MKG-Chirurg mit einer Mission
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Professor Raphiou Diallo

Mercy Ships will durch sein Aus- und Weiterbildungsprogramm ein bleibendes Erbe in jedem seiner Gastländer hinterlassen. In enger Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort werden Fachkräfte im medizinischen Bereich befähigt, das Gesundheitssystem in ihrem Heimatland weiterzuentwickeln. Bei kaum einer Person ist das so anschaulich zu beobachten wie bei Professor Raphiou Diallo.

Prof. Diallo ist MKG-Chirurg in Guinea. Ihn verbindet eine lange Beziehung mit Mercy Ships.

Professor Diallo ist Mund-, Kiefer und Gesichtschirurg in Guinea, und ihn verbindet eine lange und enge Beziehung mit Mercy Ships:

Erstmals kreuzten sich ihre Wege 1998. Die Africa Mercy absolvierte ihren ersten Feldeinsatz in Conakry, Guinea. Damals knüpfte Diallo erste Kontakte zu den ehrenamtlichen Ärzten an Bord und nahm am chirurgischen Mentorenprogramm von Mercy Ships teil. Seither ist er aus dem Engagement in Guinea und dem benachbarten Sierra Leone nicht mehr wegzudenken.

"Mercy Ships und seine Partnerkliniken in Guinea und Sierra Leone arbeiten wie ein einziges Team, und bin froh, dass ich diese Hilfsorganisation entdeckt habe. Ich bewundere ihre humanitären Werte zutiefst, denn sie respektieren die Kultur der Menschen, denen sie helfen wollen."

Wesentlich weniger schwere Fälle

Unter der Anleitung von Dr. Gary Parker, dem damaligen Chief Medical Officer auf der Africa Mercy, spezialisierte sich Professor Diallo auf die Korrektur von Lippen- und Gaumenspalten und unterrichtete später Chirurgen in Guinea auf diesem Gebiet. 

2018 – ganze 20 Jahre nach Professor Diallos erstem Besuch an Bord – kam die Africa Mercy wieder nach Guinea. Die Voruntersuchungen zeigten, welch ein Segen die Arbeit von Dr. Diallo für sein Heimatland war. Von 6000 Patienten suchen normalerweise hunderte mit einer Lippen-, Kiefer- oder Gaumenspalte nach Hilfe. Dieses mal waren es genau sechs. Die anderen Patienten konnten schon vorher von Professor Diallo oder Chirurgen, die er ausgebildet hatte, behandelt werden.

Eine neue Generation von Zahnchirurgen wird ausgebildet

In den zwanzig Jahren zwischen den Besuchen der Africa Mercy, entwickelte sich bei Professor Diallo der Wunsch auch Zahnchirurgen in Guinea eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

Im Jahr 2018 kam er mit seinem Traum auf Mercy Ships zu. Er schlug vor, durch ein Lehrinstitut die Ausbildung von Zahnärzten in Guinea gemeinsam zu stärken. Die Renovierung der Gebäude in der Gamal Abdel Nasser Universität erfolgte in Rekordzeit. Inzwischen beherbergen die neuen Räume mehrere Hörsäle, einen zahnmedizinischen Simulationsraum, ein Dentallabor für Ausbildungszwecke und einen großen Behandlungsraum.

Eine neue Generation von Zahnchirurgen wird ausgebildet

Die seine Studenten sollen nicht zuletzt befähigt werden, schwere Krankheiten im Mund- und Kieferbereich frühzeitig zu erkennen und dadurch eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen. Mit Blick auf die Zukunft ist sich der Mediziner sicher,

„…dass wir, mit diesem Projekt auf lange Sicht die Städte Guineas mit exzellenten Zahnärzten ausstatten können. Diese werden in der Lage sein, auch gut- und bösartige Tumore in sehr frühen Stadien zu diagnostizieren und damit Patienten vor Komplikationen in sehr fortgeschrittenen Stadien zu bewahren.“

Mit einer steigenden Zahl an qualifizierten Chirurgen in Guinea werden auch immer mehr Patienten mit Tumoren, Gesichtszellulitis oder Noma die lebensrettende und lebensverändernde Behandlung erhalten können, die sie brauchen. Wir hoffen, dass Professor Diallo noch lange seiner ganz besonderen Mission als Mediziner nachgehen kann. Unzählige Patienten und junge Ärzte werden es ihm danken.

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Markus Wittmer
Markus Wittmer
Markus Wittmer berichtet als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig über die Hilfseinsätze und Entwicklungszusammenarbeit von Mercy Ships.

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