Kossi

Operation rettet Neugeborenem das Leben

Der 5 Tage alte Kossi wird sich an die Zungenoperation auf der Africa Mercy, die sein Leben rettete, nicht erinnern. Aber seine Eltern werden diesen Tag wohl nie vergessen.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten schon bei der Geburt mit Atemnot zu kämpfen. Neun Monate lang hatten Sie es im Bauch Ihrer Mutter warm und gemütlich. Dann müssen Sie plötzlich hinaus ins helle Licht und bekommen keine Luft mehr.

Genau das erlebte Kossi in Kpalime, Togo. Kossis Mutter Akoua litt unter sehr starken Wehen und brauchte einen Kaiserschnitt. In dem Moment, in dem Kossi das Licht der Welt erblickte, begannen die Probleme.

Auf der Oberseite von Kossis Zunge wuchs eine Zyste, so dass die Zunge bereits doppelt so gross war, als normal bei einem Neugeborenen. Der Kleine konnte aufgrund dessen nicht saugen und dadurch nicht genügend Nahrung zu sich nehmen. Ohne Behandlung würde er irgendwann verhungern. Der Arzt im Spital wusste, dass er keine Möglichkeit hatte, Kossi zu helfen. Deshalb griff er zum Telefon und rief seine Freunde bei Mercy Ships an. Und tatsächlich fanden die Ärzte noch eine Lücke für Kossi im randvollen Operationsplan.

Nur wenige Stunden nach seiner Ankunft auf dieser Welt kam die Zusage für eine Operation. Sobald Akoua wieder kräftig genug war, machte sich die Familie auf die dreistündige Fahrt nach Lomé, wo die Africa Mercy vor Anker lag.

Kossi wurde in Empfang genommen – und sofort von allen Pflegenden ins Herz geschlossen. Es kam nicht allzu oft vor, ein Neugeborenes auf der Station zu haben.

Der Tag der Operation kam, und es war Kossis Mutter anzusehen, wie nervös sie war. Aber sie wusste, die Operation war lebenswichtig.

Im OP wartete Dr. Leo Cheng, ein Kiefer- und Gesichtschirurg. Alles ging gut und es gab keine Komplikationen. Ein paar Stunden später war Kossi zurück auf der Pflegestation und in den Armen seiner Mutter. Nur die Nähte auf seiner flachen Zunge deuteten darauf hin, dass er operiert worden war.

Dr. Cheng meinte zu seinem kleinen Patienten: „Kossis Zustand war sehr ernst. Weil seine Zunge sich nach aussen wölbte und nicht nach innen, wie es normal ist, konnte er nicht saugen. Das war das zu dem Zeitpunkt primäre Problem. Das sekundäre war, dass die Zyste, wenn sie weiter gewachsen wäre, seine Luftröhre verschliessen und ihn hätte ersticken können.“

Bald war es Zeit für Kossi und seine Eltern, in ihr Dorf in der Nähe von Kpalime zurückzukehren. Kossi wird sich an seinen Aufenthalt bei Mercy Ships nicht mehr erinnern. Aber seine Eltern werden das grosse weisse Spitalschiff wohl nie vergessen.

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