Bambay

Bloß nicht als Bettler enden!

Das ist Bambays Lebensmotto. Es spiegelt nach einem grausamen 10jährigen Bürgerkrieg die Lebensrealität in Sierra Leone wider. Dieser Krieg hat das Leben unzähliger Menschen zerstört, ein einziges Schlachtfeld und große Armut hinterlassen.

Im Krieg flohen Bambay, seine Mutter und seine zwei kleinen Geschwister aus ihrem Dorf in den Busch, um sich dort zu verstecken. Während der Suche nach etwas Essbarem, nutzte Bambay die Gelegenheit, um ins Dorf zurück zu laufen, um dort etwas aufzutreiben. Es wurde spät und so übernachtete er dort bei einem Freund. Doch dies wurde ihm zum Verhängnis. In dieser Nacht wurde das Dorf von rebellischen schreienden Soldaten angegriffen: „Ihr habt diesen Präsidenten gewählt!“ Bambay versuchte ihnen zu erklären, dass

er erst 15 sei und noch gar nicht hat wählen können. Das interessierte die Soldaten nicht im Geringsten, sie hackten ihm die Hände ab und ließen ihn mitsamt den anderen verstümmelten Dorfbewohnern zurück.

Schon bald wurde Bambay von einem fahrenden Händler aufgegabelt und zu einer Nonne in eine nahe gelegene Kirche gebracht. Diese begleitete ihn in ein Krankenhaus und half, ihn gesund zu pflegen. Während dessen fragte sie ihn einmal, was er tun würde, wenn er den fände, der ihm das antat. „Ich würde ihn auf der Stelle umbringen!“, entgegnete Bambay. Die Nonne begann nun, Samen der Versöhnung in Bambay zu säen. Sie wollte ihm klar machen, wie wichtig es für seine Zukunft ist, den Hass loszulassen, um Raum für Vergebung zu schaffen. Sie tat alles, um den jungen Mann auf sein Leben allein vorzubereiten.

Eines Tages traf er tatsächlich „Sewer Poison“, den Mann, der ihm die Hände abgehackt hatte. Bambay ergriff ihn, er hätte nun alles mit ihm machen können, sogar seine Freunde wollten den Mann an seiner Stelle ermorden. Der flehte um sein Leben. Bambay, in den der Same der Vergebung gesät worden war und Früchte trug, konnte nun vergeben und ließ ihn schließlich laufen. Dieser Schritt befähigte Bambay, sein Leben weiter anzupacken. Er lernte Mary kennen, sie heirateten und haben nun eine 7 Monate alte Tochter, Ann.

Heute ist Bambay ein Student im „Food for Life Program“, das mithilfe von Mercy Ships und der Nichtregierungsorganisation Bethesda entstand. Das Ziel dieses Programms ist, Menschen nachhaltigere Methoden der Landwirtschaft aufzuzeigen und ihnen Führungsqualitäten zu vermitteln. Die so ausgebildeten „Trainees“ wirken weiter als Multiplikatoren für andere. In ähnlicher Weise wird das Programm auch in Sierra Leone umgesetzt. Ein Partner von „Food for Life“ ist das „City of Rest Rehabilitation Center‘s Agriculture Therapy and Skills Training program“. Bambay möchte das erlernte bibelfundierte Konzept nutzen, um dort psychisch Erkrankten, Drogen- und Alkoholabhängigen zu helfen. In der Tat ist Bambay eine herausragende Persönlichkeit, die mehr erreicht hat als die Devise, niemals als Bettler zu enden, je versprochen hätte.

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