Informationen zu Ebola

Ebola Ausbruch verzögert die Abfahrt von Mercy Ships nach Westafrika

26.11.2014

Einsatzpläne des größten privaten Hospitalschiffes der Welt, Africa Mercy, eingesetzt um Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen in Afrika zu bringen, müssen aufgrund der Ebola Verdachtsfällte angepasst werden

Die Auswirkungen der Ebola Epidemie treffen nun auch die Hilfsorganisation Mercy Ships, die das größte private Hospitalschiff der Welt in den Häfen entlang der Westküste Afrikas betreibt. Während vor einigen Monaten das geplante Einsatzland, Guinea, gestrichen und die Einsatzpläne für das westafrikanische Land Benin neu geschrieben wurden, wartet das Schiff samt Besatzung nun auf die Ende August erwartete Entscheidung über den Einsatz in Benin.

Das Schiff der Hilfsorganisation sollte bereits vergangene Woche zu seinem 10-monatigen Einsatz in Cotonou, Benin aufbrechen. Der Abfahrtstermin wurde jetzt um zwei Wochen nach hinten verlegt, um weitere Begutachtungen und Einschätzungen über eine mögliche Ansteckungsgefahr mit dem Ebola Virus aus dem Nachbarland, Nigeria, in Erfahrung zu bringen. April dieses Jahres traf Mercy Ships bereits die schwierige Entscheidung, den geplanten Einsatz in Guinea aufgrund des dortigen Ebola Ausbruches im Dezember, abzusagen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt das 16,500 Tonnen schwere Schiff, nach den jährlichen Wartungsarbeiten, in einer Werft auf den kanarischen Inseln. Das Hospitalschiff ist dafür ausgerüstet fachchirurgische medizinische Hilfe und nachhaltige Fort- und Weiterbildungsprogramme in Entwicklungsländer zu bringen. Aber es fehle die medizinisch passende Ausstattung, um virale Seuchen zu behandeln oder zu bekämpfen, erklärt Don Stephens, Gründer und Präsident der Hilfsorganisation.

Stephens erläutert, dass Mercy Ships die Situation in Westafrika, aber auch auf dem ganzen Kontinent sehr genau beobachtet. „Afrika ist und bleibt unsere oberste Priorität, aber die Sicherheit der Mitarbeiter geht vor“, betont er. Die Mannschaft besteht derzeit aus mehr als 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern und 60 Kindern aus über 40 Nationen.

Mercy Ships hat viele Freunde und uns freundschaftlich verbundene Organisationen in Westafrika”, sagt Stephens. „Indessen gelten unsere Gedanken und Gebete all jenen, die durch diese schreckliche Seuche betroffen sind, besonders in Liberia, Sierra Leone und Nigeria.

Während eines Einsatzes in einem afrikanischen Hafen führen erfahrene und hoch qualifizierte Ärzte auf dem mit modernster Technik ausgerüsteten Schiff kostenlose fachchirurgische Eingriffe in den folgenden Bereichen durch: Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, plastisch-wiederherstellende Chirurgie, Orthopädie und allgemeine Chirurgie. Mercy Ships bietet darüber hinaus Zahn-, und Augenbehandlungen an. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Organisation liegt auf Fort- und Weiterbildungen im Gesundheitsbereich und in der Landwirtschaft.

Die Hilfsorganisation arbeitet mit der jeweiligen Regierung und dem Gesundheitsministerium vor Ort zusammen, um das dortige Gesundheitswesen zu stärken.

Das OP-Schiff
Neue TV-Serie auf NatGeo People zeigt Ärzte bei ihrer lebensrettenden Mission auf der Africa Mercy. Mittwochs um 20:15 Uhr. mehr »
bringt Hoffnung und Heilung...
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