Neues Wissen, das Leben verändert – “Food For Live”

Nachhaltige Mercy Ships Projekte

10.04.2010

„Ich habe nach den alten Methoden angebaut und fast nichts ist gewachsen“, holt Pascal aus. Seitdem er in Hévié aber gelernt hat, nach biblischen Prinzipien anzubauen, „wächst mein Saatgut auf ein und demselben Acker soviel mehr. Jedes Mal, wenn wir pflanzen, beten wir und bitten Gott, unserer Hände Arbeit zu segnen. Und das tut er“, freut sich Pascal.

Pascal Gbaglo ist Bauer in Hévié/Benin. Früher war er ein typischer, traditioneller Bauer. Das Leben war für ihn und seine Familie ein immer währender Kampf ums reine Überleben. Gearbeitet wurde nach der üblichen westafrikanischen Art der Landwirtschaft: der Brandrodung. Der karge Lohn für die harte Knochenarbeit waren höchstens minimalste Erträge. So manches Mal ging er völlig leer aus. Seine Familie ging schon gar nicht mehr mit auf’s Feld, weil es da oft nichts zu erwirtschaften gab. Ein Hoffnungsstreifen am Horizont Im Mai 2009 stand Pascal draußen vor seinem Haus, als er die weißen Umrisse des Mercy Ships-Autos sah, das durch Hévié fuhr. Er brachte in Erfahrung, dass Mercy Ships und Bethesda (eine lokale nicht-staatliche Organisation) zusammen ein landwirtschaftliches Trainings-Programm in Hévié auf die Beine stellen wollten – das „Food For Life“-Projekt. Daran wollte auch Pascal teilnehmen. Obwohl die Studentenklasse eigentlich schon voll war, wurde er dennoch untergebracht. Bei “Food For Live” lernen die Teilnehmer die Grundlagen ökonomischer Landwirtschaft, behalten aber auch immer im Blick, das Land behutsam zu bewirtschaften. Die zugrunde liegenden Ansätze dieser Ausbildung sind bereits in der Bibel verankert. In den ebenfalls im Stundenplan integrierten Bibelstunden, werden sie eingehend erklärt. Pascal begann, diese Prinzipien in seine tägliche Arbeit Zuhause zu integrieren. Innerhalb kürzester Zeit fiel ihm eins ganz deutlich auf: Seine Saat ging auf. Sie wuchs schneller,reichlicher und viel üppiger. Die Ernte war so segensreich, dass er nicht nur seine Familie damit problemlos satt bekam. Ihm blieb sogar noch ein Saatgut-Überschuß, den er auf dem Markt im Dorf verkaufen konnte. Der Verkauf des überschüssigen Saatguts hat Pascal und seiner Familie noch einen ganz anderen Segen gebracht. Seitdem kann es sich der Vater von vier Kindern leisten, seinen Ältesten voller Stolz zur Schule zu schicken. Und mittlerweile reicht Pascal sein erlerntes Wissen weiter an die nächste Generation. Seine gesamte Familie steht wieder mit ihm auf dem eigenen Land und hilft voller Freude bei der Bewirtschaftung – darunter auch sein zweijähriger Sohn Gédeon. Nachbarn kommen vorbei und fragen neugierig „Was um Himmels Willen tust du, dass deine Saat so schnell wächst? Was für einen Dünger nimmst du? Welche Pestizide?“ Darauf antwortet Pascal gewöhnlich mit einem entspannten Lächeln: „Keine.“ Aber das will ihm niemand abnehmen. „Du mußt ein Geheimnis haben, das du uns nicht erzählen willst“, sind sie sich sicher. Weit gefehlt. Pascal und das „Food For Live“- Personal freuen sich, wenn sie ihr „Geheimnis“ mit anderen teilen können.

Das OP-Schiff
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