Hoher Staatsbesuch auf dem Hospitalschiff

Kongolesischer Präsident begrüßt den humanitären Einsatz von Mercy Ships in der Republik Kongo

26.03.2015

Kongolesischer Präsident mit Don Stephen, Gray Parker und Patientin

Während seines Besuchs auf dem Hospitalschiff „Africa Mercy“ in Pointe-Noire lobte Präsident Denis Sassou Nguesso am Montag die humanitäre Arbeit der internationalen Nichtregierungsorganisation Mercy Ships. Im Rahmen dieser Arbeit konnten in der Republik Kongo während der letzten sieben Monate bereits 1.845 Patienten erfolgreich operiert werden.

Insgesamt wurden 3.872 Patienten aus den zwölf Regierungsbezirken des Landes mit Unterstützung der Edith Lucie Bongo Ondimba Stiftung (FELBO) ausgewählt. Die bisher durchgeführten 1.845 Operationen setzen sich zusammen aus 778 Eingriffen aus dem Bereich Augenchirurgie, 431 chirurgischen Eingriffen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich, 318 allgemeinen Eingriffen, 207 plastischen und wiederherstellenden chirurgischen Eingriffen, 78 orthopädischen und 33 gynäkologischen Eingriffen.

„Jeder im Raum spürte die tiefen Emotionen. Wir haben Krankheitsbilder gesehen, die mir die Sprache verschlagen haben. Ich glaube, dass Mercy Ships durch diesen Einsatz im Kongo eine hohe Stufe der Humanität erreicht hat und viele Menschen dadurch berührt“, sagte der Präsident der Republik Kongo zu ausländischen und einheimischen Kongoexperten, die auf dem Schiff arbeiten.

Eine der behandelten Patientinnen ist Claire, eine Mutter, die nach neun Jahren Blindheit ihr Augenlicht wiederbekam. Eine weitere, Natasha, wurde, als ihr Kind drei Monate alt war, von ihrem Ehemann wegen eines Tumors, der seit 13 Jahren an ihrem Kinn wuchs, verlassen. Beide haben ihren Lebensmut durch die erfolgreiche medizinische Behandlung wiedergefunden.

„Die Bilanz des Einsatzes von Mercy Ships in unserem Land ist positiv. Unsere Erwartungen hinsichtlich ihrer Arbeit wurden erfüllt. Durch die Arbeit von Mercy Ships wurde unser Gesundheitssystem nachhaltig gestärkt. Die öffentlich-private Partnerschaft gewährleistete, dass viele kongolesische Patienten behandelt werden konnten“, sagte der Gesundheitsminister der Republik Kongo, François Ibovi, der den Präsidenten begleitete.

Der im vergangenen August begonnene humanitäre Einsatz wird gemäß protokollierter Vereinbarung mit der Republik Kongo im Juni dieses Jahres enden. Die Mitteilung von Don Stephens, Gründungspräsident von Mercy Ships, dass Mercy Ships es in Erwägung ziehe in den kommenden Jahren in den Kongo zurückzukehren, wurde von den Kongolesen sichtlich erfreut zur Kenntnis genommen.

Während der verbleibenden Zeit im Kongo wird Mercy Ships weiterhin lebensbedrohliche Tumore, Lippen- und Gaumenspalten sowie schwere Brandverletzungen operieren, plastische Operationen an Verletzungsopfern durchführen, Leistenbrüche korrigieren sowie orthopädische Deformierungen und Vaginalfisteln behandeln. Nichtregierungsorganisationen und ehrenamtliche Helfer führen an Bord des Schiffes Fort- und Weiterbildungen für Kongolesen durch, die in den Bereichen Gesundheit, Hygiene, Landwirtschaft oder Tierhaltung arbeiten.

Nach dem Einsatz in Pointe-Noire wird das Hospitalschiff „Africa Mercy“ zu einem humanitären Einsatz in Guinea aufbrechen.

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