Zwei Mercy Ships Ärzte bei ZDF-Spendengala

20.12.2009

Dr. Guido Köhler, Würzburg

An Bord der MS Africa Mercy gehören sie zu den "alten Hasen". Mit der Fernsehbühne betraten sie absolutes Neuland. Doch auch das meisterten Dr. Annette Frick und Dr. Guido Köhler mit Bravour und Überzeugungskraft.

Sie waren beide schon oft für Mercy Ships im Einsatz. Die Balinger Anästhesistin und der Würzburger Chirurg sind zwei unverzichtbare deutsche Einsatzkräfte auf dem weltweit größten privaten Krankenhausschiff, der Africa Mercy. Im Dezember standen sie vor einer völlig neuen Aufgabe: Mercy Ships in der ZDF-Spendengala „Ein Herz für Kinder" vorzustellen. An der Seite von Moderator Thomas Gottschalk berichteten sie von den Hintergründen, vor allem aber von ihren persönlichen Impressionen. Eindrücke, die die Zuschauer bewegten.

Das belegte die Resonanz der Zuschauer. Angesteckt durch die bewegenden Schilderungen forderten viele Interessierte Unterlagen für einen persönlichen Einsatz auf dem Schiff an. Groß war auch die Bereitschaft, die Arbeit von Mercy Ships mit einer Spende zu unterstützen.

Der TV-Einsatz der beiden Ärzte begann nicht erst mit dem medienträchtigen Auftritt am Abend. Als "aufregend" schildert Annette Frick ihre Einblicke hinter die Kulissen der Millionen-Show. „Das war für mich eine völlig andere Welt – der rote Teppich, über den man geht, das Blitzlichtgewitter überall." Bereits bei der Ankunft am Berliner Flughafen genossen Frick und Köhler eine ungewohnte Sonderbehandlung. „Wir wurden richtig hofiert, mit einem Chauffeur und einer tollen Limousine zum Hotel und später zum Studiogelände gefahren", so die Balingerin.

Ein sympathisches Team von Profis

„Es war alles sehr professionell gemanagt“, drückt Guido Köhler seine Bewunderung aus. So sorgte das Produktionsteam ebenso dafür, dass seine mitgereiste Familie inklusive Schwiegermutter aus den USA und dem kleinen Sohn bestens untergebracht war. „Alle, vom Maskenbildner bis zum Ton-Techniker, waren unheimlich nett und angenehm“, so die einhellige Meinung der zwei Ärzte. Thomas Gottschalk habe derart viel Ruhe und Routiniertheit ausgestrahlt, dass den TV-Amateuren die Aufgeregtheit genommen wurde, wie sie versichern. „Er war auch sehr interessiert an unserer Arbeit und hat nachgefragt. Ein super netter Kerl, ganz ohne jede Arroganz“, so Guido Köhlers Fazit über den Star-Moderator. Eine letzte Besinnung fanden die beiden Ärzte in einem stillen Gebet.

Auf der anschließenden After-Show-Party waren sie viel gefragte Gesprächspartner. Von bekannten Größen aus der Fernsehbranche, wie Sänger Patrick Lindner und Moderator Cherno Jobatey, erhielten sie reichlich positives Feedback. „Viele drückten ihre Bewunderung für unsere Einsätze aus und stellten dementsprechend Fragen", resümiert Annette Frick. Aber auch Verleger traten an sie heran mit der Idee, über ihr Engagement ein Buch zu schreiben. „Ich wurde von einigen Firmen-Vertretern angesprochen, die uns ihre Unterstützung signalisiert haben“, freut sich Köhler.

Ein Auftritt mit Nachwirkungen

Seine Kreise zog der Fernsehauftritt ebenso in den Heimatstädten der zwei Ärzte, wo sie immer wieder darauf angesprochen werden. „Ich habe eine neue Stelle in Stuttgart angetreten. Da wurde ich gleich begrüßt mit ‚du bist doch die aus dem Fernsehen’ ", fügt Annette Frick lachend an. „Ich habe einige Zuschriften bekommen, in denen die Leute ihre Anerkennung zum Ausdruck bringen“, so Guido Köhler.

Der Rummel um ihre Person konnte die Mediziner weniger beeindrucken. Viel mehr freuen sie sich, das Interesse und die Bereitschaft bei vielen geweckt zu haben, sich ebenfalls für Mercy Ships einzusetzen. „Wenn man eine Kleinigkeit gibt, bekommt man ein Vielfaches zurück“, ist die Erfahrung des Würzburger Chirurgen.

Die beiden Ärzte über ihre Arbeit bei Mercy Ships

Die Atmosphäre auf dem Schiff beeindruckt mich immer wieder", erklärt der Würzburger Chirurg. Dabei sind die Voraussetzungen für das Miteinander der Crew an Bord eher schwierig: „Tausend Leute kommen und gehen pro Jahr, das gibt es in keinem Unternehmen." Trotzdem arbeiten alle Hand in Hand. Und vor allem: „Es herrscht ein extrem guter Geist unter allen Kollegen. Jeder ist da, weil er arbeiten will, egal ob in der Küche oder im OP. Ein Murren ist nicht zu hören. Der christliche Glaube motiviert zur Arbeit und setzt ungeahnte Kräfte frei." Der Motor für alle ist ihre Überzeugung und die Liebe zum Mitmenschen. „Das alles bekommen auch die Patienten mit."

„Die bewegenden Eindrücke, die ich an Bord gemacht habe, haben mich sehr geprägt", holt Annette Frick aus. „Ich sehe es als Privileg an, in Deutschland geboren zu sein und diese Möglichkeit zu meiner Ausbildung bekommen zu haben. Daran möchte ich andere teilhaben lassen: Armen und Ausgestossenen mit meinem Einsatz medizinische Hilfe leisten und die Liebe Gottes weitergeben. Die Fröhlichkeit und Dankbarkeit der Patienten bewegt mich immer wieder. Auch ihre Geduld. Kleine Alltagsprobleme hier werden durch das Erlebte in Afrika relativiert. Ich sehe meine Umwelt bewußter, bin zufriedener."

bringt Hoffnung und Heilung...
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