Unglaubliches Team

06.10.2011

Ich (Juliane Apitzsch) habe von März – April 2011 als OP-Schwester mitgearbeitet und hatte eine ganz wunderbare Zeit in Sierra Leone, an die ich fast wehmütig zurück denke. Das Arbeiten an Bord war sehr besonders. Ich habe nie zuvor so ein Team erlebt, was nur für wenige Tage in einer Konstellation besteht, dennoch perfekt ineinander greift.

Zu Beginn war die Umstellung für mich schon extrem und ich bin an meine Grenzen gestoßen. So viele Veränderungen: Menschen, Sprache, der Ablauf, das Arbeitsfeld, das Leben auf einem Schiff... alles war anders. Doch ich hatte nie das Gefühl, damit allein zu sein und habe soviel Unterstützung erfahren. Ich bin so vielen wunderbaren Menschen begegnet, was ich sehr wertschätze und wofür ich dankbar bin:

Gary Parker, der seit 24 Jahren auf dem Schiff lebt und seitdem Menschen durch seine OP´s Hoffnung auf ein neues, besseres Leben schenkt. Dabei aber so bescheiden und selbstlos ist. Es war mir eine große Ehre mit ihm zusammen zu arbeiten.

Albert, der trotz körperlicher Beschwerden seit vielen Jahren in eine so andere Welt reist, um allein die ganze Nacht für über 400 Leute Brot und Brötchen zu backen. Ich durfte ihm in einer Nacht helfen und habe nun die größte Achtung vor dieser Arbeit, die so viel Kraft kostet. Ein Anästhesist im Ruhestand, der als solcher für mehrere Einsätze auf dem Schiff gearbeitet hat, nun aber aufgrund seines Alters seine Zulassung abgeben musste, dennoch an Bord kommt, um nun in der Sterilisation OP Instrumente zu reinigen und aufzubereiten. Dies zeigt eine solche Größe, vor der ich einen riesigen Respekt habe. Die Aufzählung könnte ich natürlich fast ins Unendliche fortführen, veranschaulicht aber denk ich, ganz gut was ich meine.

bringt Hoffnung und Heilung...
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