Sambanys Heimkehr

Sambany war Patient an Bord der Africa Mercy und wurde durch seine außergewöhnliche Geschichte in Madagaskar berühmt. Ehrenamtliche Mercy Ships Chirurgen entfernten durch eine Operation seinen fast 7,5 kg schweren Tumor.

Als Sambany entlassen wurde, begleiteten ihn sein Enkel und sechs Mitarbeiter von Mercy Ships sicher in sein Heimatdorf Sahanomby. Zum ersten Mal wanderte Sambany ohne seinen Tumor durch sein Heimatland. Menschen kannten ihn seit Jahren nur als „den Mann mit dem großen Ding in seinem Gesicht.“ Zum ersten Mal sahen sie ihn ohne die Geschwulst und konnten es kaum glauben, dass er noch am Leben war.

Einige Monate zuvor blickte Barazafy, Sambanys Frau, ihren Verwandten hinterher, die ihren Ehemann auf ihrem Rücken für die lange Reise zu Mercy Ships trugen. Er war leblos und schwach und Barazafy war sehr besorgt um ihn. Sie erinnert sich: „Meine ganze Familie sagte immer wieder, dass er sicher nicht mehr am Leben sei. Ich hatte keine Ahnung, wie es weiter gehen sollte und bekam den Gedanken nicht mehr aus meinem Kopf, dass mein Ehemann und mein Enkel tot sein könnten. Als sie jedoch hörte, dass Sambany am Leben war, machte sie sich sofort auf den Weg, um ihn in einem Dorf entlang seiner Wegstrecke zu treffen. Barazafy berichtet: „Ich habe Sambany zuerst gar nicht erkannt und fragte ihn: ‘Bist du es?‘ Ich freute mich so sehr, dass sogar mein Herz schneller schlug.“

Das glücklich wiedervereinte Ehepaar konnte sein Glück kaum fassen. Dann sagte Barazafy zu ihrem Mann: „Lass uns jetzt gemeinsam nach Hause gehen!“ und schloss sich der Reisegruppe an.

Dieser Mann, der zuvor getragen werden musste, lief jetzt auf seinen eigenen Beinen. Seine Habseligkeiten befanden sich in einer Plastiktüte, die an einem Stab über seiner Schulter baumelte. Als sie die verschiedenen Dörfer passierten, beobachteten die Bewohner ihn mit Erstaunen, denn viele dachten, dass er nicht mehr am Leben sei und nun war er durch seine Veränderung zu einem Mann mit einer Mission geworden. Aufmerksam lauschten sie seinen Erzählungen, denn Sambanys Geschichte zeugte nun von Kraft und Sieg – eine lebendige Botschaft, die Hoffnung real werden lässt und das Unmögliche möglich macht.

Im Dorf angekommen erzählt seine Schwester: „Die Geschwulst hatte die Größe seines Kopfes. Wir hatten keine Hoffnung mehr für ihn und glaubten, dass er nicht mehr behandelt werden könnte.“ An ihren Bruder gewandt fügte sie hinzu: „Du hast eine zweite Chance bekommen. Das große Ding in deinem Gesicht ist verschwunden. Nicht einmal eine Narbe ist mehr sichtbar. Das ist erstaunlich!“

Als die Reise zu Ende war, ging Sambany zuerst in das Zentrum seines Dorfes, um zu beten. Die ersten Momente seiner Heimkehr sollten Gott gehören.

Sambanys Familie und seine Angehörigen versammelten sich, um sich von den Mercy Ships Mitarbeitern zu verabschieden. Auf ihren Gesichtern spiegelte sich eine große Freude wieder – die Freude eines Mannes und seiner Familie, die von einer schrecklichen Last befreit wurden und nun gemeinsam ein neues Leben beginnen können.

Das OP-Schiff
Neue TV-Serie auf NatGeo People zeigt Ärzte bei ihrer lebensrettenden Mission auf der Africa Mercy. Mittwochs um 20:15 Uhr. mehr »
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