Fünf Monate Hilfe von Mercy Ships in Togo

Ein Einsatz in Zahlen

17.07.2012

Am 5. Januar diesen Jahres erreichte die Africa Mercy ihr Einsatzland Togo. Nicht zum ersten Mal machte unser Hospitalschiff in dem westafrikanischen Land fest, um den Ärmsten medizinische Versorgung zu bringen. Knapp ein halbes Jahr später wurde der Einsatz erfolgreich abgeschlossen. Werfen Sie mit uns einen Blick zurück auf die vergangenen Monate in Zahlen und gewinnen Sie einen Eindruck von der Hilfe, die Mercy Ships den Bedürftigen in Togo 2012 gebracht hat.

„Mercy Vision“ ist ein Programm, das in Togo dazu beigetragen hat, behandelbare Formen von Blindheit infolge von grauem Star unter der Bevölkerung zu verringern. Im Rahmen dieses Programms wurden 794 Kataraktoperationen durchgeführt. Darüber hinaus erhielten drei togolesische Augenchirurgen eine qualifizierte Fortbildung in ihrem Fachbereich.

In einer Zeitspanne von nur vier Monaten fanden beeindruckende 315 Operationen im Bereich der Kiefer- und Gesichtschirurgie statt. Dazu gehörten auch 34 Korrekturen von Lippen- und/oder Gaumenspalten. Drei togolesische Kiefer-Gesichtschirurgen wurden von dem Mercy Ships Chirurgen Dr. Gary Parker bei ihrer Arbeit im Operationssaal unterwiesen.

Das Programm „Reconstructing Hope“ (deutsch: „wiederherstellen der Hoffnung“) hat mit 72 plastischen, wiederherstellenden Spezialoperationen das Leben von 61 Patienten grundlegend verändert. Einschränkungen im Alltag oder kulturelle Ächtung durch Fehlbildungen oder Tumorwucherungen stellen so für sie nicht länger einen Einschnitt in ihrem Leben dar. Beinahe 1.000 Einheiten von Physio- und Ergotherapie wurden darüber hinaus durchgeführt.

Im allgemeinchirurgischen Bereich machten Herniaoperationen den größten Anteil aus. 222 Erwachsene und 49 Kinder konnten dadurch von ihren Beschwerden befreit und vor einer möglicherweise lebensbedrohlichen Verschlechterung ihres Zustands bewahrt werden.

Frauen in Westafrika, die unter vesikovaginalen Fisteln leiden, fristen ein menschenunwürdiges Dasein. Im Rahmen einer Initiative von Mercy Ships, die auf eine allgemeine Verbesserung des Gesundheitszustands von Frauen in Westafrika abzielt, konnten 49 Frauen operiert werden, die unter Inkontinenz durch eine Scheidenfistel litten. Spott und Ausgrenzung, die ihr Zustand auf sie gezogen hatte, gehören der Vergangenheit an. Die meisten der Frauen können jetzt zu einem normalen Leben mit ihren Familien zurückkehren.

Nachdem Mercy Ships 2010 schon einmal in Togo im Einsatz war, bot sich nach der Rückkehr in diesem Jahr die Gelegenheit, bei ehemaligen Patienten eine Nachuntersuchung durchzuführen. 32 Patienten, die vor zwei Jahren plastische chirurgische Operationen erfahren hatten, wurden untersucht. Sechs von ihnen bekamen dieses Jahr eine zusätzliche Behandlung. Ebenso wurden 86 ehemalige Patienten untersucht, die orthopädisch behandelt worden waren. Von ihnen erhielten 28 eine Nachbehandlung, darunter eine Operation, bei der einem Patienten acht orthopädische Platten entfernt wurden, die ihm 2010 eingesetzt worden waren.

Im Rahmen des zahnmedizinischen Programms „Togo Smiles“ (deutsch: „Togo lächelt“) wurden 9.688 Dentalbehandlungen bei 4.649 Personen durchgeführt. An Schulen wurden Aufklärungsprojekte zu grundlegender Mundhygiene angeboten. Darüber hinaus wurden 150 Gefangene einer örtlichen Haftanstalt von Zahnärzten versorgt. Zwei Tage lang hatten außerdem 200 Flüchtlinge im Flüchtlingslager „Peace“ die Gelegenheit, sich zahnmedizinisch behandeln zu lassen.

Eines der vorrangigen Ziele von Mercy Ships, ist die Vermittlung von Fachwissen und dadurch die Fortbildung von einheimischen Fachkräften geworden. In verschiedenen Workshops, durch Beratung und Training profitieren etwa 2.500 Gemeinde- und Kirchenleiter, Angestellte im Gesundheitswesen und landwirtschaftliche Ausbilder von den Fortbildungsmaßnahmen von Mercy Ships. Das Wissen, das sie sich dadurch aneignen konnten, trägt dazu bei, eine dauerhafte Versorgung in den unterschiedlichsten Bereichen in Togo sicherzustellen, auch lange nachdem die Africa Mercy das Land wieder verlassen hat.

Darüber hinaus hat Mercy Ships einen Beitrag dazu geleistet, die Infrastruktur in Togo zu verbessern. So wurden in zwei Einrichtungen zur Gesundheitsversorgung dringend notwendige Renovierungsarbeiten ermöglicht. Außerdem konnte umfangreiches Ausstattungsmaterial an verschiedene Institutionen, wie Kliniken, Hospitäler, Schulen, Kirchen und an staatliche Einrichtungen gespendet werden. Dazu gehörten unter anderem chirurgische Bedarfsgüter, Rollstühle und Gehhilfen, Bild- und Tongeräte, Bücher, Videos, Betten und Computer.

Schließlich freuen wir uns auch darüber, dass wir über 12.000 Menschen in Togo mit dem Wort Gottes bekannt machen konnten.

Wie werden all diese beeindruckenden Zahlen möglich? Sie werden in erster Linie möglich durch die finanzielle Unterstützung unserer Spender sowie die engagierte und qualifizierte Crew an Bord der Africa Mercy. Aber auch die Mitarbeiter in den Länderbüros von Mercy Ships in der ganzen Welt und im internationalen Hauptquartier in Texas, USA, tragen mit ihrem Einsatz dazu bei, den Menschen in Afrika Heilung und Hoffnung zu bringen.

Das OP-Schiff
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bringt Hoffnung und Heilung...
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