Edith

Endlich nicht mehr ausgegrenzt

„Bin ich wieder schön?“, fragte die 13-jährige Edith und hob langsam den Handspiegel.

Der riesige Tumor, der ihr Gesicht beherrscht hatte, war fort. Ein Arzt im örtlichen Spital hatte ihn entfernt. Tagelang war ihr Gesicht unter Verbänden versteckt. Die Schwestern hatten gesagt, nach der Operation wäre sie wieder hübsch. Sie war gespannt. Und nun wurde der Verband abgenommen. Als sie den Spiegel endlich so hoch hielt, dass sie sich sehen konnte, begann sie zu weinen.

Edith war noch ein Kind, als der Gesichtstumor zu wachsen begann. Als sie 13 war, hatte er die Grösse einer Faust. Er verschob Augen, Nase und Mund, so dass sie zunehmend Schwierigkeiten hatte, zu essen oder zu atmen. Ihr Leben war ernsthaft in Gefahr.

Die Operation im örtlichen Spital rettete ihr zwar das Leben. Aber sie wurde nicht von einem Spezialisten ausgeführt und ihr Gesicht war danach schrecklich entstellt. „Keiner wollte mir nahe kommen“, sagt Edith. „Alle liefen weg, wenn sie mich sahen. Keiner fasste etwas an, was ich berührt hatte. Ich hatte keine Freunde.“ Monatelang wagte Edith sich nicht vor die Tür und blieb allein im Haus.

Doch dann kam Hoffnung in Gestalt der Africa Mercy. Nach einer Untersuchung durch unsere Ärzte wurde Edith für eine Operation an Bord angenommen. Der Spezialist konnte ihr zwar nicht versprechen, dass ihr Gesicht wieder aussehen würde wie früher. Aber er konnte die Wange wiederherstellen. Das würde ihr Aussehen entscheidend verbessern und sie würde auch das rechte Auge und Nasenloch wieder gebrauchen können.

Diese zweite Operation war erfolgreich und an Ediths Lächeln kann man erkennen, dass sie ihre Würde wiedergewonnen hat. Nun kann sie anderen auch wieder furchtlos ins Gesicht sehen.

Dank unserer freiwilligen Ärzte, der engagierten Crew auf der Africa Mercy und nicht zuletzt dank Ihnen, unseren treuen Unterstützern, wagen Teenager wie Edith wieder, ihr einst entstelltes Gesicht in der Öffentlichkeit zu zeigen.

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