Nie verlernt zu lachen

Während Djazims Reha kämpft sein Vater mit dem Tod

Djazim ist ein geborener Entertainer – und er weiß das genau. Seine quirlige Art und sein gewinnendes Lächeln zeichnen den kleinen Jungen aus. Im Alter von vier begannen sich jedoch seine Beine zu verformen. Eines seiner Knie drehte sich nach innen, das andere zur gleichen Zeit nach außen. Er konnte nicht mehr laufen, nicht mehr mit den Nachbarsjungen spielen und auch nicht in die Schule gehen. Djazim litt an einer genetischen Krankheit, als "windswept legs" bezeichnet, was wörtlich etwa "windzerzauste Beine" bedeutet.

Seine Mutter Salimatu und sein Vater Jubulin suchten überall Hilfe, nicht ahnend, dass gerade die „Africa Mercy“ die belebte Hafenstadt Cotonou in Benin ansteuerte, nur noch wenige Stunden von ihrem Ziel entfernt. Eines der Auswahlteams von Mercy Ships fand Djazim und seine Eltern und er erhielt zügig einen Termin für eine Operation.

Die Hiobsbotschaft
Tapfer durchstand Djazim seine Operation, was Salimatu freudig telefonisch zuhause mitteilte. "Als ich aber mit meinem Ehemann sprach, gestand er mir, er fühle sich nicht gut, er schwächele zunehmend seit einer Weile", erinnert sie sich. Ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich, als Jubulin bei ihrem nächsten Anruf nicht einmal mehr in der Lage war, den Hörer ans Ohr zu halten. Von jetzt auf gleich war er sterbenskrank geworden.

Während sich Djazim im Laufe der langen Reha allmählich erholte, selig unwissend und in seiner gewohnt heiteren Stimmung, fragte sich Salimatu, ob Jubulin sterben würde. "Ich brachte es nicht fertig, etwas zu essen. Unaufhörlich betete ich zu Gott, er möge barmherzig sein und den Mann, den mein Djazim und ich so sehr liebten, heilen."

So verging die Zeit. Salimatu verheimlichte Djazim, wie schlimm es seinem Vater ging. Während er frohen Mutes seine Fortschritte feierte, bangte sie um das Leben ihres Mannes.

Freudiges Wiedersehen
Eines Tages jedoch hatten sich die Dinge verändert: "Auf einmal, als ich ihn erneut anrief, hörte ich seine Stimme am anderen Ende der Leitung", erzählt Salimatu mit strahlenden Augen. Er konnte den Hörer wieder halten.

Nur eine Woche später besuchte Jubulin seine Familie im HOPE-Zentrum, der ambulanten Einrichtung von Mercy Ships. Djazim, der kleine Wildfang, überfiel ihn hemmungslos und schlang seine Arme fest um den Papa. Immer wieder wirbelte Jubulin seinen Sohn im Kreis herum. "Ich hatte geglaubt, ihn nie wiederzusehen. Aber das habe ich. Und nicht nur das: Er rannte sogar auf mich zu!"

Bald darauf war Djazim stark genug, den Weg zurück nach Hause anzutreten, um dort mit alten Traditionen fortzufahren: Jeden Morgen begrüßt er seinen Vater mit einem Lied. Aber es ist ein neues hinzugekommen, eines, das er auf der Africa Mercy gelernt hat. "Jedes Mal wenn Djazim anfängt, das Schiffslied zu summen", verrät Salimatu vergnügt, "kann ich nicht anders, ich muss sofort lachen und mich freuen."

bringt Hoffnung und Heilung...
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