Mama Josephine

Neue Hoffnung für eine Mutter

Josephine hatte schon vier Kinder, als sie feststellte, dass sie mit dem fünften schwanger war. Obwohl im letzten Moment ein Kaiserschnitt vorgenommen wurde, überlebte das Baby nicht. Josephine aber erlitt bei der Geburt eine Verletzung, die als Scheidenfistel bekannt ist. Diese Verletzung kommt in Afrika leider häufig vor und tritt auf, wenn sich Komplikationen während der Geburt einstellen und nicht rechtzeitig medizinische Hilfe erfolgt.

Die Folge ist ein Riss in der Scheidenwand, der zu einer schweren Inkontinenz führt. Weil Josephines Ehemann noch nie von diesem Problem zuvor gehört hatte, dachte er, seine Frau sei ihm untreu gewesen. Er warf ihr vor, sie sei eine Prostituierte, und jagte sie aus dem Haus.

Sie nahm die drei kleineren Kinder mit sich und zog zu ihrem Vater. Damit sie alle ernähren konnte, beschloss sie, Tapioka – ein Stärkemehl aus der Wurzelknolle des Manioks – herzustellen und auf dem Markt zu verkaufen. Doch vom Geruch ihrer urin-feuchten Kleider angewidert, wandten sich die Kunden ab und niemand kaufte bei ihr. Schließlich blieb ihr nichts anderes übrig, als am Straßenrand irgendwelchen Ramsch zu verkaufen.

Wohin sie auch ging, Klatsch und verletzende Worte folgten ihr bis sie sich irgendwann vor Scham nicht mehr aus dem Haus traute. Sie selbst berichtet: „Wenn ich im Schlaf aufwachte, waren das Bett und alles um mich herum nass und ich sagte zu mir: ‚Was ist das für ein Leben?’“

Neue Hoffnung kam auf, als sie hörte, dass die Africa Mercy nach Togo kam. Sie ging zu einer Voruntersuchung und wurde für eine Operation angenommen.

Nach sieben Jahren voller Demütigungen war sie wieder trocken! Bei der Feier für das herrliche, neu geschenkte Leben sagte Josephine: „Ich möchte Gott danken, ich möchte den Ärzten danken und allen Mitarbeitern.“

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass in den Ländern der Dritten Welt mehr als zwei Millionen Frauen und Mädchen wie Josephine mit einer Scheidenfistel leben und jährlich 50.000 bis 100.000 neue Fälle dazu kommen.

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