Ibrahim

Ein junger Mann bekommt neuen Mut

Ibrahim war vier Jahre alt, als er beim Spielen stürzte und sich am Kinn verletzte. Die Wunde verheilte zunächst – aber mit der Zeit verschob sich sein Unterkiefer immer mehr. Mit sechs Jahren konnte er seinen Kiefer kaum noch bewegen und mit Zwölf war es ihm nicht mehr möglich zu sprechen oder feste Nahrung aufzunehmen.

„Zwei Jahre nachdem ich gefallen war bemerkte meine Schwester, dass sich mein Mund verschob. Sie brachte mich zum Arzt und es stellte sich heraus, dass ein Knochenbruch im rechten Kiefer die Ursache dafür war. Es kam noch schlimmer: der Arzt ging davon aus, dass sich mit zunehmendem Alter nicht nur mein Mund verändern würde. Vielmehr würde sich mein Kiefer im Laufe der Zeit so verformen, dass eine vollständige Versteifung zu erwarten sei. Hilfe für mich gäbe es nicht, weil die Stadt über keinen Spezialisten mit den nötigen Geräten verfüge. Der Arzt informierte daher meine Eltern und ließ sie wissen, dass er nichts für mich tun könne.

Als ich in die Sekundarstufe wechselte, hatte ich viel zu erleiden. Manche Mitschüler verhielten sich gemein und gaben mir alle möglichen Schimpfnamen. Zuerst nannten sie mich Mr. Bean, weil sie meinten, ich sähe aus wie der berühmte englische Komiker. Später änderten sie das in Mr. Ben um, was in unserem Dialekt „schief“ bedeutet. Ich hatte Angst, unter Schmerzen aufwachsen zu müssen und so mein ganzes Leben zu verbringen.“

2011 hörte Ibrahim, dass Mercy Ships nach Sierra Leone kommen würde. Als die Africa Mercy in Freetown vor Anker ging, machte er sich gleich auf den Weg dorthin. Unter den vielen Tausend Patienten, die auf Hilfe von Mercy Ships hofften, bekam er einen Termin zur Untersuchung.

„Dann erhielt ich die Zusage von Mercy Ships, dass ich operiert werde, und stellt euch vor – die Operation war ein Erfolg! Als ich nach dem Aufwachen in den Spiegel sah, konnte ich kaum glauben, dass dies mein Gesicht war. Es war herrlich … ein Wunder!

Vor der Operation verkroch ich mich meist zu Hause, weil ich mich schämte, auf die Straße zu gehen. Jetzt ist das anders! Ich treffe Leute und sie sagen sogar, ich sehe gut aus. Ich bin mutiger geworden. Ich rede viel. Ich rede gern. Meine Geschwister sagen: ‚Du redest zu viel’, weil ich zu Hause jetzt die ganze Zeit rede. Ich danke der Besatzung von Mercy Ships für ihre Güte und professionelle Hilfe.”

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