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M'Mah strahlt endlich

Sie will ganz normal leben wie alle anderen Kinder

M`Mah vor der OP.

Als M'Mah geboren wurde, hatte ihre Mutter einen einfachen Wunsch für ihre Tochter: "Ich wollte, dass sie wie ein Diamant ist - um hell zu leuchten", sagte sie. Leider wurde dieses Licht in ihr den größten Teil ihres Lebens von einem gutartigen Neurofibrom Tumor gedämpft, der sich zunehmend auf ihrer Stirn wölbte. Neurofibromatose ist selten und wird meistens vererbt, manchmal ist es aber auch ein genetischer Defekt, der erst später im Leben auftritt. In westlichen Ländern werden Betroffene frühzeitig behandelt und können darum ein relativ normales Leben führen. Im westafrikanischen Guinea jedoch sieht die Situation für Kranke ganz anders aus.

Als M´Mah noch ein Baby war, bemerkten ihre Eltern einen kleinen Knoten und dunkle Haare, die über ihrem linken Auge wuchsen. Als sie fünf Jahre alt war, hing M'Mah's Neurofibrom bereits wie ein Beutel von ihrer Stirn und begann, ihr linkes Auge zu verschieben. Im Laufe der Zeit entwickelten sich weitere Knoten auf ihrem Schädel und an ihrer Oberlippe, die zu schweren Schwellungen wuchsen.

Mutter und Kind warten darauf, an Bord gehen zu können.

Angst vor den anderen, Angst vor der Schule

Die anderen Kinder mobbten M'Mah, sie beschimpften sie und nannten sie "krank". Sie spielten nicht mit ihr, weil sie sich vor ihr fürchteten. So verbrachte sie ihre Kindheit im Verborgenen. Sie weigerte sich, zur Schule zu gehen, obwohl ihre Eltern verzweifelt wollten, dass sie eine Ausbildung erhält. "Sie hatte solche Angst. Sie befürchtete, dass jeder über sie lachen würde", sagte M'Mah's Mutter.

Unter dieser dicken Decke aus Unsicherheit und Angst fiel es schwer, in M'Mah das süße, verspielte Mädchen zu sehen, das in ihrem Inneren eingeschlossen war und darauf wartete, endlich freigelassen zu werden. Die Familie war arm und kämpfte darum, ihre beiden Kinder zu ernähren. Eine teure und komplizierte Operation kam daher nicht in Frage. Ihre Eltern beteten jeden Tag für die Heilung ihrer Tochter.

Liebe lässt das kleine Mädchen während der Genesung aufblühen.

Eine neue Zuversicht wächst heran

Als sie von Mercy Ships hörten, war M'Mah's Mutter überglücklich. Es war das erste Mal, dass sie es wagte zu glauben, dass ihre Tochter operiert werden könnte. Die Familie reiste stundenlang, um zur Africa Mercy zu gelangen, aber das Ziel war jede mühsame Meile wert. Bald entfernte ein ehrenamtlicher plastischer Chirurg, der sich auf Neurofibrome spezialisiert hatte, den Tumor über dem linken Auge, der M'Mah schon seit Jahren gequält hatte.

Die Wochen nach ihrer Operation verbrachte M'Mah an Bord, um zu genesen. Krankenschwestern und andere Patienten überschütteten sie mit Liebe und Freundschaft, vorsichtig begann das kleine Mädchen aufzublühen. Frei von Sorgen traute sich die süße Fünfjährige langsam aus ihrem inneren Versteckt heraus und ihr innerer Diamant begann zu leuchten.

Mittlerweile geht es ihr viel besser. Mit ihrem wachsenden Selbstbewusstsein hat M'Mah nun keine Angst mehr, in die Schule zu gehen, sie wird den Unterricht im nächsten Jahr beginnen. "Als wir zum ersten Mal auf das Schiff kamen, dankte ich Gott immer wieder", sagte M'Mah's Mutter. "Es gibt kein Geschenk, das größer ist als eine gute Gesundheit."

Wieder zuhause nach der OP: M´Mah (hüpfend) kann wieder mit beiden Augen sehen und freudig mit anderen Kindern spielen.

Weiterführende Links:

Hintergrundinfo über unser chirurgisches Programm

Wenn auch Sie dazu beitragen möchten, dass Patienten wie M´Mah geholfen wird, können Sie die Arbeit von Mercy Ships mit einer Spende unterstützen.


06. Februar 2019

bringt Hoffnung und Heilung...