Fenosoa

Reise zum Glück

Obwohl der fünfjährige Fenosoa und seine Familie in ein und demselben madagassischen Dorf wohnen, wächst der kleine Junge in der nahegelegenen Hütte seines Großvaters auf. Auf die Frage nach dem "Warum" entgegnete der betagte Papa Denis schlicht: "Weil er seinen Opa so sehr liebt."

Von Geburt an litt der Junge unter einer Zyste, die mittlerweile an seiner Körperseite so groß geworden war, dass er dadurch manchmal sogar das Gleichgewicht verlor. Diese wuchernde Geschwulst war immer an seiner Seite und wuchs von Tag zu Tag ein Stück mehr.

Als Fenosoas Vater durch eine Radiosendung über Mercy Ships von den kostenfreien medizinischen Spezialeingriffen in Madagaskar hörte, fasste er wieder Mut für seinen Jungen. Er brachte seinen Sohn und den 86-jährigen Großvater nach einem fünftägigen Fußmarsch zu einer Anschlussstelle der nächsten öffentlichen Verkehrsmittel. Als sie drei weitere Tage in Bussen unterwegs waren, näherten sie sich langsam dem Hospitalschiff und kamen dem Ziel näher, endlich die dringend notwendige Operation zu erhalten.

Nach einer Untersuchung erklärten die Crew-Mitglieder, dass sie Fenosoa zwar helfen können, aber die Kapazitäten für den Behandlungszeitraum des bestehenden Jahres bereits erschöpft seien. Ihre wertvolle Terminkarte fest in den Händen haltend, traten die beiden enttäuscht den beschwerlichen Heimweg an. Im Folgejahr, wenn Mercy Ships wieder in Madagaskar ankert, wollten sie es erneut versuchen. Die ausgelassene Plauderei zwischen Großvater und Enkel auf dem Nachhauseweg zeigte Außenstehenden deutlich, wie groß ihre Zuneigung zueinander war.

Im Folgejahr entfernten ehrenamtliche Ärzte dann endlich die 750 Gramm schwere Lymphgefäß-Zyste am Körper von Fenosoa. Der kleine Patient konnte sein Glück kaum fassen: "Ich weiß nicht, was geschehen ist. Ich habe geschlafen und als ich aufgewacht bin, war es nicht mehr da!"

Auf seinem Krankenbett dachte er angestrengt über die Frage nach, wie er sein Abenteuer seinen Spielkameraden zu Hause erklären könnte? Schließlich war er der Jüngste aus seinem abgeschiedenen Dorf, der jemals eine so lange Reise bis zur Küste und wieder zurück gewagt hatte. Daheim angekommen, fiel ihm die Antwort ein: „Dieses Schiff ist so riesig und sieht aus wie ein ganzes Dorf!“

Endlich konnte er die Beeinträchtigungen und die Last seiner langen Erkrankung hinter sich lassen. Umso eiliger fieberte er dem Wiedersehen mit seinen Freunden entgegen. Er wollte zurück zu all den wilden und nicht enden wollenden Soccer- und Murmelspielen, die kleine Jungen auf der ganzen Welt so sehr lieben – ganz gleich, welche Sprache sie sprechen.

bringt Hoffnung und Heilung...
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