Wenn der Vater mit dem Sohne...segeln geht!

Martin und Micha Kleinschmidt sind seit August 2015 mit ihrer Segelyacht „First Step“ auf den Weltmeeren unterwegs. Wie es dazu kam, was Vater und Sohn bewogen hat gemeinsam eine Auszeit zu verleben und Mercy Ships dabei zu unterstützen berichtet Martin hier:

Als ich das Segeln vor fast 20 Jahren für mich entdeckte, hegte ich bald danach den Wunsch, am Ende meines Berufslebens, eine längere Zeit segeln zu gehen. Vor ca. sechs Jahren bekam ich das Buch: "Ich bin dann mal weg", von Hape Kerkeling in die Hände. Dies ermutigte mich, nicht bis zum Ruhestand zu warten, sondern es früher anzugehen.

Mich beschäftigte seit einiger Zeit die Idee einer Auszeit (Sabbatical), um, nun zur Lebensmitte mich nochmals neu zu besinnen. Die Kinder sind groß und größtenteils aus dem Haus. Mit nun fast fünfzig, warum sich nicht Zeit nehmen und ein paar Fragen stellen.

Als erstes sprach ich also mit meiner Frau. Sie fand die Idee gut und gab mit ihr O.K. Dann erzählte ich die Idee den Führungskräften meines Pflegeunternehmens und diese nahmen es sehr positiv auf. Nach 3 Jahren der Strukturierung, Coachingmaßnahmen, Standardisierung etc. etc..... war erkennbar, dass es möglich werden kann. Aus der Idee wurde langsam Wirklichkeit.

Die Idee Einhand zu segeln war zwar reizvoll, aber aufgrund meiner nicht sehr großen Blauwassererfahrung zu unrealistisch. Gerne hätte ich meine Frau die ganze Zeit dabei, aber die Möglichkeit auf stürmische See und lange Fahrten übers Wasser, reichten ihr um sich auf die schönen, warmen Gefilde zu beschränken.

Wir haben insgesamt vier Kinder, bei denen es aber aufgrund verschiedenster Lebenslagen und aktuellen Situationen nur bei einem möglich war, sich ein Jahr eine Auszeit zu gönnen.

Micha (der dritte) hätte dann seine Ausbildung beendet und bereits ein wenig Berufserfahrung gesammelt. Hinzu kam, dass er sich grundsätzlich vorstellen konnte in die Firma einzusteigen. So fragte ich ihn und er war sofort mit im Boot. Gleichzeitig wäre es auch eine gute Möglichkeit unsere Kompatibilität zu testen. Klappt es auf dem Boot und er entscheidet sich für die Firma - haben wir dort ebenfalls gute Aussichten auf Erfolg.

Nun ging es an die Vorbereitung für das Segeln! Nachdem wir die sogenannte kleine Runde anvisiert hatten, gehörte eine Atlantiküberquerung zu meiner geplanten Vorbereitung. 2013 überquerte ich dann mit 7 anderen Männern in 23 Tagen den Atlantik. Dies war ein sehr starkes Erlebnis und bestätigte mir, dass ich dies auch allein mit meinem Sohn Micha bewältigen kann. Dann haben wir einige Workshops besucht. Danach ging es an den Bootskauf, dies war für 2014 vorgesehen. Das Abenteuer einer 12-14 monatigen Auszeit war im vollen Gange.

Während unserer Vorbereitungen zu diesem Segeltörn wurde uns beiden immer mehr bewusst, dass wir hier etwas ganz Tolles erleben dürfen. Dies hat uns sehr dankbar gemacht! Ebenso war uns klar, dass es sehr vielen Menschen, die auf dieser Erde leben, es an allem mangelt.

In einem Bibelvers heißt es: „Geben macht mehr Freude als Nehmen“ (Apostelgeschichte 20,35). Deshalb hatten wir beide den Wunsch, während unseres Törns, etwas zu tun was das Leben von Menschen nachhaltig positiv beeinflusst und möglichst etwas, was einen Bezug zu uns und unserem Törn hat.

Einige Zeit vor unserer Abfahrt kam ein lieber Bekannter, Ralph, auf uns zu und fragte ob wir nicht Mercy Ships unterstützen wollen. Das war es! Ich kannte die Arbeit von Mercy Ships bereits seit vielen Jahrzehnten. Wir kommen beide aus dem Gesundheitswesen, lieben das Wasser und Mercy Ships bringt mit Schiffen, über das Wasser, Heilung und Hoffnung zu den Ärmsten der Armen. Sie bringen medizinische Hilfe, weil Menschen Mangel leiden und wir in der Lage sind diesen Mangel zu lindern. So möchten wir Interessierte, Familie und Bekannte gewinnen pro Seemeile einen bestimmten Betrag an Mercy Ships zu spenden.

Mehr über ihren Segeltörn und die Spendenaktion finden Sie unter: SY-First-Step.de

Das OP-Schiff
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bringt Hoffnung und Heilung...
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