Etwas bewegen können

19.06.2015

Erst seit Kurzem pensioniert, suchte Dr. Gayed weiterhin nach Herausforderungen und Möglichkeiten, Menschen mit seinen Fähigkeiten und seiner Expertise zu einem neuen Leben ohne Leiden zu verhelfen.

Motiviert vom Leitbild der Nächstenliebe, bewarb sich Nabil daher für einen Kurzzeiteinsatz bei Mercy Ships an Bord der Africa Mercy, um Hoffnung und Heilung zu Menschen in Togo zu bringen. Nach seiner Rückkehr berichtet er von seinen Eindrücken auf dem Schiff, das zurzeit im Hafen von Lomé in Togo ankert:

„Für die 25 Tage, die ich auf der Africa Mercy verbrachte, übernahm ich die Arbeit des Allgemeinchirurgen an Bord. Ein buntgemischtes, freundliches und ebenso hochqualifiziertes Team erwartete mich bei meiner Ankunft.

Ich traf Freiwillige aus vielen Teilen der Welt, überwiegend aus den USA, Holland, der Schweiz, Deutschland, Irland, Australien und aus Togo, die auf der Afrika Mercy zusammengekommen waren, um in lang-, oder auch kurzfristigen Einsätzen, mit Mercy Ships zu arbeiten.

Von Anfang an war es für mich beeindruckend zu sehen, welch eine Vielzahl von Spezialoperationen, über die Allgemeinchirurgie hinaus, an Bord der Afrika Mercy geleistet werden können. Angeborene Missbildungen, Tumore und Wucherungen werden operiert sowie plastische chirurgische Eingriffe durchgeführt.

Allgemeinmediziner auf dem Schiff kümmern sich um alle anderen medizinischen Probleme der Patienten. Sie betreuen die verschiedenen, in afrikanischen Ländern oft typischen Krankheitsbilder, denen die Menschen zusätzlich ausgesetzt sind. Viele kämpfen mit Malaria, HIV, Anämie oder ähnlichen Leiden.

Fünf Tage die Woche begann mein typischer Arbeitstag um 8.30 Uhr morgens und endete gegen 16.30 Uhr am Nachmittag. Zweimal am Tag führte ich eine Visite durch. Ich bin noch heute begeistert davon, wie unkompliziert dabei die Arbeit mit den Kollegen, Krankenschwestern und Übersetzern von der Hand ging.

Leisten- und Wasserbrüche bei Kindern und Erwachsenen waren während meiner Zeit an Bord die häufigsten allgemeinchirurgischen Fälle, die ich behandelt habe. Aber auch zahlreiche Weichteil- und einige Brusttumoroperationen konnten wir in den Operationsräumen auf dem Schiff erfolgreich durchführen.

Die Arbeit an Bord der Africa Mercy ist für die Menschen in Togo oft die einzige Chance, medizinische Versorgung und vor allem Spezialbehandlungen und damit die Hoffnung auf ein neues Leben zu erhalten. Da Mercy Ships kein Geld für die ärztliche Hilfe auf dem Schiff verlangt, werden prinzipiell die Menschen behandelt, die sich einen Arztbesuch sonst nie leisten könnten.

Die herzliche Umgebung, die neuen Freunde, die ich gefunden habe und die Dankbarkeit der Patienten machten die Arbeit an Bord der Africa Mercy so besonders.

Mercy Ships ist für mich zu einer besonderen Möglichkeit geworden, Gott zu dienen und die Erfahrung zu machen, etwas im Leben einer hilfsbedürftigen, verarmten und dankbaren Bevölkerung bewegen zu können.“

bringt Hoffnung und Heilung...
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