Miracles wunderbare Heilung

Wie ein tapferes kleines Mädchen endlich gesund wurde

"Mama, woher habe ich diese Narben?", wird Miracle wohl eines Tages ihre Mutter Sylvie fragen und auf die Male auf ihrem Bein zeigen. Und Sylvie wird ihrer Tochter wahrscheinlich diese Geschichte erzählen:

"Ich weiß, meine Kleine, du kannst dich nicht mehr daran erinnern. Aber bei deiner Geburt war eines deiner Beine ganz anders geformt als das andere. Niemand kann sich erklären, wieso es so war, weder ich noch die Ärzte. Sie sagten, dass es nichts gäbe, was sie für uns tun könnten. Während es mir einerseits nicht so viel ausmachte, weil ich dich von ganzem Herzen liebte, so war ich doch andererseits sehr traurig. Welche Schmerzen müsstest du vielleicht noch erleiden? Würde es dir schwerfallen zu laufen? Würden andere dich verachten und ablehnen?

Miracle vor ihrer OP

Während deiner ersten Lebensjahre hoffte ich inständig, dein Bein würde irgendwie wieder gerade wachsen, ganz egal, was es zuvor daran gehindert hatte. Ich betete, aber meine Gebete schienen nicht erhört zu werden. Wenn du versuchtest zu laufen, fielst du immer wieder hin. Dennoch gabst du nicht auf, wolltest dich nicht entmutigen lassen. Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als dir helfen zu können.

An einem heißen Augusttag - ich erinnere mich noch genau, wie ich gerade Brot auf dem Markt verkaufte – da hörte ich aus einem Radio eine Ankündigung. Die Stimme war in dem Lärm kaum zu hören, die Worte aber, die zu mir durchdrangen, lauteten "Orthopädische Chirurgie" und "Mercy Ships". Sofort wusste ich: "Das ist für uns!"

Also zogen wir los, um den Ärzten dein Bein zu zeigen. Du warst gerade erst zwei Jahre alt. Sie baten dich, zum anderen Ende des Raumes zu gehen. "Jetzt, komm wieder zurück zu uns", forderten sie dich auf, um ihre Diagnose abzusichern. Glücklicherweise kamen sie zu dem Schluss, dass sie dein Bein operieren könnten. "Ist das möglich?", fragte ich mich. Sie gaben mir eine gelbe Karte mit einem Termin darauf - unser Hoffnungs-Ticket.

Miracle mit ihrer Mutter Sylvie

Ich zählte die Tage bis zu diesem Termin. Endlich konnten wir die steile Treppe hinauf an Deck des Schiffes steigen. Die Ärzte erklärten uns die bevorstehende Operation und die anschließende Erholungsphase. Am nächsten Tag führten sie dich in einen separaten Raum, ich musste draußen warten. Zusammen mit anderen Müttern betete ich sorgenvoll: "Gott, steh den Ärzten bei. Lenke ihre Hände während des Eingriffs." Ein paar Stunden später wurdest du zu mir zurückgebracht, noch in Narkose. Zu meiner Erleichterung sagten sie mir, es sei alles gut verlaufen. Dein Bein hatten sie in eine harte Bandage eingewickelt, die sie "Gips" nannten. Als ich versuchte hinein zu blicken, entdeckte ich, dass dein Bein nicht länger verstellt war. Ich war einfach überglücklich.

Es wurde Zeit, mit dem Gips in die Reha zu gehen. Du wurdest drei Jahre alt und ich war total stolz auf dich. Stolz darauf, wie stark und tapfer du warst. Es gab aber auch schwere Tage. "Nimm das von meinem Bein weg, sofort!", jammertest du, und zeigtest mit deinen Fingern auf den weißen harten Verband. Die Krankenschwestern und ich versuchten alles, um dich zu beruhigen. Nach und nach heilte dein Bein – genau wie deine Seele.

Einige Wochen später nahmen sie dir den Gips ab. Ich traute meinen Augen kaum, genau so wenig wie du. Dann aber begriff ich: "Warum wundere ich mich darüber, dass Gott unsere Gebete erhört hat?"

Nun, meine liebe Miracle, immer, wenn du diese Narben an deinem Bein betrachtest, denke daran, wie sehr ich dich liebe. Du wirst immer das Wunder sein, das Gott mir schenkte."

Zum ersten Mal richtig laufen können!

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