Willkommen in Guinea

Mercy Ships beginnt neuen Hilfseinsatz in Conakry

14.09.2012

Guinea ist das neue Einsatzland von Mercy Ships. Bereits vor wenigen Wochen hat die Africa Mercy im Hafen von Conakry festgemacht und die Crew hat mit den Vorbereitungen des Einsatzes begonnen. Zehn Monate lang werden in der Hauptstadt des westafrikanischen Landes hunderte freiwilliger Helfer medizinische Hilfe zu Bedürftigen bringen und Trainings für medizinisches Fachpersonal anbieten. Unter den Helfern finden sich auch zahlreiche Deutsche.

Der Einsatz in Guinea ist bereits der dritte in dem westafrikanischen Land. Mercy Ships folgt damit einer Einladung des guineischen Präsidenten Alpha Condé. Geschäftsführer Udo Kronester: „Ziel unseres Einsatzes ist es, zusammen mit dem Ministerium für Gesundheit und Hygiene sowie anderen Organisationen die Gesundheitsversorgung des Landes zu verbessern.“

Dank ihrer sechs Operationssäle mit modernster Ausstattung wird die Africa Mercy auch während dieses Einsatzes den Bedürftigen ein breites Spektrum an medizinischen Spezialeingriffen anbieten können. Insbesondere werden Scheidenfisteln operiert, Tumore und Grauer Star entfernt, plastische Eingriffe an Gesichts- und Kieferknochen durchgeführt, Lippen- und Gaumenspalten korrigiert, zahnmedizinische Operationen realisiert sowie orthopädische Hilfe bei Klumpfüssen und krummen Beinen geleistet. Potenzielle Patienten wurden aufgerufen an einem sogenannten Screening (Voruntersuchung) teilzunehmen, um Behandlungstermine für ihre speziellen medizinischen Bedürfnisse zu erhalten.

Am 3. September fanden sich in Conakry vor dem Palast des Volkes (Palais du Peuple) die Menschen zum Screening ein. Damit nicht nur die Küstenregionen, von den Gesundheitsdienstleistungen von Mercy Ships profitieren, wurden bereits im Vorfeld zusammen mit anderen lokalen Nichtregierungsorganisationen und dem guineischen Ministerium für Gesundheit und Hygiene 805 Personen aus den abgelegenen Regionen des Landes Kissidougou, N’Zerekore, Beyla, Kerouana, Kankan, Kouroussa und Dalaba für Behandlungen ausgewählt. Zusätzlich sind drei weitere Exkursionen ins Landesinnere geplant, um der dort lebenden Bevölkerung medizinische Behandlungen zu ermöglichen. Demzufolge werden etwa 50 Prozent der von Mercy Ships zu behandelnden Patienten aus der ländlichen Region Guineas stammen.

Erste Operationen durchgeführt

In der Zwischenzeit sind die ersten Behandlungen bereits angelaufen. Neben vier allgemeinchirurgischen Operationen konnten auch schon 33 Eingriffe im Bereich der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie durchgeführt werden. Darüber hinaus erhielten bisher 100 Patienten zahnmedizinische Versorgung durch unser Dentalteam. Oftmals langersehnte Hilfe für Patienten, die sonst kaum oder keinerlei Zugang zu medizinischer Betreuung haben.

Während des zehnmonatigen Aufenthaltes in Guinea werden außerdem Augenärzte von Mercy Ships an Land und in Zusammenarbeit mit der Regierung sowie anderen Organisationen, Personen mit Augenerkrankungen untersuchen und operieren. Patienten, die am Grauen Star erkrankt sind, werden mit einfachen 15-minütigen Eingriffen behandelt. Geplant sind zwischen 1.900 und 2.400 solcher Operationen. So wird Hunderten sehbehinderten Menschen das Augenlicht zurückgegeben. Des Weiteren wurde an Land eine Zahnklinik installiert, in der wöchentlich seit dem 6. September Zahnuntersuchungen im Gesundheitszentrum Boulbinet in Conakry durchgeführt werden.

Mercy Ships legt Wert auf einen langanhaltenden Erfolg seiner Missionen. Zusammen mit anderen internationalen Organisationen wird Mercy Ships daher ausgewähltes lokales medizinisches Personal schulen und trainieren, welches das Gelernte nach Abreise des Schiffes umsetzen kann. So wird das Gesundheitssystem des Landes nachhaltig gestärkt. Die Schulungen werden unter anderem die Operation von Scheidenfisteln beinhalten. Zusätzlich werden Landwirtschaftsexperten von Mercy Ships lokale Partner im Bereich der nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft ausbilden, welche wiederrum ihr Wissen an guineische Bauern weitergeben werden, um so eine bessere Nahrungssicherheit zu gewährleisten.

Auch in diesem Jahr nehmen wieder mehr als 1000 freiwillige Helfer aus über 40 Nationen an den Einsätzen von Mercy Ships teil. Die Besatzung besteht aus medizinischem Personal, Schiffsleuten, Köchen, Ingenieuren und anderen Spezialisten, die ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für das Wohl und die Gesundheit der Bedürftigen einsetzen. Für den Einsatz in Guinea sind auch deutsche Helfer aus mehreren Bundesländern wie beispielsweise Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen oder der Hansestadt Hamburg an Bord der Africa Mercy.

Das OP-Schiff
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