Ein Abend mit Mercy Ships

Informationsveranstaltung in Bremen begeistert Besucher

15.10.2012

Was macht Mercy Ships eigentlich? Wie und warum? Das waren die Fragen, um die sich vergangene Woche unser Informationsabend in der Bremer Kreuzgemeinde drehte. Zahlreiche Gäste folgten unserer Einladung um einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen und sowohl die Arbeit als auch die Menschen hinter Mercy Ships kennenzulernen.

Trotz schlechter Witterung und einer entsprechend widrigen Verkehrslage ließen sich die insgesamt 135 interessierten Gäste den Mercy Ships Informationsabend in der Kreuzgemeinde Bremen nicht entgehen. Über Ankündigungen im Radio und in den lokalen Zeitungen waren viele von ihnen auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und hatten sich für eine Teilnahme angemeldet. So kamen die Gäste über den Großraum Bremen hinaus teilweise aus weit entfernten Regionen angereist, um zu erfahren, was sich hinter Mercy Ships verbirgt.

Eröffnet wurde der offizielle Teil des Abends von dem Bremer Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und Vorstandsmitglied von Mercy Ships Deutschland, Dr. Lür Köper. Seit nunmehr zwanzig Jahren ist Dr. Köper regelmäßig für Mercy Ships im Einsatz. In diesem Jahr blickt er außerdem auf seine 30-jährige Karriere als Facharzt zurück. Dieses Doppeljubiläum war Anlass für eine eigens anberaumte Mercy Ships Pressekonferenz am Vortag unseres Informationsabends.

Die weiteste Anreise hatte aber wohl Lür Köpers Berufskollege und Freund Dr. Gary Parker hinter sich. Wir haben uns sehr gefreut, den Chefarzt der Africa Mercy als Ehrengast und Redner bei unserem Infoabend begrüßen zu dürfen. Dr. Parker, der seit 25 Jahren auf unseren Hospitalschiffen lebt und arbeitet, ließ sich während eines kurzfristigen Aufenthalts in Europa die Gelegenheit nicht entgehen, unserer Einladung nach Bremen zu folgen. Wie kein anderer weiß er über die Arbeit von Mercy Ships, die Schicksale der Hilfsbedürftigen und die Hoffnung zu berichten, die die Hilfe der Einsatzkräfte auf der Africa Mercy zu den Ärmsten bringt.

In einem beeindruckenden Vortrag brachte Dr. Parker einem sichtlich ergriffenen und gefesselten Publikum seine Erfahrungen näher. Die tiefgreifendste Einsicht aus seiner Zeit an Bord: „Wenn Hoffnung in der Zukunft glaubhaft werden soll, muss sie greifbar in der Gegenwart sein. Sie muss in der Gegenwart gefühlt werden können. Das ist es, was passiert, wenn Menschen auf dem Schiff behandelt werden. Hoffnung wird greifbar. Durch die Hoffnung, die sie in der Gegenwart erlebt haben, können die Menschen an eine Zukunft glauben.“

In spannenden und gleichsam informativen Vorträgen nahmen die Redner des Abends die Gäste mit auf eine Reise durch die Welt von Mercy Ships. Insbesondere ging es dabei darum, einen umfassenden Eindruck zu vermitteln von der Arbeit von Mercy Ships und vom Leben an Bord eines Hospitalschiffs. Im Blickfeld standen aber auch die Schicksale der Menschen, die in westafrikanischen Ländern mithilfe hunderter ehrenamtlicher Einsatzkräfte jedes Jahr verändert werden können.

Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland, wandte sich in seinem Vortrag den eingangs gestellten Fragen zu und machte deutlich, was Mercy Ships tut, wie die Hilfe aussieht und warum Mercy Ships sich dazu verpflichtet fühlt, zu helfen. In ihren anschaulichen Erlebnisberichten teilten anschließend die beiden ehemaligen Einsatzkräfte, Sönke Hauschild und Anna Benthien mit den Zuhörern ihre eigenen Erfahrungen auf dem größten privaten Hospitalschiff der Welt.

In begeisterter Stimmung verfolgten die Gäste den Abend. In der Pause konnten sie sich nicht nur am Fingerfood-Büffet stärken oder an den Mercy Ships Verkaufs- und Infoständen Souvenirs aus Westafrika oder Informationsmaterial durchstöbern. Viele suchten das angeregte Gespräch mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern oder freuten sich über die Gelegenheit, ehemalige Kollegen aus dem Einsatz wieder zu treffen.

Musikalisch eingerahmt war der Abend von einem fantastischen Auftritt des Bremer Gospelchors „Doi La Africa“. Von ihrer lebendigen Mischung aus traditionellen und christlichen afrikanischen Liedern ließ sich das Publikum nur allzu gerne mitreißen.

Ein rundum gelungener Abend ging zu Ende. Mit zutiefst bewegten Gästen, alten und auch neuen Freunden. Unser besonderer Dank gilt Pastor Reiner Morawe von der Kreuzgemeinde Bremen und seinen Mitarbeitern für die wunderbare Unterstützung.

Das OP-Schiff
Neue TV-Serie auf NatGeo People zeigt Ärzte bei ihrer lebensrettenden Mission auf der Africa Mercy. Mittwochs um 20:15 Uhr. mehr »
bringt Hoffnung und Heilung...
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