Wenn helfen zum Projekt wird

„Es war erstaunlich, wie ich Gottes Führung erleben durfte!“

Transport des neuen Schaltschrankes für den Kran auf dem Hospitalschiff Africa Mercy.

Bereits im vergangenen Jahr war ich zusammen mit meiner Frau Ann-Kathrin für drei Monate in Madagaskar auf der Africa Mercy tätig. Es war eine beeindruckende Zeit und wir konnten dort viele wertvolle Erfahrungen machen, die uns auch persönlich sehr bereichert haben. Auch im Herbst dieses Jahres waren wir wieder auf dem Hospitalschiff, diesmal im westafrikanischen Benin.

Während ich an Bord das Technikteam als Elektriker unterstützte, arbeitete Ann-Kathrin als Krankenschwester im Hospitalbereich. Meine Aufgabe war es unter anderem, einen elektrischen Schaltschrank für den Ladekran des Schiffes zu reparieren. Dieser wird genutzt um das Schiff mit Gütern zu versorgen. Leider fiel dieser durch die bereits etwas veraltete Technik öfter mal aus. Wenn der Kran nicht funktioniert, hat dies weitreichende Folgen, weil dadurch das Schiff nicht mit dringend notwendigen Medikamenten oder anderen wichtigen Gütern beladen werden kann. Viele ineinandergreifende Abläufe geraten ins Stocken oder verzögern sich. Diese Umstände mit anzusehen war oft sehr frustrierend, umso mehr motivierte es mich nach einer Lösung für dieses Problem zu suchen.

Schnell merkte ich, dass unser erster Einsatz nicht ausreichen würde, um die technischen Probleme vor Ort lösen zu können. Doch kurz vor unsere Heimreise, bekam ich eine Idee. Ich nahm mir vor, in Deutschland einen neuen Schaltschrank für den Schiffskran zu bauen. Dies stellte mich allerdings vor größere Herausforderungen, als ich anfangs dachte. Doch der Gedanke meine Idee umzusetzen, ließ mich nicht mehr los und ich entschloss mich, mein Vorhaben mit den dafür verantwortlichen Leuten an Bord zu besprechen.

Dann kam die ganze Sache ins Rollen! Mein Vorschlag wurde erfreut aufgenommen. Ermutigt über die Befürwortung meiner Idee, kehrten wir nach Hamburg zurück. Dort angekommen, begann ich sofort Schaltpläne zu überarbeiten und alle notwendigen Bauteile über das zentrale Lager in Holland zu bestellen. Nachdem alle Einzelteile zu mir nach Hause geliefert wurden, machte ich mich an die Arbeit. Viele Stunden in meiner Werkstatt verbringend, montierte und verkabelte ich den neuen Schaltschrank. Nach Abschluss der Arbeiten wurde dieser wieder zurück nach Holland geschickt, von wo er dann im Container weiter nach Benin verschifft wurde.

Innenansicht des Schaltschrankes

Ab jetzt ging es nur noch um das richtige Timing! Um den Schaltschrank in den Kran einbauen zu können, nahm ich zusammen mit meiner Frau Ann-Kathrin im September dieses Jahres ein paar Tage Urlaub. Die Wochen bis zum geplanten Abflugtag verbrachte ich zwischen Hoffen und Bangen, da der Einbau von dem rechtzeitigen Eintreffen des Containers abhing. Und dann – fast punktgenau – erreichte die Lieferung aus Holland fast zeitgleich mit unserer Ankunft in Benin seinen Bestimmungsort. Nach unserem Eintreffen auf der Africa Mercy, musste der Kran für ein paar Tage außer Betrieb genommen werden. Dem voraus ging eine intensive Planungsphase, da für den Zeitraum der Arbeiten nur eine eingeschränkte Versorgung des Schiffes möglich war. Nun konnten die Umbauarbeiten beginnen. Die alte elektrische Steuerung wurde ausgebaut und der neue Schaltschrank installiert. Anschließend wurde der Kran wieder in Betrieb genommen – und alles funktionierte!

Das war aber noch nicht alles: Um den Arbeitsalltag der Crew in Zukunft etwas zu erleichtern, wurde zusätzlich noch eine Fernsteuerung installiert. Somit können alle zukünftigen Be- und Entladungsvorgänge ganz einfach und direkt von Deck aus gesteuert und überwacht werden.

Obwohl für meine Frau Ann-Kathrin anfangs keine Stelle im Hospital frei war, konnte sie trotzdem kurzfristig für einen anderen Kollegen einspringen, der ausgefallen war. Somit wurde auch ihr Aufenthalt für Crew und Patienten zum Segen.

Mich hat es tief beeindruckt, dass wir auf dieser Reise erfahren konnten, wie Gott unsere Wege während dieser Zeit so wunderbar gelenkt und geführt hat. Dinge fügten sich immer wieder zur richtigen Zeit ineinander und wir durften erleben, wie Gottes Segen eine Kraft zum Erfolg wird, wenn wir unser ganzes Vertrauen auf ihn setzen!

Verbleibende Zeit im jetzigen Einsatz
bringt Hoffnung und Heilung...
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