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Sayoe kämpft um ihren Sohn

Mohammed ist kein "Teufelskind"!

Trotz Lippen- und Gaumenspalte verging Mohammed nicht das Lächeln.

Die 19-jährige Sayoe hätte nie gedacht, dass die Geburt ihres ersten Kindes Mohammed kein freudiges Ereignis sein würde. Aber als ihr Baby mit einer Lippen- und Gaumenspalte geboren wurde, beschuldigten die Leute sie der Hexerei und sagten, dass die Missbildung ihres Kindes ein Fluch sei. Sie nannten Mohammed ein „Teufelskind“ und forderten sie dazu auf, ihn aufzugeben. Aber sie entschloss sich, für ihn zu kämpfen.

"Die Leute sagten mir, ich solle ihn loswerden", erinnerte sich Sayoe. "Sie sagten mir, dass ich etwas falsch gemacht hätte, dass ich mich mit Hexerei beschäftigt hätte und dass ich ihn am Straßenrand zum Sterben zurücklassen sollte. Aber ich konnte es einfach nicht tun. Er ist mein erstes Kind und ich liebe ihn."

Dr. Sandra weiß Rat

Lippe und Gaumen wurden operiert und verheilen bereits gut.

Angesichts der Tatsache, dass sie sich selbst um Mohammed kümmern musste, brachte sie ihn in eine Klinik in ihrem Heimatland Sierra Leone. Hier traf sie eine Ärztin aus Holland, Dr. Sandra, die als Kind 14 Jahre bei Mercy Ships verbracht hatte, während ihre Eltern in den 1980er Jahren dort als Ehrenamtliche arbeiteten.

Dr. Sandra wusste, dass sich die Africa Mercy gerade im Nachbarland Guinea befindet, also arrangierte sie für Sayoe und ihren Sohn die Reise zum Schiff. Sie war zuversichtlich, dass Mohammed für eine Operation zur Korrektur seiner Lippen- und Gaumenspalte akzeptiert werden würde. "Es ist eine Freude und ein Privileg, Kinder zur Operation zu Mercy Ships zu schicken", sagte Dr. Sandra. "Nicht nur, weil die Operation selbst so lebensverändernd ist, sondern auch, weil ich weiß, dass die Liebe und Freundlichkeit, die Mutter und Kind während ihres Aufenthalts erfahren werden, der ganzen Familie Ermutigung, Hoffnung und Heilung bringen wird."

Schicksalsgenossinnen

Geheilt und wieder zuhause - niemand wird Mutter und Kind nun noch vorwerfen, sie seien verflucht!

Der acht Monate alte Mohammed und seine Mutter reisten mit anderen Müttern und Babys, die von Dr. Sandra empfohlen worden waren, zur Africa Mercy. Dadurch begegnete Sayoe Schicksalsgenossinnen. Diese tapferen Mütter liebten ebenfalls ihre Kinder, obwohl auch sie von ihrem sozialen Umfeld verlassen worden waren. "Es war schön, hier nicht allein zu sein", sagte Sayoe. "Es gibt andere da draußen, die so gelitten haben wie ich, und ich konnte Freundinnen finden."

Kleiner „Strahlemann“

Sayoe verbrachte die Behandlungszeit auf der Africa Mercy und lernte, die Schuld und Scham, mit der sie belastet worden war, zu überwinden. Dank ihres Mutes, ihrer Liebe zu ihrem Sohn und dank der Unterstützung durch Ehrenamtliche und Spender, die die Behandlung ermöglichten, erhielt ihr hübscher kleiner Junge eine neue Chance zum Leben!

Nach einer Operation zur Korrektur seiner Lippen- und Gaumenspalte strahlte Mohammed seine Mutter mit seinem schönen neuen Lächeln an und sie dankte Gott dafür, dass er ihrem kleinen Jungen das Geschenk des Lebens gegeben hatte - nicht nur einmal, sondern sogar ein zweites Mal!

Weiterführende Links:

Hintergrundinfo über unser chirurgisches Programm

Wenn auch Sie dazu beitragen möchten, dass Patienten wie Mohammed geholfen wird, können Sie die Arbeit von Mercy Ships mit einer Spende unterstützen.


9. Januar 2019

bringt Hoffnung und Heilung...