So reagiert Mercy Ships auf die Corona-Krise

Aktuelle Meldungen zu unserem Einsatz

Die Covid-19-Pandemie stellt auch Mercy Ships vor nie dagewesene Herausforderungen. Auf dieser Seite informieren wir Sie über unseren Umgang mit der Krise, der Beitrag wird laufend aktualisiert.

Update 01.04.2020

Die derzeitige Lage stellt uns als Organisation vor einige operative Herausforderungen. Aufgrund des stark eingeschränkten Luftverkehrs konnten viele unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr in den Senegal reisen – bereits Eingereiste wurden von ihren Arbeitgebern gebeten, zurückzukehren, um in ihrem Heimatland den Kampf gegen die Pandemie zu unterstützen. Zwar ist die Africa Mercy ein Hospitalschiff, trotzdem bietet sie keine Kapazitäten für Patienten mit hoch infektiösen Lungenkrankheiten, da die gesamte Einrichtung auf chirurgische Behandlungen spezialisiert ist.

Daher beschleunigen wir derzeit die jährlichen Wartungsarbeiten der Africa Mercy. Unser Ziel ist es, sobald die COVID-19-Situation dies zulässt, so schnell wie möglich in den Einsatz zurückzukehren und mit kostenlosen Operationen Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen zu bringen.
Bis dahin evaluieren wir die Lage beständig und erarbeiten Möglichkeiten, wie wir unsere Partnernationen, unsere ehrenamtlichen Crew und unsere Mitarbeiter in dieser herausfordernden Zeit bestmöglich unterstützen können.

Bereits ergriffene Maßnahmen:

  • Wir arbeiten daran, essentielle Bestandteile unseres Weiterbildungsprogrammes für einheimische Fachkräfte auch online anzubieten. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf Inhalte, die sich mit der Versorgung schwerkranker Patienten befassen. Diese Fähigkeiten sind sowohl nützlich für die Behandlung von chirurgischen Patienten, als auch von COVID-19-Infizierten.
  • Wir unterstützen weiterhin die Ausbildung an der zahnmedizinischen Fakultät der Gamal Abdel Nasser Universität in Conakry, Guinea, mit einem Online-Programm.
  • Wir haben 150.000 USD an den COVID-19-Fund im Senegal gespendet, der zur Bekämpfung des Virus dient.
  • Wir haben 180 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin unterstützt, in ihre Heimatländer zurückzukehren.
  • Wir spenden medizinische Materialien, die derzeit in unserem Logistikzentrum in den USA liegen, an lokale Krankenhäuser, Pflegeheime, Feuerwachen usw.
  • Wir prüfen, wie und an wen wir medizinisches Material, das derzeit in unserem Logistikzentrum in den Niederlanden liegt, sinnvoll spenden können.

Seit mehr als 40 Jahren bringen wir Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen, in den letzten 30 Jahren mit einem Fokus auf Afrika. In diesen drei Jahrzehnten haben wir hart daran gearbeitet, die lokalen Gesundheitssysteme nachhaltig zu verbessern.

Wir fühlen uns ermutigt durch die guten Resultate, die wir dank des Trainings von einheimischen medizinischen Fachkräften erzielen konnten. Diese medizinischen Fachkräfte, die in der Vergangenheit von uns geschult wurden, kämpfen nun an vorderster Front in ihren Heimatländern gegen COVID-19.

Inmitten dieser Herausforderungen möchten wir uns bei Ihnen für Ihre anhaltende Gebete und Ihre Unterstützung bedanken. Dank Ihnen können wir Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen bringen.

Update 27.03.2020

Derzeit können wir angesichts der Corona-Pandemie und den damit gegebenen Beschränkungen unsere Aktivitäten an Bord der Africa Mercy und innerhalb des Senegals nicht wie geplant fortführen (s.u.). Unser Ziel ist es, die chirurgische Versorgung in Ländern südlich der Sahara zu verbessern. Wir prüfen derzeit Wege, wie wir unserem Auftrag angesichts der Krise bestmöglich nachkommen können.

Die Africa Mercy muss routinemäßig gewartet werden. Üblicherweise finden diese Wartungsarbeiten während der Sommermonate statt. Mercy Ships sucht momentan nach geeigneten Häfen, in denen wir die Wartungsarbeiten in diesem Jahr vorziehen könnten. Das würde es uns ermöglichen, nach Abklingen der Krise schnellstmöglich wieder nach Afrika zurückzukehren um unseren Einsatz fortzuführen. Als Organisation erscheint uns dies derzeit als beste Option, die Zwangspause sinnvoll zu nutzen. Darüber hinaus evaluieren wir, wie wir unter Berücksichtigung operativer Beschränkungen, denen Mercy Ships unterliegt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie unterstützend tätig sein können.

Meldung 20.03.2020

Die rasante Ausbreitung des COVID-19-Virus, die von der Weltgesundheitsorganisation als Pandemie eingestuft wird, die damit verbundenen Sicherheitsbestimmungen und die Reiseeinschränkungen der verschiedenen Länder stellen auch Mercy Ships vor nie dagewesene Herausforderungen.

 

Unsere größte Sorge gilt der Sicherheit und Gesundheit der senegalesischen Bevölkerung, unserer Patientinnen und Patienten, unserer Ehrenamtlichen und Crew im Einsatz und unserer Mitarbeiter weltweit. In Abstimmung mit der senegalesischen Regierung, dem Präsidenten Macky Sall und dem Ministerium für Gesundheit, haben wir daher entschieden, unsere Aktivitäten im Senegal zu begrenzen.

 

Derzeit nehmen wir keine neuen Patientinnen und Patienten an Bord auf. Alle bereits operierten Patientinnen und Patienten werden selbstverständlich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen weiter von uns behandelt. Die Durchführung unserer Projektarbeit innerhalb des Landes und die Behandlung von Patientinnen und Patienten in unserer ausgelagerten Dentalklinik ist momentan nicht möglich. Wir reduzieren außerdem die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord.

Unser Herz schlägt für die Menschen in Westafrika. Mehr denn je ist uns bewusst, wie wichtig eine gute Gesundheitsversorgung ist. Mehr denn je sind wir entschlossen, Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen zu bringen. Wir prüfen derzeit weitere Schritte, wie wir innerhalb dieser Krise unserem Auftrag nachkommen können und werden darüber informieren.

Auch wenn wir die Reduzierung unserer Aktivitäten bedauern, so sind wir trotzdem überzeugt davon, dass diese nötig sind für die Sicherheit und das Wohlbefinden aller. Wir danken herzlich für das Verständnis und den Beistand unserer Unterstützer, unserer Spender, unserer Ehrenamtlichen und Partner.

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Tabea Supplieth
Tabea Supplieth
Als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit berichtet Tabea Supplieth regelmäßig über unsere Arbeit an der Küste Subsahara-Afrikas.

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