Schulung der Medizintechniker in Liberia erfolgreich beendet

Mercy Ships unterstützt Gesundheitswesen

03.01.2009

Durch die Befähigung der Mitarbeiter in der Wartung und Reparatur sowie Instandsetzung von medizinischen Geräten hat Mercy Ships gemeinsam mit der PRANA-Stiftung an fünf liberianischen Krankenhäusern die Diagnostik und medizinische Versorgung der Patienten erheblich verbessert.

In den vergangenen acht Monaten haben sechs Mitarbeiter aus fünf verschiedenen Krankenhäusern in Liberia gelernt, medizinische Geräte zu installieren, zu warten und zu reparieren. Bestandteile des von Carlos Amaral entwickelten und geleiteten Projektes waren Kurse über Elektrizität, Elektronik, medizinische Geräte und die Nutzung des Internets.

„Durch das Schulungsprogramm für Medizintechniker sind wir in der Lage, der Gemeinschaft mehr Dienstleistungen anzubieten“, so Alfred Nyuma Laborleiter des Redemption Hospitals in Monrovia und Projektteilnehmer. „Dadurch, daß die Mitarbeiter gelernt haben, Laborgeräte zu handhaben und zu reparieren kann das Krankenhaus nun mehr Tests durchführen als vorher. Mercy Ships helfende Hände haben viele Liberianer erreicht!“

Das Projekt zur Verbesserung des Gesundheitssystems in Liberia war in vier Abschnitte aufgeteilt. Zuerst wurde ausgewertet, welchen Krankenhäusern am besten durch das Projekt geholfen werden kann. Es musste sichergestellt sein, dass diese die Teilnehmer nach dem Projekt auch halten können. Der zweite Abschnitt war die theoretische Ausbildung, die sowohl in den Kliniken, als auch an Bord der Africa Mercy stattfand. Im dritten Abschnitt ging es um den praktischen Teil. Zeitgleich wurden hier medizinische Geräte repariert und in Betrieb genommen, wie z.B. Anästhesieapparate, Zentrifugen und Röntgengeräte des John F. Kennedy Memorial Hospitals, des Redemption Hospitals, des ELWA Hospitals und des Phebe Hospitals. Jeder Teilnehmer erhielt zudem eine Grundausstattung an Werkzeugen. Ausserdem lernten die Teilnehmer in diesem Abschnitt Ersatzteile und Werkzeug zu bestellen, indem sie effektiv das Internet nutzen.

Im letzten Projektabschnitt ging es darum Interesse für den Beruf des Medizintechnikers zu wecken. Um Studenten für die Notwendigkeit von ausgebildeten Medizintechnikern zu sensibilisieren, hat Amaral workshops für Studenten der University of Liberia und dem Stella Maris Polytechnic College angeboten. Amaral informierte sie über geeignete Universitäten und wie sie Stipendien bekommen können. Gleichzeitig machte er ihnen bewusst, wie wichtig es ist, dass sie in Liberia bleiben und dort arbeiten. Insgesamt haben 99 Studenten an den workshops teilgenommen und sich die innovative, medizinische Ausstattung auf der Africa Mercy angesehen.

“Meine Kollegen und ich hatten eine tolle Zeit mit der Besatzung”, sagte Saki Golafale, einer der Studenten. Nach dem workshop war ihm die Notwendigkeit für solche Fachleute klar. „Liberia hat nur einen einzigen Medizintechniker, und der ist schon recht alt, und die Lücke muss gefüllt werden“, sagte Saki.

Amaral war “sehr zufrieden” mit dem Ergebnis des Projektes, aber er bedauert, dass nicht mehr Zeit und Geld vorhanden ist um Liberias großen Nöten zu begegnen. Er lobte die Projektteilnehmer für ihre harte Arbeit und ihr schnelles Lernen. „Sie machen sich sehr gut“ so Amaral. „Sie sind sehr intelligent. Sie hatten nur nie Gelegenheiten.”

Zusätzlich zum Schulungsprogramm hat Amaral auch einen Bericht über die medizintechnische Infrastruktur für das liberianische Gesundheits- und Sozialministerium verfasst und Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Instandhaltungs- und Fortbildungsmaßnahmen vorgeschlagen. Dies Projekt hinterlässt ein Vermächtnis von Hoffnung und anhaltender Fürsorge.

Das OP-Schiff
Neue TV-Serie auf NatGeo People zeigt Ärzte bei ihrer lebensrettenden Mission auf der Africa Mercy. Mittwochs um 20:15 Uhr. mehr »
bringt Hoffnung und Heilung...
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