Freude und Frohsinn beim Freundestreffen 2011

Impressionen aus der Sicht eines Teilnehmers

17.06.2011

Mercy Ships Deutschland hatte zum dritten Freundestreffen nach Kaufbeuren im schönen Allgäu eingeladen. Und sage und schreibe 126 kamen. Viele von ihnen nahmen weite Wege in Kauf. Ehrenamtliche Helfer, Sponsoren, Förderer, Spender - Freunde. Manche mit Schiffserfahrung, andere zum ersten Mal dabei. Alle waren in der Erwartung gekommen, alte Freunde wiederzutreffen, neue kennenzulernen und natürlich auch Interessantes und Aktuelles über die Arbeit von Mercy Ships zu erfahren.

Sie wurden nicht enttäuscht. Denn das Team von Mercy Ships Deutschland hatte ein Programm vorbereitet, das den Wünschen ihrer Gäste gerecht wurde. Alles war perfekt organisiert, von Teilnehmerlisten und Namensschildern, einem Infotisch, Programmzetteln, einer Kinderbetreuung bis hin zur prächtigen seemännisch anmutenden Bühnen- und Tischdekoration im Festsaal.

Am Pfingstsamstagnachmittag traf man sich zum gemeinsamen Kaffeetrinken im Germaringer Hof nahe Kaufbeuren. Das daran anschließende Abendprogramm wurde durch eine Lobpreisgruppe der Vineyard-Gemeinde Landsberg Lech eingeleitet. Deren sieben aus Togo stammende Sänger und Trommler in zünftiger Kleidung sorgten für die richtige Einstimmung auf Afrika.

Nach der Begrüßungsansprache von Wolfgang Groß, dem Vorsitzenden von Mercy Ships Deutschland, stellten sich die Mitarbeiter vor und Dr. Annette Frick und Esther Blaum, gerade von Einsätzen auf der Africa Mercy zurückgekehrt, wurden interviewt. Ebenso erlebten die Teilnehmer eine ermutigende Botschaft von Deyon Stephens, die mit ihrem Mann aus den USA angereist war.

Dann berichtete Udo Kronester, ergänzt durch eine Diaschau, ausführlich und anschaulich über die Arbeit der Africa Mercy. So nahm er die Anwesenden mit hinein in das weite Feld der anscheinend hoffnungslos Erkrankten und der lebensrettenden Operationen an Bord. Alle waren ergriffen, als er schilderte, wie über tausend Afrikaner, die um das ersehnte OP-Terminkärtchen Schlange standen, ein von einem Tumor entstelltes Mädchen über ihre Köpfe weg nach vorne hoben. Die eindrucksvolle Übersicht wurde durch die Uraufführung des deutschsprachigen Films „Die Hilfe kommt übers Meer“ weiter vertieft.

Ines Kronester, die mit ihrem Mann und zuletzt vier Kindern viele Jahre auf der Caribbean Mercy, der Anastasis und der Africa Mercy verbracht hatte, schilderte ihre Erfahrungen und fokussierte diese besonders auf die Kinderbetreuung an Bord und an Land.

Nach dem ausgezeichneten Abendessen und einem weiteren Auftritt der sympathischen afrikanischen Musiker sprach Don Stephens, der vor 34 Jahren Mercy Ships gegründet hatte. Er hielt keinen Vortrag, sondern gab Gelegenheit, ihm Fragen zu stellen, die er dann ausführlich und sehr konkret beantwortete. Besonders dankbar war er für die Frage, ob Mercy Ships sich inzwischen wie viele andere nur noch als „humanitäres Hilfswerk“ sehe. Don Stephens legte ein klares Bekenntnis dazu ab, dass Mercy Ships weiterhin dem Vorbild Jesu folge. „Nicht der Welt, ihm wollen wir gefallen. Und was wir tun, wollen wir gut tun.“ Er betonte auch, dass sich das Wirken von Mercy Ships in Afrika noch mehr als bisher auf die Ausbildung einheimischer Fachkräfte konzentrieren würde.

In einer Andacht am Pfingstsonntagmorgen vertiefte Udo Kronester seine Ausführungen vom Vortag unter dem Aspekt der sehr unterschiedlichen Weltanschauung in Afrika und der westlichen Welt. Er machte dabei unter anderem deutlich, dass es für wegen ihrer Missbildungen aus der Gemeinschaft ausgestoßene Afrikaner unfassbar sei, dass sie von anderen Menschen gesucht und angenommen werden. Dass sie wertvoll sind. Dieses andere Weltbild nehmen viele geheilte Patienten mit zurück in ihre Dörfer und wirken auf diese Weise als Katalysatoren für ein Umdenken, wo bisher oft eine lieblose zerstörerische Geisterwelt herrschte. Udo Kronester nannte als positives Beispiel die feststellbare geistige Erneuerung in Uganda.

Zum Schluss der gelungenen Veranstaltung – allen, die dazu beigetragen haben, sei herzlich gedankt! – bot Mercy Ships Deutschland seinen Gästen noch einen Busausflug mit der Möglichkeit zum Wandern und zu einer Schiffsfahrt auf dem Forggensee bei Füssen. Vielfältiges Gebet hatte dafür „gesorgt“, dass statt der angekündigten Regenschauer am Pfingstsonntag strahlender Sonnenschein herrschte.

Mein Fazit: Ein gelungenes gesegnetes Freundestreffen!

Das OP-Schiff
Neue TV-Serie auf NatGeo People zeigt Ärzte bei ihrer lebensrettenden Mission auf der Africa Mercy. Mittwochs um 20:15 Uhr. mehr »
bringt Hoffnung und Heilung...
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