Grace

Eine Menschenkette der Nächstenliebe

06.03.2014

Die 17-jährige Grace war eine der ersten, die bei unserem Einsatz in der Republik Kongo als Patientin ausgewählt wurde. Entstanden war ihr Kontakt zu Mercy Ships auf ungewöhnliche Weise.

Vielleicht fragen Sie sich, nach welchen Kriterien wir unsere Patienten auswählen? Die meisten von ihnen kommen zu den Untersuchungstagen, die wir an verschiedenen Orten im jeweiligen Gastgeberland organisieren. Doch im Fall von Grace war es anders. Der Kontakt zwischen ihr und unserem Hospitalschiff wurde durch eine einzigartige „Menschenkette“, die von Afrika bis nach Europa reichte, hergestellt.

Das erste „Glied“ der Kette war Pastor Grégoire. Er begegnete Grace im August 2012 in einem Krankenhaus in Kinshasa. Ihr 2,2 kg schwerer Gesichtstumor schockierte ihn, aber zugleich war er tief bewegt. Er schloss das junge Mädchen sofort ins Herz und besuchte sie von da an regelmäßig. Bei seinen Besuchen erfuhr er, dass Grace mit elf Jahren an einer Kieferentzündung gelitten hatte und bereits zwei Mal operiert worden war. Beide Eingriffe waren erfolglos verlaufen und die Ärzte hatten sie aufgegeben. Viele Stunden verbrachte Grégoire bei Grace im Krankenhaus, um sie zu trösten. Oft war sie so verzweifelt, dass sie die ganze Nacht weinte und Nahrung und Getränke verweigerte. Das Geschwür wuchs unterdessen weiter und entstellte ihr Gesicht immer mehr.

Im gleichen Sommer lernte Grégoire einen Schweizer Pastor kennen und erzählte ihm von Grace. Zurück in der Schweiz beschrieb dieser Pastor in seinem Rundbrief ihr Schicksal. Den Brief erhielt auch eine frühere Mitarbeiterin von Mercy Ships, die den Pastor ermutigte, sich an Mercy Ships zu wenden. Nach gelungener Kontaktaufnahme wurden Grace und Pastor Grégoire gebeten, nach Pointe Noire in der Republik Kongo zu kommen. Dort angekommen wurde Grace von dem erfahrenen Gesichtschirurgen und Chefarzt Dr. Gary Parker untersucht, der feststellte: Grace Tumor war operabel! Und so war die Menschenkette vollendet, Grace war am Ziel.

In zwei Operationen wurde Grace ein künstlicher Kiefer aus Titan eingesetzt, ein weiterer Eingriff ist für den März dieses Jahres vorgesehen und bald danach wird Grace nach Hause zurückkehren. Dort möchte sie wieder zur Schule gehen und später, wie viele unserer Patienten, Medizin studieren oder Krankenschwester werden. Dass Grace operiert werden konnte, ist einer Kette einzelner Menschen zu verdanken, die von ihrer Geschichte berührt waren und helfen wollten.

"Gott ist gut, denn Er hat etwas Großes für mich getan. Ich hätte nicht geglaubt, dass mir geholfen werden könnte. Aber Gott hat sich erbarmt. Mercy Ships kam nach Pointe Noire, sie haben mich operiert und heute geht es mir besser.“ Grace, 17 Jahre

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