Zu Gast bei Mercy Ships

Besuch der liberianischen Botschafterin im deutschen Mercy Ships Büro

Inhalt des einstündigen Besuches war zunächst eine kurze Vorstellung der Arbeit von Mercy Ships. Die Botschafterin gab im Anschluss einen ausführlichen Bericht über die Lage des Landes während der derzeitigen Ebola-Krise.

In dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land kommt auf 100.000 Menschen gerade mal ein Arzt. Im Mai und Juni dieses Jahres begann die liberianische Regierung, die Bevölkerung über das Virus und seine Verbreitung aufzuklären. Im Juli eskalierte dann die Ausbreitung von Ebola. Zum heutigen Zeitpunkt, gibt es bereits mehr als 2.000 bekannte Ebola Tote in Liberia.

Die Botschafterin erklärte: „Ich möchte mir kaum vorstellen, wie unser Gesundheitssystem nach der Ebola Krise aussehen wird. Unsere Bemühungen zum Wiederaufbau nach dem Bürgerkrieg, werden um Jahre zurückgeworfen. Wir können diese Krise nur mit vereinten Kräften eindämmen. Und wir als Liberianer müssen unseren Teil dazutun.“

Eine der größten Herausforderungen mit der Liberia im Moment zu kämpfen hat, ist das fehlende Verständnis für den Umgang mit Ebola unter der Bevölkerung des Landes. Die Krisensituation hat aber auch Auswirkungen auf die Nahrungssituation im Land. Viele Bauern gehen ihrer täglichen Arbeit nicht mehr nach. Zudem sind die Lebensmittelpreise so stark gestiegen, dass sie für die Bevölkerung kaum zu bezahlen sind.

Aufgrund der fehlenden Ausrüstung, um Ebola zu behandeln und dem hohen Sicherheitsrisiko für die Mannschaft, ist Mercy Ships der Einladung der madagassischen Regierung als nächstes Einsatzland vor der Ostküste Afrikas gefolgt. Aber die Hilfsorganisation plant in Zukunft wieder nach Westafrika zurückzukehren, um unter anderem Unterstützung beim Aufbau der Gesundheitssysteme zu leisten.

Mercy Ships war bereits viermal in Liberia. 2005 fand der erste Einsatz mit dem damaligen Hospitalschiff, M/S Anastasis auf Einladung der Regierung in Monrovia statt.

Das OP-Schiff
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