der Hauptstadt Monrovia eine Vereinbarung, wonach die Africa Mercy 2021 in diesem westafrikanischen Land anlegen wird, um dort kostenlose lebensverändernde Operationen und medizinische Behandlungen anzubieten. Liberia rangiert auf Platz 181 unter 189 Ländern und Gebieten im Human Development Index der Weltgesundheitsorganisation. Mit dieser Liste ermittelt Mercy Ships Länder mit Bedarf an medizinischen Dienstleistungen. Liberia gehört danach zu den ärmsten Ländern der Welt.

Der 5-Jahresprozess

Die Unterzeichnung war der Beginn eines fünfjährigen Prozesses, den Mercy Ships mit Einsatzländern gemeinsam durchläuft, um die lokale Gesundheitsversorgung dauerhaft zu verbessern. Laut der Lancet Commission on Global Surgery haben weltweit fünf Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer sicheren und erschwinglichen Operation. Mercy Ships arbeitet daran, dies zu verbessern, indem ein maßgeschneidertes Partnerschaftsmodell zur Anwendung kommt, um den medizinischen Bedürfnissen der Einsatzländer zu begegnen und eine nachhaltige Verbesserung herbeizuführen. Dieser Prozess besteht auch mit Liberia aus fünf Phasen:

Die Africa Mercy im Hafen von Monrovia, Liberia, 2008.

● Erstes Jahr: Beziehungsaufbau und politische Verbindung zum Einsatzland. Mitarbeiter von Mercy Ships hören zu, knüpfen Beziehungen und arbeiten mit der lokalen Gesundheitsbehörde und örtlichen Hilfsorganisationen zusammen, um die konkreten medizinischen Bedürfnisse des Landes kennenzulernen. Schließlich mündet dieser Prozess in die Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung unter Berücksichtigung der Ziele der Weltgesundheitsorganisation.

● Zweites Jahr: Besseres Verständnis der medizinischen Bedürfnisse durch Auswertung der lokalen Recherchen. Für das Einsatzland wird eine detaillierte Karte der möglichen chirurgischen Fälle erstellt, außerdem wird der Weiterbildungsbedarf für die lokalen Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen analysiert.

● Drittes Jahr: Die Africa Mercy legt im Hafen an und bietet tausenden von Menschen spezialchirurgische und medizinische Dienstleistungen an. Außerdem werden lokale Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen weitergebildet, örtliche medizinische Einrichtungen renoviert und ausgestattet und anderes mehr. Für 10 Monate bleibt das Hospitalschiff im Hafen des Einsatzlandes.

Straßenszene in der Hauptstadt Monrovia

● Viertes Jahr: Nachbereitung und laufende Unterstützung. Bewertungsberichte werden gesammelt, um zukünftige Investitionen zu unterstützen. Der medizinische Bedarf wird kontinuierlich recherchiert und die Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal soll sicherstellen, dass die Ziele erreicht werden.

● Fünftes Jahr: Resümee: Was sind die Früchte unserer Partnerschaft? Als Orientierungshilfe für weitere Bemühungen, um das Gesundheitsweisen zu verbessern, wird ein Bericht erstellt, der die Auswirkungen der chirurgischen Behandlung, die Ausbildung von lokalem Gesundheitspersonal und die Optimierungsmaßnahmen von Krankenhäusern und Kliniken bewertet.

Bisherige Einsätze in Liberia

Ein Dorfhaus in Liberia

Mit der Unterzeichnung des Abkommens hat somit der Prozess der Zusammenarbeit mit der Regierung begonnen, um den aktuellen medizinischen Bedarf Liberias zu ermitteln und die Ankunft der Africa Mercy im Jahr 2021 vorzubereiten. Das Hospitalschiff wird zehn Monate lang in Monrovia liegen. Für Mercy Ships ist dies bereits der fünfte Einsatz in Liberia; der letzte fand 2008 statt.

Bei den vier vorangegangenen Einsätzen hat Mercy Ships insgesamt mehr als 6.500 lebensverändernde und lebensrettende Operationen durchgeführt und mehr als 16.000 Patienten eine kostenlose Zahnbehandlung und Aufklärung über Zahnhygiene angeboten. Darüber hinaus wurden mehr als 60 medizinische Fachkräfte (Chirurgen, Krankenschwestern, Anästhesisten, Labortechniker, Biomedizintechniker und andere) ausgebildet sowie eine medizinische Klinik und eine Zahnklinik gebaut.

"Mercy Ships verfügt über ein solides Fundament für die Zusammenarbeit mit unserer Bevölkerung und hat unserem Gesundheitssystem enorme Ressourcen zur Verfügung gestellt", sagte Dr. Wilhelmina Jallah, Gesundheitsministerin von Liberia. "Was wir gesehen haben, was wir erlebt haben, ist unglaublich und übertrifft alles, was ich einfach in Worte fassen kann. Im Rahmen unserer eigenen Bemühungen, die medizinische Versorgung zu verbessern, sind wir Mercy Ships dankbar für die Investition in Ressourcen, Fort- und Weiterbildung, sowie für die aufrichtige Sorge um das Wohlergehen unserer Bürger.“

Auf der Krankenstation der Africa Mercy, 2008 in Liberia.

Neubeginn nach Ebola-Krise

Die 4.58 Millionen Einwohner Liberias erholen sich noch von den Folgen der zweijährige Ebola-Epidemie, die 2014 begonnen hatte, sowie dendirekten und indirekten Auswirkungen auf das Gesundheitswesen. Die Krankheit belastete das Land sehr und hatte damals zu mehr als 30.000 gemeldeten Erkrankten und 11.000 Todesfällen in Liberia, Sierra Leone und Guinea - wo Mercy Ships aktuell im Einsatz ist - geführt.

"Wir freuen uns, unsere Rückkehr nach Liberia zu bestätigen. Das wird unser fünfter Einsatz in dieser Nation und unser erster seit der Ebola-Krise", sagte Donovan Palmer, CEO von Mercy Ships International. "Jetzt, da unser Abkommen unterzeichnet ist, beginnen wir den wichtigen Prozess der Bewertung der bestehenden Bedürfnisse. Gemeinsam werden wir Menschen mit einem hohen medizinischen Behandlungsbedarf Hoffnung und Heilung bringen."

Alle Dienstleistungen von Mercy Ships werden kostenlos angeboten, dank Spendern auf der ganzen Welt, die das Engagement der ehrenamtlichen Helfer an Bord der Africa Mercy unterstützen. Auch Sie können Mercy Ships mit einer Spende unterstützen oder ehrenamtlich an Bord mitarbeiten.

Ist ein Einsatz bei Mercy Ships etwas für mich?

Praxistest bei einem Einführungskurs auf einem Schiff in Holland

Felicitias Mußler (rechts) mit einer anderen Teilnehmerin beim IMS Kurs. Foto: Mußler

Als Praktikantin bei Mercy Ships Deutschland e. V. bekam ich schon einen umfassenden Einblick in die Arbeitsabläufe der Hilfsorganisation. Ich wollte aber meinen Horizont erweitern und mehr erfahren. Gerne wäre ich auf die Africa Mercy gegangen, aber das war im Rahmen meines Praktikums leider nicht möglich. Deshalb suchte ich nach einer Alternative, um mehr Informationen über Mercy Ships und das Schiffsleben zu bekommen. Von einer Kollegin erfuhr ich, dass es für zukünftige Mitarbeiter der Africa Mercy und für allgemein interessierte Leute die Möglichkeit gibt, ein Wochenende lang auf einem Passagierschiff zu verbringen, das von Kampen in Holland aus in See sticht. In diesem Rahmen kann man einen tieferen Einblick in Mercy Ships bekommen. Der regelmäßig stattfindende Kurs heißt „IMS – Introduction to Mercy Ships“ (Einführung in Mercy Ships), die nächste Gelegenheit für eine Teilnahme ergab sich vom 22.bis 24. Juni. Kurzerhand meldete ich mich an.

Erste Eindrücke

Die "Siloam" im Hafen von Kampen. Foto: Mußler

Für mich begann das Abenteuer mit der Zugfahrt von Augsburg nach Zwolle. Das rund 125.000 Einwohner umfassende Städtchen liegt in der Nähe des Ijsselmeers. Die vielen neuen Eindrücke bei meinem Spaziergang durch das Städtchen ergriffen mich total – besonders gut haben mir die schmalen und verwinkelten Gässchen mit ihren wunderschönen alten und in ihrer Architektur ganz speziellen Häusern gefallen.

Am nächsten Tag fuhr ich von Zwolle nach Kampen zum Hafen. Mit der Bahn ist es nur eine knappe halbe Stunde. Freitagnachmittag sollte die „Siloam“, das Schiff, auf dem wir das Wochenende verbringen sollten, ablegen. Für rund 30 Passagiere bietet das Passagierschiff eine Schlafmöglichkeit. Tagsüber war man auf See und am Abend legte das Schiff in einem Hafen an, um auch die Küstenregion Hollands zu sehen.

Von Alize und ihrem Ehemann Arjen van der Wolf, beide Mitarbeiter im holländischen Länderbüro von Mercy Ships und Hauptorganisatoren des IMS Wochenendes, wurde ich ganz herzlich auf der "Siloam" begrüßt. Als sich alle Teilnehmer (eine gemischte Gruppe mit Teilnehmern aus ganz Europa) im Aufenthaltsraum des Schiffes versammelten, hielt Alize eine Willkommensansprache. Danach war Zeit für eine kurze Vorstellungsrunde, in der uns die Angst, Englisch zu sprechen, erstmal genommen wurde. Sie erzählte uns von Mercy Ships und wie es zur Gründung der Hilfsorganisation kam.

Wichtige Fragen klären

Gemeinsame Mahlzeiten auf der "Siloam"

Mit dem Frühstück gestärkt ging es voller Elan an das Tagesprogramm. Das Ziel des Wochenendes ist es, die Leute mit einem besseren Verständnis über Mercy Ships zu entlassen. So standen also für Samstag Themen wie „Erwartungen an Mercy Ships“, „Das Leben auf dem Schiff“, „Der Bewerbungsprozess“ und „Support Raising“ (Unterstützung sammeln/finden) auf dem Plan. Gegen Ende des Tages gab es die Möglichkeit, das Einzelgespräch mit einem der drei Referenten zu suchen, um individuelle Fragen zu klären. Der Tag war mit sehr vielen Informationen gefüllt, welche einem eine neue Sichtweise eröffnen konnten. Die übermittelten Informationen wirkten sich durchaus positiv auf einige Teilnehmer aus und bestärkten Personen in ihrer Entscheidung, auf das Schiff zu gehen. Andererseits gibt es immer wieder Teilnehmer, die für sich herausfinden, dass Mercy Ships vielleicht nicht der richtige Weg ist - schließlich kommen einige Kosten und Aufwendungen auf einen zu, welche vielleicht nicht jeder tragen kann. Jedoch wird erklärt, wie man seinen eigenen finanziellen, praktischen und geistigen Unterstützerkreis aufstellen kann. Man erfährt, welche Möglichkeiten es gibt, Unterstützer zu finden und diese mit Informationen zu versorgen.

Seefahrt auf der "Siloam"

Eine weitere Nacht auf der "Siloam" ging zu Ende. Das Sonntagsfrühstück war schon aufgetischt - heute sogar mit einem Frühstücksei. Hier lernt man vor allem wieder die kleinen Dinge zu schätzen! Schließlich lebt man nur von begrenzten Bordvorräten. Viel zu schnell verging die Zeit auf der "Siloam" und die letzten Punkte des Programms wurden zügig abgearbeitet, damit noch Zeit für ein paar gemeinsame Lieder und ein Gruppenfoto war.

Mit einem letzten gemeinsamen Gebet wurden wir dann nach Hause entlassen. Die Verabschiedung war sehr herzlich, jeder wünschte den anderen nur das Beste, seinen Weg zur Africa Mercy zu finden, und ging dann seinen Weg.

Eine wertvolle Entscheidungshilfe

Teilnehmer werden über einen Einsatz bei Mercy Ships informiert

Für mich als Praktikantin entstand ein großer Mehrwert aus dem IMS Aufenthalt. Die Vorträge und die darin enthaltenen und sehr sorgfältig ausgewählten Informationen haben mein Verständnis für verschiedene Abläufe verbessert. Meine Motivation, einen ehrenamtlichen Einsatz auf der Africa Mercy zu absolvieren, hat sich dahingegen leider gemindert, da ich mich in meinem eigentlichen Berufsfeld als Sozialmanagerin nicht mit einbringen könnte. Auch die fehlende Privatsphäre, mit der ich auf der "Siloam" schon zu kämpfen hatte, hat mir gezeigt, dass ein mehrwöchiger Aufenthalt auf dem Hospitalschiff nicht mehr für mich in Frage kommt. Ich bin der Meinung, in der Zeit auf der "Siloam" kann sich jeder schon einen guten Eindruck verschaffen über Kommunikation, Zusammenleben und Regeln. Jeder kann sich darüber bewusstwerden, ob man sich mit der Arbeit und dem Leben auf dem Schiff wirklich identifizieren kann.

Felicitas Mußler

Titelbild: Gruppenfoto Teilnehmer an der IMS im Juni 2018. Foto: Mußler

Nächster Kurs IMS Introduction to Mercy Ships: Informationen dazu gibt es hier.

04. Oktober 2018

Africa Mercy hat in Guinea angelegt

Beginn des zehnmonatigen Einsatzes von Mercy Ships im westafrikanischen Land

Am 11. August 2018 hat die Africa Mercy, das Hospitalschiff von Mercy Ships, in Conakry, Guinea, angelegt, um zehn Monate lang kostenlose, lebensverändernde Gesundheitsversorgung für das guineische Volk bereitzustellen. Als Land mit 12 Millionen Einwohnern kommt in Guinea ein Arzt auf 10.000 Einwohner, somit ist ein öffentliches Gesundheitswesen kaum vorhanden. Viele Menschen können sich aber auch diese medizinische Versorgung nicht leisten, die Bevölkerung Guineas gehört zu den ärmsten in Westafrika. Dies ist bereits das vierte Mal, dass ein Hospitalschiff von Mercy Ships in Guinea im Einsatz ist.

Guineas First Lady, Madame Hadja Djene Condé, eröffnet mit dem Durchschnitt des Bandes den Einsatz von Mercy Ships. Rechts neben ihr Warrie Blackburn, Direktorin der Africa Mercy.

Offizielle Begrüßungszeremonie

Zur Begrüßung fand eine offizielle Zeremonie im Beisein der First Lady von Guinea, Madame Hadja Djene Condé, und des Staats- und Gesundheitsministers von Guinea, Dr. Edouard Ngnankoye Lamah, statt. Der Beginn des Einsatzes von Mercy Ships wurde mit Gesang und Tanz und mit feierlichen Reden von Warrie Blackburn, Direktorin der Africa Mercy, des Staatsministers und der First Lady begrüßt: "Meine doppelte, persönliche Erfüllung lässt sich nicht nur durch die Ehre erklären, die mir dadurch zuteilwurde, die Schirmherrin dieses humanitären Einsatzes zu sein, sondern vor allem durch die Möglichkeit, dass tausende Patienten in ganz Guinea von kostenlosen chirurgischen Eingriffen profitieren können“, sagte Madame Hadja Djene Condé.

"Die Africa Mercy ist eine hochwertig ausgestattete schwimmende Klinik. Außerdem ist auf ihr eine freiwillige Mannschaft im Einsatz, die dafür häufig ihren Urlaub opfert und für die eigene Unterkunft, die Verpflegung sowie für ihre Flüge von und nach Afrika aufkommt", sagt Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland. "Mit über 40 Ländern, die in der Crew vertreten sind, ist das Team international aufgestellt. Menschen aus aller Welt tun, was sie können, um den Armen in Afrika, und jetzt in Guinea, Hoffnung und Heilung zu bringen. Dieses Mal werden auch wieder viele deutsche Ehrenamtliche mit an Bord sein."

Planungen für Einsatz Guinea

Eindruck aus einem der letzten Guineaeinsätze: Besuch bei einem Patienten zuhause.

Mercy Ships plant, über 2.000 lebensverändernde Operationen an Bord durchzuführen, über 8.000 Patienten in einer Zahnklinik an Land zu behandeln und medizinische Fachkräfte auszubilden. Zu den chirurgischen Fachgebieten, die auf der Africa Mercy angeboten werden, gehören Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, plastische Rekonstruktion, Gynäkologie (einschließlich Geburtsfisteloperationen), Kinderorthopädie, Allgemeinmedizin und Ophtalmologie ("Augenmedizin“) für Erwachsene und Kinder. Mercy Ships bietet nicht nur medizinische Dienstleistungen an, sondern investiert auch in nachhaltige Verbesserung des lokalen Gesundheitswesens. In Guinea wird Mercy Ships daher medizinische Fachkräfte in den Bereichen Chirurgie, Anästhesie, Schmerztherapie und vieles mehr.

Ehrenamtliche medizinische Fachkräfte werden auch als Mentoren für Chirurgen, OP-Schwestern, Anästhesieanbieter und Fachpersonal für die Sterilisation von medizinischen Geräten im Einsatz sein und einen Ernährungslehrgang für die Landwirtschaft durchführen. Dies ist wichtig, da viele gesundheitliche Probleme Folgen von Mangelernährung sind und eine Verbesserung der Ernährungssituation auch die Gesundheit der gesamten Bevölkerung verbessert.


Mehr Infos zu Guinea hier.


17. August 2018

60.000 Euro für Mercy Ships

DÜRR DENTAL SE und Galagäste spenden für die Ärmsten in Afrika

60. 000 Euro für Mercy Ships (v.l.): Lydia Schnizer, Stellvertretende Geschäftsführung Mercy Ships Deutschland, Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland, Stefan Pfanzelt, Finanzvorstand der DÜRR DENTAL SE, Peter Dürrstein, Geschäftsführer Dürr Optronik GmbH & Co. KG, Markus Schertzl, Einkaufsleiter der DÜRR DENTAL SE. Copyright: DÜRR DENTAL SE

Gechingen (Baden-Württemberg): Am 04. Juli 2018 fand im Rahmen der Neubaueinweihung der Dürr Optronik in Gechingen – einem Tochterunternehmen der DÜRR DENTAL SE – eine Spendengala statt. Gewidmet wurde diese der Hilfsorganisation Mercy Ships. Mit einem festlichen Abend für Geschäftspartner des Unternehmens hat die DÜRR DENTAL SE ihren Neubau des Tochterunternehmens Dürr Optronik in Gechingen (Landkreis Calw) eröffnet. Das Tochterunternehmen ist eine Hightech Produktionsstätte für bildgebende Systeme, die primär in der Dentalbranche zum Einsatz kommen. Ein Schwerpunkt der Angebotspalette liegt in der Röntgentechnik, vor allem bei den Scannern und das neue 3D Röntgengerät Vista Vox.

Im Fokus stand an diesem Abend die Arbeit der Hilfsorganisation Mercy Ships. Seit vielen Jahren unterstützt DÜRR DENTAL SE mit viel Engagement und Herzblut diese Organisation. An Stelle von Geschenken wurden Geschäftspartner um Spenden für Mercy Ships gebeten, die Summe hat das Unternehmen verdoppelt. So konnte an den Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland, Udo Kronester, die Spendensumme von 60.000 Euro übergeben werden.

Udo Kronester berichtete in einem Vortrag engagiert über Mercy Ships und bedankt sich für die treue Unterstützung: „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Firmengruppe DÜRR DENTAL SE uns schon zum zweiten Mal so großzügig im Rahmen einer Spendengala bedacht hat. Ich glaube, man kann unsere CSR-Partnerschaft als vorbildhaft bezeichnen, denn auch anderweitig sind sie in den vergangenen 10 Jahren mit Geld- wie Sachspenden ein herausragender Unterstützer gewesen. Sie haben es auch ermöglicht, dass immer wieder Zahnärzte, Helferinnen und Techniker auf unserem Hospitalschiff, der Africa Mercy, im Einsatz sein konnten. Heute danken wir Ihnen und allen Spendern auf dieser Gala im Namen unserer Patienten ganz herzlich für Ihre Unterstützung. Sie sorgen dafür, dass die Ärmsten der Armen in Afrika kostenlose Operationen und medizinische Behandlungen erhalten.“


06. Juli 2018

Spenden verdoppelt: HypoVereinsbank Mitarbeiter unterstützen Mercy Ships

Im Namen all unserer Patienten danken wir den Mitarbeitern und der HypoVereinsbank im Allgäu für Ihre treue Unterstützung!

Am 15. Mai 2018 überreichten Andreas Frey, HypoVereinsbank Filialleiter Privatkundengeschäft in Kaufbeuren, und Manuel Mayr, HypoVereinsbank Filialleiter Privatkundengeschäft in Landsberg, einen Scheck in Höhe von 1.740 Euro an Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland. Die Spendenübergabe fand in unserem Büro in Landsberg statt. Damit dürfen wir uns bereits zum achten Mal in Folge darüber freuen, dass die HypoVereinsbank und ihre Mitarbeiter Mercy Ships unterstützen. Im Rahmen des "Gift Matching Programms" sammelten die Mitarbeiter der Bank 870 Euro. Die UniCredit Foundation, zu der die HypoVereinsbank gehört, verdoppelte die Spendengelder auf 1.740 Euro. Damit leisten die HypoVereinsbank im Allgäu und ihre Mitarbeiter erneut einen bedeutenden Beitrag für die Arbeit von Mercy Ships.

„Wir fühlen uns der Region sehr verbunden und möchten gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen und Kollegen für ihre Unterstützung. Ihre Einsatzbereitschaft macht es möglich, die wichtige Arbeit von Mercy Ships Jahr für Jahr finanziell zu fördern“, so Manuel Mayr.

Udo Kronester bedankt sich für die treue Unterstützung: „Wir danken den Mitarbeitern der HypoVereinsbank im Allgäu ganz herzlich dafür, dass sie uns seit Jahren verbunden sind und die Arbeit von Mercy Ships fortlaufend mittragen. Wir freuen uns über jede Spende und ganz besonders freuen wir uns über die treuen Unterstützer, die mit ihren wiederholten Zuwendungen dazu beitragen, dass unsere Arbeit auf ein solides Fundament gestellt bleibt und wir so die Ärmsten der Armen in Afrika auch weiterhin kostenlos medizinisch behandeln können.“




18. Mai 2018
Bild oben v.l.n.r.: Andreas Frey, HypoVereinsbank in Kaufbeuren; Manuel Mayr, HypoVereinsbank in Landsberg am Lech; Lydia Schnizer, Spenderbetreuung Mercy Ships Deutschland; Udo Kronester, Geschäftsführer Mercy Ships Deutschland

Kinder helfen Kindern: Schulklasse spendet an Mercy Ships

Gute Laune und ein buntes Programm beim Missionsfest

Theaterstück „Arche Noah“

Viel Herz und Engagement für Kinder in Not zeigten die Schüler/innen der Klasse 6b des Privaten Gymnasiums St. Paulusheim in Bruchsal in Baden-Württemberg bei ihrem Missionsfest gemäß dem Motto „Kinder helfen Kindern“. Unter Mitwirkung von Lehrer/innen und Eltern präsentierten sie ein farbenfrohes Festprogramm. Dabei bewies die Orchesterklasse mit ihren musikalischen und schauspielerischen Darbietungen, darunter das Theaterstück „Arche Noah“, Bühnensicherheit und echtes Schauspieltalent. Zudem verzauberten die Mädchen der Klasse das Publikum mit ihren Tanzdarbietungen. Ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen sowie eine große Tombola mit Versteigerung der Hauptgewinne rundeten das Fest ab. Nicht zu vergessen die hübsch dekorierten Verkaufsstände mit selbst hergestellten, zum Teil saisonalen Produkten: Frühlingshafte Osterkränze und Holzfiguren, dekorierte Kerzen und marmorierte Notizbücher, Erdbeerlimes und Schokolade, Chocolate Cookies, Beton-Windlichter, Geschenkkarten, Filzhühner, Handcremes, Kräutersalz und ein eigenes Klassen-Kochbuch. Kein Wunder, dass alle Familien das Fest gut gelaunt und voll bepackt verließen.

Auch tumorkranke Kinder werden auf dem Hospitalschiff kostenlos operiert. Das Spendengeld der Klasse ist für ein Kind wie David aus Benin gedacht.

Erlös geht an das Hospitalschiff Africa Mercy (Afrika) und die Villa Kunterbunt (Bruchsal)

Ein Herz zu zeigen für notleidende Kinder in den ärmsten Ländern der Welt ebenso wie für bedürftige Kinder der Region - das war der ausdrückliche Wunsch der Klasse 6b. Denn hier wie dort mangelt es Kindern an vielem, was für uns selbstverständlich ist. So geht der Erlös des Festes, insgesamt 2.520,00 EUR, zu gleichen Anteilen an Mercy Ships und an die Villa Kunterbunt, eine Jugendhilfeeinrichtung in privater Trägerschaft für Kinder und deren Familien mit Sitz in Bruchsal-Büchenau.

Von der Notlage vieler Kinder hier wie in Afrika erfuhren die Kinder jeweils aus erster Hand: Leiterin Mechthild Wisser-Hasenfuß berichtete in der Schule von der Villa Kunterbunt und Dr. Monika Barton, informierte die Festgäste in einer Präsentation über das Hospitalschiff und ihre persönlichen Erfahrungen an Bord der Schiffsklinik in Togo/Westafrika. Mit den Spendengeldern wird die Villa Kunterbunt therapeutisches Spielmaterial für ihr Projekt „Taka-tuka“ anschaffen, Mercy Ships wird auf Wunsch der Klasse 6b die Operation für ein tumorkrankes Kind finanzieren.Damit erhalten die Kinder die Aussicht auf ein neues Leben: Sie werden geheilt und wieder in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Schließlich gelten Kranke in Afrika oft als dämonenbesessen und werden von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Wie schön, dass die Klasse 6b einem Kind wie dem kleinen David aus Benin nun ein neues und hoffnungsvolles Leben schenken kann!

Herzlichen Dank!

An dieser Stelle gilt allen Beteiligten, den Lehrer/innen wie Eltern, insbesondere aber den Schüler/innen der 6b ein herzliches Dankeschön für ihr großes Engagement. Vielleicht ermutigt diese Erfahrung, sich auch in Zukunft für Kinder in Not einzusetzen. Denn ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“

Text und Fotos vom Missionsfest:
Dr. Monika Barton

3. Mai 2018



Weiterführende Links:
Geschichte von David
Infos über das chirurgische Programm von Mercy Ships
Mercy Ships unterstützen: Spende

Besichtigen Sie die Africa Mercy auf Gran Canaria

Besucher auf der Africa Mercy

Sie wollten die Africa Mercy schon immer einmal besuchen? Oder wieder besuchen? Selbst die Gangway hochsteigen, an der Rezeption stehen, Kabinen und Außendeck, OP-Säle und Bettenstation – zwar ohne Patienten, aber dennoch beeindruckend – mit eigenen Füßen betreten? Dann laden wir Sie herzlich zu einem Besuch Ende Juli auf die Africa Mercy nach Gran Canaria ein.

Nach dem erfolgreichen Ende des laufenden Einsatzes in Kamerun, wird die Africa Mercy auf Gran Canaria zu Wartungsarbeiten sein. Am Ende dieser Phase, genau am 28. und 29. Juli 2018, wird sie die Gangway für alle öffnen, die das Schiff besichtigen möchten.

Folgender ungefährer Ablauf erwartet Sie:

Das Schiff im Trockendock auf Gran Canaria

15:00 Uhr Ankunft auf dem Schiff, Kennenlernen von Mitgliedern der Crew bei Snacks und Getränken in der „International Lounge“

15:30 Uhr Offizielle Begrüßung und Vorstellung der Arbeit

16:30 Uhr Führungen durch das gesamte Schiff in kleinen Gruppen

18:00 Uhr Gemeinsames Abendessen in der Schiffskantine mit Mitgliedern der Crew

19:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Wenn Sie an dieser einmaligen Gelegenheit Interesse haben und gerne dabei sein möchten, bitten wir Sie, sich bei uns bis zum 15. Mai entweder telefonisch (unter 08191 / 98550-12) oder per E-Mail (susanne.reddig@mercyships.de) anzumelden.

Der Besuch der Africa Mercy ist natürlich kostenlos, die Reisekosten liegen bei Ihnen, daher bietet es sich an, die Besichtigung der Africa Mercy mit einem Urlaub auf Gran Canaria zu verbinden, welches ein sehr reizvolles touristisches Reiseziel ist.

Ein Hurrikan, ein Fischwunder, gelebte Nächstenliebe

Über die Geburtsstunde von Mercy Ships

„Ich könnte sagen, es fing alles mit einem Hurrikan an. Oder mit dem Lesen eines Buches über die berühmte „SS Hope“. Ich könnte sagen, es begann mit einem Treffen mit Mutter Teresa oder mit der Geburt unseres Sohnes John Paul, der mit einer Behinderung zur Welt gekommen ist. Ich könnte auch sagen, es begann mit dem gütigen, barmherzigen und würdevollen Vorbild meiner Eltern, die in unserer Kleinstadt jedem Bedürftigen ihre hilfsbereiten Hände entgegenstreckten. Ich könnte all dies als Inspiration nennen, um zu erklären, wie die Idee entstand, Mercy Ships zu gründen. Und sie würden alle wahr sein.“ Don Stephens, Gründer von Mercy Ships

Don und Deyon Stephens, Gründer von Mercy Ships

Mitten im Hurrikan

Mit diesen Worten beginnt Don Stephens in „Ships Of Mercy“ („Schiffe der Barmherzigkeit“) seine Erinnerungen daran, wie es zur Gründung von Mercy Ships kam. Man könnte tatsächlich einen Hurrikan als die Geburtsstunde von Mercy Ships nennen. 1964 verwüstete Hurrikan Cleo die Bahamas, der neunzehnjährige Don aus Colorado war als Teil einer Jugendgruppe in Nassau mittendrin. Sie führten gerade einen Sommereinsatz des christlichen Missionswerks „Jugend mit einer Mission“ durch, als sie unversehens um ihr Leben fürchten mussten. Eines der anwesenden Mädchen sagte: "Wäre es nicht wunderbar, wenn es ein Schiff mit Ärzten und Krankenschwestern gäbe, das nach einer solchen Katastrophe kommen würde um zu helfen?” Der Hurrikan ebbte nach einiger Zeit wieder ab, aber Don konnte diese Frage nie vergessen.

Don Stephens (2 v.l.) Traum von gelebter Nächstenliebe gründete in seinem christlichen Glauben. Durch den Glauben und das Gebet fand er Kraft, beharrlich diesem Traum zu folgen.

Mutter Teresa gab den Anstoß

In den Siebzigern lebte Don mit seiner Frau Deyon als Mitarbeiter von „Jugend mit einer Mission“ in Lausanne, in der Schweiz. Nach zwei gesunden Kindern wurde ihnen 1976 ihr schwerstbehinderter Sohn John Paul geboren, der sowohl autistisch als auch körperlich und geistig behindert ist. Dieses Ereignis erschütterte Don, es warf schwierige Fragen auf, und so nahm er ein Jahr später die von einem Bekannten vermittelte Einladung an, Mutter Teresa in Kalkutta zu besuchen. Überwältigt von dem Elend in der Millionenstadt faszinierte ihn die berühmte Ordensleiterin, die ihrer Schwesternschaft „einprägte, sich auf jeden Einzelnen zu fokussieren, als wäre er der einzige Mensch auf der Welt, der ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge erhalten würde.“ Mutter Teresa half ihm, die Vision für sein Leben klarer heraus zu feilen und sagte ihm: „Dein Sohn wird dir auf deinem Weg helfen, die Augen, die Ohren, der Mund und die Hände für die Armen zu werden.“

Zutiefst beeindruckt von dieser Begegnung verließ Don Stephens Kalkutta, entschlossen, seinen alten Traum von einem Hospitalschiff endlich Wirklichkeit werden zu lassen: „Die Vision konkreter Barmherzigkeit, die Idee eines Schiffes, die Vorstellung, auf diese Weise den Ärmsten der Armen moderne medizinische Versorgung anbieten zu können, das war zunehmend das, worüber ich nachdenken, reden, beten und träumen konnte.“ Und dies bewegte ihn auch, als er wieder zurück in Lausanne mit einem Schweizer Unternehmerehepaar zu Abend aß.

Die erste Crew der "Anastasis", 1978, als das Schiff noch "Victoria" hieß und umgebaut werden musste.

Ein Traum wird wahr: Victoria

Henri und Francoise André hörten ihm eine Weile lang zu, dann schlug Henri vor: „Warum kommst du nicht mal in unser Büro? Ich stelle dir unseren Verantwortlichen für die technische Seite unserer Reederei vor.“ Don war perplex. Er hatte gar nicht gewusst, dass seine Gastgeber auch im Reedereigeschäft tätig waren. Gesagt, getan. Das Ehepaar André nahm ihn unter ihre Fittiche, sie halfen ihm, ein Schiff zu finden und unterstützten ihn bei der Finanzierung. Schließlich war es soweit: am 5. Oktober 1978 wurde der Kaufvertrag für das 159 Meter lange elegante italienische Passagierschiff Victoria unterzeichnet, dass sie später in Anastasis umbenannten (griechisch für „Auferstehung“). Dieses Schiff sollte das erste Mercy Ships Hospitalschiff werden. Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg.

Ungefähr vier Jahre lang sollte die Anastasis in Eleusis, in Griechenland, im Hafen liegen und „an ihrem Anker schwingen“, wie Don Stephens es zusammenfasste. Das Ehepaar Stephens suchte nach Mitstreitern, die ihre Vision teilten. Schließlich zogen sie mit ihren Kindern und 150 weiteren Personen aufs Schiff. Renovierungen und Umbauten standen an, damit aus einem Passagierschiff ein schwimmendes Krankenhaus werden konnte. Weitere finanzielle Mittel mussten aufgetrieben werden. Manches Mal war es schon eine Herausforderung, genügend Treibstoff zu organisieren, um Strom für den laufenden Betrieb an Bord zu erhalten.

Fische sprangen "einfach so" an Land.

Springende Fische und Gerüchte

Und dann geschah ein außergewöhnliches, richtiges Wunder: Tausende Fische sprangen aus dem Meer aufs Land. Das hatte man so noch nie gesehen. Medien aus ganz Griechenland kamen nach Eleusis, um über dieses aufsehenerregende Ereignis zu berichten. Natürlich hatte sich auch das ungewöhnliche Schiffsprojekt in der Gegend herumgesprochen und dieses „Fischwunder“ war in der Nähe des Liegeplatzes der Anastasis passiert. So ging das Gerücht um, dass dieses „Wunder“ für Mercy Ships geschehen war. Reporter verbreiteten es im Fernsehen zur Hauptsendezeit, plötzlich war Mercy Ships in aller Munde. Man kann darüber spekulieren, ob das „Fischwunder“ ein göttliches Zeichen gewesen sein mag, doch nicht lange danach konnte das Schiff endlich fertiggestellt werden. Am 7. Juli 1982 war die Anastasis abfahrbereit, kurz darauf legten sie ab.

Seit dieser ersten Fahrt sind fast 36 Jahre vergangen. Weitere Schiffe wurden erworben, es konnten seither mehr als 89.000 lebensverändernde Operationen durchgeführt und mehr als 163.000 Patienten zahnmedizinisch behandelt werden. Und die Geschichte wird fortgeschrieben, aktuell mit der Africa Mercy und zukünftig mit einem weiteren, noch im Bau befindlichen größeren Hospitalschiff.

Don Stephens, auf dem Deck der Africa Mercy, freut sich auf die Zukunft von Mercy Ships.

„Während ich auf dem Deck der Africa Mercy stehe, kann ich nicht anders, als Gott für all das zu danken. Das alles tun zu dürfen war und ist ein Privileg - in der Vergangenheit, in der Gegenwart und auf den zukünftigen Schiffen von Mercy Ships. Ja, die Reise geht weiter und ich freue mich auf die vielversprechende Zukunft, auf die wir zusteuern!“ Don Stephens

Susanne Reddig, 28. März 2018

Statement Mercy Ships

Wir sorgen uns um das Wohl unserer Patienten & Mitarbeiter

Vielen unserer Unterstützer und Partner ist es wahrscheinlich nicht entgangen, dass humanitäre Hilfsorganisationen zurzeit wegen ihres Umgangs mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauches sehr genau unter die Lupe genommen werden. Mercy Ships bedauert die Vorfälle und begrüßt eine Entwicklung zu verstärkter Transparenz. Es war Mercy Ships immer wichtig, dass gerade mit diesem hochsensiblen Thema offen und ehrlich umgegangen wird. Für Mercy Ships ist dies auch deshalb unerlässlich, weil das Vertrauen in unsere Arbeit und gerade unsere moralische Glaubwürdigkeit unser kostbarstes Gut ist. Dies gilt gegenüber unseren Unterstützern und Förderern, genauso wie den Patienten und deren Familien vor Ort und darüber hinaus der allgemeinen Öffentlichkeit auf der ganzen Welt.

Seit mehr als 40 Jahren ist Mercy Ships in über 55 Entwicklungsländern tätig gewesen und bietet in 10 von 12 Monaten pro Jahr kostenlose Operationen und Behandlungen für die Armen an. Qualifizierte Fachleute aus der ganzen Welt engagieren sich ehrenamtlich und tragen entscheidend zu unserem programmatischen Erfolg bei. Wo auch immer wir im Einsatz sind, ist unsere oberste Priorität die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Patienten und unserer Mitarbeiter.

Wir arbeiten unaufhörlich daran, die Sicherheit aller Mitglieder der Crew und aller unserer Leistungsempfänger zu gewährleisten. Alle Mitarbeiter verpflichten sich, einen strengen Verhaltenskodex zu folgen. Dieser schließt auch eine besondere Richtlinie zum Schutz von Kindern ein. Darüber hinaus sorgt Mercy Ships dafür, dass an jedem Standort ein designierter Kinderschutzbeauftragter zur Verfügung steht. Außerdem überwacht Mercy Ships die Umsetzung vor Ort ständig.

Alle Verfahren und Richtlinien, die das Wohlergehen und den Schutz aller Ehrenamtlichen und Leistungsempfänger regeln, werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls verbessert. Schließlich verfügt Mercy Ships über eine internationale Task Force, die darüber wacht, dass die Organisation die höchsten Verhaltensstandards erfüllt.

Mercy Ships orientiert alles Handeln an seinen Grundwerten:

Wir streben danach, Gott zu lieben

Wir streben danach, unseren Nächsten zu lieben und ihm praktisch zu dienen

Wir streben nach Vertrauenswürdigkeit und Transparenz

Wir streben nach Professionalität in allem, was wir sagen und tun

Danke für Ihre Unterstützung unserer Arbeit! Gemeinsam arbeiten wir darauf hin, dringend nötige, lebensrettende chirurgische Eingriffe und fehlende medizinische Betreuung zu leisten und damit dazu beizutragen, dass das Elend und das Leid, dass allein aus extremer Armut erwächst, zu bekämpfen.

Über die Herausforderung, Patienten für Operationen auszuwählen

Kranke in Douala, Kamerun, warten darauf, untersucht zu werden. Sie hoffen für eine Operation auf der Africa Mercy in Frage zu kommen.

Die richtigen Patienten für eine Operation auf der Africa Mercy auszuwählen ist gar nicht so einfach. Jedes Jahr warten und hoffen tausende Kranke darauf, für eine Operation ausgewählt zu werden. Dafür finden mehrere Voruntersuchungen statt. Den Patienten soll es leichter gemacht werden, zu diesen Untersuchungen anzureisen, außerdem sollen medizinische Fachkräften besser in die Lage versetzt werden, diese Vorauswahl durchführen zu können. Mercy Ships musste dafür eine Lösung finden. Die Antwort war die hauseigene Entwicklung einer mobilen Screening-App.

Kranke in Douala, Kamerun, warten darauf untersucht zu werden. Sie hoffen darauf, für eine Operation auf der Africa Mercy in Frage zu kommen.

Untersuchungsangebot für alle Kameruner

Auf Wunsch der kamerunischen Regierung sollten bei diesem Einsatz von Mercy Ships alle zehn Regionen des Landes gleichberechtigt vertreten sein. Das heißt, dass auch die Bewohner derjenigen Landstriche, die weiter entfernt von der Küste liegen, die Möglichkeit einer Untersuchung in ihrer lokalen Nähe erhalten. Das würde die Art und Weise, wie Patienten für die OPs ausgewählt werden, revolutionieren. Bislang mussten die Kranken unter Umständen lange Wege auf sich nehmen, um dorthin zu gelangen, wo die Untersuchungen und die Vorauswahl für Operationen stattfinden. Dieses Mal haben sich die Regierung wie auch Mercy Ships gleichermaßen darum bemüht, die Voruntersuchungen durchzuführen. Das entlastet die Kranken, die versuchen, das Schiff zu erreichen, was in vielen Fällen leider nicht möglich ist, sei es wegen Geldmangel, durch Abwesenheit der Familie oder weil sich die Entstellten nicht trauen, ihr Versteck zu verlassen.

In Zusammenarbeit mit der Regierung konnte Mercy Ships dreißig einheimische Ärzte mit Mobiltelefonen versorgen und im Umgang mit der Software schulen. Diese Fachleute durchsuchten das ganze Land vor der Ankunft des Schiffes nach Menschen, die von einer Operation profitieren könnten. So wurden über elftausend potenzielle Patienten nach der ersten fünfwöchigen Untersuchungsperiode registriert. Diejenigen, die keine Möglichkeit für eine Reise zum Schiff nach Douala hatten, wurden über alternative Hilfsmöglichkeiten informiert, sofern diese vorhanden sind.

Mit der neuen App auf dem Smartphone kann die Vorauswahl der Patienten im ganzen Land besser durchgeführt werden.

Neue App bietet neue Möglichkeiten

Mit der neuen App auf dem Smartphone kann die Vorauswahl der Patienten im ganzen Land besser durchgeführt werden.

Nate Claus, Leiter der Voruntersuchungen, war an der Entwicklung der App zusammen mit dem Softwareanbieter Zerion iFormbuilder beteiligt. Er glaubt, dass die App dazu beigetragen hat, dem Wunsch der Regierung nach mehr Chancengleichheit im ganzen Land entgegenzukommen: "Ich war wirklich beeindruckt von der lokalen Regierung, was Qualität und Fairness angeht und was sie für richtig hält, da es mit unseren Werten hier bei Mercy Ships übereinstimmt. Die neue Software, die wir nun benutzen, liefert weitaus mehr Daten, so dass wir sehen können, dass 90 Prozent der chirurgischen Patienten von außerhalb der Hafenstadt kommen. Dadurch ist auch eine Datenbank über die Bedürfnisse der Kranken entstanden, die wir vorher nicht hatten." Dies ermöglicht eine bessere Analyse des aktuellen Gesundheitszustandes der Kameruner. Nate Claus hofft, dass sie vom Gesundheitsministerium für Überweisungen an andere Nichtregierungsorganisationen genutzt wird.

Für Victor ist die App der erste Schritt zur Veränderung seiner Zukunft. Sie hat es ihm ermöglicht, schon lange vor der Ankunft der Africa Mercy als möglicher Patient für eine Operation ausgewählt zu werden. Seine demographischen Daten, seine Krankengeschichte und Fotos von ihm wurden erfasst und an ein Team von medizinischen Fachleuten an Bord geschickt. Sie wählten ihn wiederum als Patienten für die zweite Phase der Voruntersuchung aus. Das hat ihm Zeit, Geld und eine unnötige Reise zur ersten Voruntersuchung erspart.

Die Digitalisierung eines Teils des Voruntersuchungs-Prozesses hat es Mercy Ships ermöglicht, ein weites Netz zu bilden, um Personen zu erreichen, die sonst keinen Zugang zur Unterstützung hätten. Dank der Entwicklung dieser App ist der Auswahlprozess patientenfreundlicher und effektiver für die Menschen, denen Mercy Ships dienen will. Hospital Director Corné Blom erkennt das Potenzial der App und bezeichnet sie als "wegweisende Technologie": "Wir sind sehr gespannt, wie diese App unseren Auswahlprozess verändern wird. Das ist die Zukunft."


31. Januar 2018

Weihnachtssterne der Hoffnung

Benefizaktion in Bretten zugunsten kranker Kinder auf der Africa Mercy

Der von den Kindern der Hector Akademie Bretten mit viel Liebe in Handarbeit hergestellte Schokolikör.

Weihnachten – Plätzchenduft, Weihnachtsmarkt, Familientreffen und ein strahlender Christbaum. Was für eine schöne Zeit! Wir feiern mit vielen Menschen rund um den Globus dieses Fest, allerdings gerät der christliche Sinn des Fests vor lauter Trubel und schönen Päckchen unter dem Weihnachts-baum zuweilen leicht in Vergessenheit: Hoffnung und Liebe durch die Menschwerdung Christi.

Liebe und Hoffnung schenken

Liebe und Hoffnung weiter zu schenken, das sollte unser Anliegen sein. Unter dem Motto „Schenken und Spenden - ein Weihnachtsstern der Hoffnung“ machten sich auch in diesem Advent einige Schüler/innen der Hector-Kinderakademie Bretten daran, diese Hoffnung lebendig werden zu lassen. Zusammen mit ihrer Dozentin Dr. Monika Barton stellten sie in großen Mengen köstlichen Weihnachts-Schokolikör her und füllten ihn in Stern- und Tannenbaumflaschen ab, welche sie hübsch verziert im Freundes- und Verwandtenkreis zum Verkauf anboten. Zuvor hatten die Kinder in ihrem Kurs „Eine kleine Reise rund um die Welt – wie Kinder hier und anderswo leben“ viel über die desolaten Lebensumstände von Kindern in Westafrika erfahren. Sie waren sofort begeistert von der Idee, eine OP für ein Kind mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte mitzufinanzieren, denn betroffene Säuglinge können oft nicht richtig an der Mutterbrust saugen, ihnen droht Unterernährung oder gar Schlimmeres.

Damit ein Kind mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ähnlich wie dieses operiert werden kann, dafür soll der Erlös des Schokolikörs dienen.

Zusammen mit dem freundlichen Engagement der Brettener Buchhandlung Kolibri, die unabhängig von der Kinderaktion ebenfalls den Weihnachtslikör zum Verkauf anbot, um Kindern in Afrika eine neue Chance zu geben, kamen bei der Benefizaktion rund 800 Euro zusammen.

An dieser Stelle gilt allen fleißigen Kindern, dem engagierten Kolibri-Team unter der Leitung von Ulrike Müller sowie allen spendablen Käufern ein herzliches Dankeschön!

Dr. Monika Barton
Dozentin Hector-Kinderakademie/Bretten, im Dezember 2017

Für Einzelne die Welt verändern

Dramaturgin besucht Mercy Ships für ein neues Theaterstück

Maria Isabel Hagen, Dramaturgin und Öffentlichkeitsreferentin beim „Brachland Ensemble“, berichtet von ihren eindrücklichen Erlebnissen bei Mercy Ships. Anfang September hatte sie die Africa Mercy in Kamerun besucht, um für ein neues Theaterstück mit dem Titel "Revolution - Alles wird gut" zu recherchieren. es wird am 10. November 2017 in Aachen uraufgeführt. Notizen aus ihrem Reisetagebuch:

Maria Isabel Hagen (rechts) mit Sarah Scheible, die sie für das Theaterstück interviewt hat. Foto: Hagen

Mercy Ships hat mich als „Media Guest“ eingeladen, ich werde insgesamt vier Tage an Bord in Kamerun verbringen. Zusammen mit meinem Kollektiv aus freien Theaterschaffenden, dem „Brachland-Ensemble“, bin ich nun seit einem Jahr auf der Suche nach Projekten und Einzelpersonen, die sich für eine Verbesserung der Welt einsetzen. Für unser dokumentarisches Theaterstück „Revolution - Alles wird gut“ sind wir weltweit unterwegs und interviewen Menschen zu ihrer Arbeit und dazu, wie sie glauben, dass sich die Welt verändert. Für Mercy Ships ist mein Besuch ungewöhnlich, es war noch nie jemand vom Theater da, in den vorhergehenden Skype Telefonaten stelle ich fest: Wir sind alle ein bisschen aufgeregt.

An Bord werde ich wie ein Crewmitglied empfangen: Ich bekomme eine Karte, mit der ich mich selbstständig an- beziehungsweise abmelden kann. Außerdem habe ich meine eigene Kabine, die ich alleine bewohne (8-Bettzimmer entsprechen eigentlich dem Standard). Dort liegen Kekse auf meinem Kopfkissen, an der Tür hängt ein Willkommensgruß. Die Klimaanlage scheint seit Tagen eifrig bei der Sache zu sein, sie hat aus meinem Zimmer einen Eisschrank gemacht. Meine Fenster sind zugeschraubt, erlauben aber einen malerischen Blick auf das Industriegebiet am gegenüberliegenden Ufer.

Viele Wiederholungstäter

Maria Isabel Hagen mit Silke Kessing (rechts), die sie ebenfalls für das Theaterstück interviewt hat. Foto: Hagen

Bei der anschließenden Führung werde ich jedem Crewmitglied, dem wir begegnen, vorgestellt. Das Schiff ist riesig. Es hat acht Etagen mit insgesamt fünf OP Sälen. Beim Abendessen sitze ich mit einer größeren Gruppe von Deutschen zusammen. Es sind ausschließlich Frauen. Insgesamt überwiegt der Frauenanteil auf dem Schiff. Auf meine Nachfrage hin, warum das so sei, wird mit den Schultern gezuckt. Der Beruf der Krankenschwester, und davon brauche es viele bei Mercy Ships, sei eben einer, der überwiegend von Frauen ausgeführt werde. Wie ist es, zurückzukommen, wenn man zum Beispiel länger als drei Monate unterwegs war? Das sei nicht leicht. „Umgekehrter Kulturschock" nennt man das, wenn man zuerst von der Kultur eines fremden Landes geschockt sei und dann erst recht von der eigenen, nachdem man sich in das Fremde eingelebt hat und dann nach Hause zurückkommt. Das einzige, was dagegen helfe, sei wiederum auf das Schiff zurück zu kommen. „Viele Leute, die bei Mercy Ships angefangen haben, sind Wiederholungstäter", sagt Silke, Pflegerin in der Anästhesie, lächelnd.

Was kann ich aushalten?

Eindruck aus dem OP, während der zwölfjährige Junge an seinen Beinen operiert wird. Foto: Hagen

Dann komme ich zum ersten Mal mit in den OP. Als ich gefragt werde, wie „blutfest“ ich bin, also, was ich zu sehen aushalte, erzähle ich munter, dass ich mal in einem OP bei einem Gynäkologen gearbeitet habe (das ist allerdings mittlerweile gut zehn Jahre her). Im OP beschreibt mir der Arzt anhand von Knete, wie er bei dem ersten Patienten vorgehen wird. Es handelt sich um einen zwölfjährigen Jungen, dessen Beine komplett verdreht sind. Auf einem Video ist zu sehen, wie er läuft: O-beinig und schwerfällig wie ein alter Mann schiebt er sich nach vorne, dabei zeigen seine Füße genau in die andere Richtung, trotzdem lächelt er in die Kamera.

Der Arzt erklärt, dass diese Verformungen nichts typisch Afrikanisches sind, es gebe sie ebenso in Europa oder den Vereinigten Staaten. Nur würden dort solche Verformungen früh erkannt und sofort behandelt, so dass man die Veränderungen der Beine, in dem Ausmaße wie wir sie hier antreffen, zu Hause nie zu Gesicht bekäme. Sachlich beschreibt er mir, wie er dem Jungen beide Knochen unterhalb der Knie durchsägen, drehen und wieder annähen wird. Bei mir dreht sich plötzlich auch alles. Ich habe Sorge, dass ich mich mit meinen OP Erfahrungen eventuell etwas weit aus dem Fenster gelehnt haben könnte. Doch da wird der Patient schon hereingetragen. Ich versuche unauffällig, mich in der Nähe der Tür aufzuhalten. Seine Beine können ohne Komplikationen neu ausgerichtet werden. Beim Teil mit der Säge schleiche ich mich aber doch raus.

Fröhlich mit Klumpfüßen Fußball spielen

Sie haben Grund zur Freude und zur Zuversicht: Die Orthopädie-Kinder aus dem Hope-Center.

Im Hope Center, in dem die Patienten außerhalb des Schiffes untergebracht sind, spielen die Kinder in einer großen Gruppe, sie verstecken sich voreinander und machen mit ihren total verdrehten Beinen und ihren Klumpfüßen sogar Wettrennen. Beim Beobachten der spielenden Kinder fällt mir auf, wie ich sie durch meine persönliche Maske des Bedauerns angeschaut habe. Ich bin regelrecht überrascht davon, wie fröhlich und ausgelassen die Kinder sind. Die Antwort auf meine Frage, was sie am liebsten spielen, ist ausnahmslos „Fußball“, ganz egal, ob die Fußsohlen zum Himmel zeigen oder die Knie in die andere Richtung geknickt sind.

Kann eine einzelne Person die Welt ändern? Sicher nicht. Auf dem Schiff sagt man mir: „Ein Mensch kann für eine andere Person die Welt ändern.“ Lohnt sich das? Verformte Beine liegen häufig an einer Mangelernährung, die bakteriellen Infektionen könnten ganz einfach mit Penicillin behandelt werden. Macht es nicht Sinn, die Ursachen zu bekämpfen? Sollte man nicht eher an der Wurzel ansetzen? Bestimmt, das sollte man. Trotzdem lohnt es sich, den Grauen Star einer 45-jährigen zu behandeln und ihre getrübte Linse auszutauschen. Dadurch ist sie nicht mehr auf die dauernde Hilfe ihrer Kinder angewiesen. Darüber hinaus gibt es den Einzelnen eine eigene Lebensqualität und Würde zurück. Lohnt es sich also? Ja, für jeden Einzelnen.

Maria Isabel Hagen

Das Brachland-Ensemble, 2011 gegründet, ist eine freie Gruppe professioneller Theater- und Kulturschaffender aus den Bereichen Schauspiel, Performance, Tanz und Film. Ihre Projekte entstehen im Spannungsfeld von Darstellender Kunst, Dokumentation und Installation und werden in wechselnden Konstellationen erarbeitet. Projektbezogen stoßen KünstlerInnen aus weiteren Bereichen hinzu.

Das dokumentarische Theaterstück „Revolution - Alles wird gut“, in dem auch Mercy Ships vorkommt, wird am 10. November im Theaterhaus Aachen seine Premiere feiern. Weitere Vorstellungen in Nürnberg und Kassel sind aktuell bis April 2018 geplant. Weitere Infos zu Terminen hier

Foto im Header: Orthopädie-Patienten im Hope-Center in Kamerun
Index-Foto: Maria Isabel Hagen mit Teammitgliedern von Mercy Ships. Foto: Hagen
Veröffentlicht am 27.10.2017

bringt Hoffnung und Heilung...