Namina

Namina muss nicht länger ihren Blick senken

Als gesundes Baby geboren, fingen die Beschwerden mit 18 Monaten an: Naminas Gesicht schwoll in Kürze an, und eines Tages konnte sie nicht einmal mehr die Augen öffnen. Voller Angst wickelte ihre Mutter Wara sie in ein Tuch und brachte sie in die Klinik vor Ort.

Jeden Tag machte sie mit ihrer Tochter auf dem Rücken diesen Gang. Doch trotz der Spritzen, die sie dort bekam, fraß sich die Krankheit weiter in Naminas Wange und hinterließ ein tiefes Loch.

Eine bösartige Bakterie, die sich vor allem in Kindern ausbreitet, als „Noma“ oder auch als "Wangenbrand" bekannt, führte bald zu einem beißenden Geruch, der aus der Wunde strömte.

Wara und ihr Mann waren am Rande der Verzweiflung. Das Geld war knapp, und außer Namina gab es noch weitere sieben Geschwister zu versorgen. Als Waras Mann plötzlich schwer erkrankte und starb, drohte die Frau an ihren Belastungen zusammenzubrechen. Sie war gezwungen, am Morgen noch früher aufzustehen, um Feuerholz für den Verkauf zu sammeln.

Ihr ebenfalls verzweifelter Bruder brachte Wara mit ihrem Kind, dessen Leben auf der Kippe stand, schließlich in eine frühere Feldklinik von Mercy Ships. Dort nahm Dr. Sandra Lako die kleine Namina auch sofort in Augenschein und schaffte es, die Entzündung nach und nach zum Stillstand zu bringen. Drei Jahre kontrollierte die Ärztin regelmäßig ihren Zustand.

Als Dr. Sandra erfuhr, dass die Africa Mercy in Freetown anlegen sollte, erinnerte sie sich an ihre prägende Kindheit als Tochter von Langzeitmitarbeitern auf der Anastasis, dem ersten Hospitalschiff von Mercy Ships. Sie überredete die ängstliche Wara, mit Namina auf das Schiff zu gehen, wusste sie doch um die gute Behandlung und die Chance einer kostenlosen Operation.

Namina lief mit gesenktem Blick neben ihrer Mutter und Dr. Sandra die Gangway zum Schiff hinauf. Auch als man das Kind in seiner Muttersprache empfing, hob sie den Kopf nicht - vor lauter Angst, ausgelacht zu werden.

Nach einer fachmännischen Untersuchung und in einer komplizierten Operation stellte der Gesichtschirurg Dr. Gary Parker Naminas Gesicht wieder her und gab ihr so die Möglichkeit zurück, mit offenem Blick die Welt zu erkunden.

Die Mutter war überglücklich über die liebevolle Begleitung in der gesamten Zeit und fasste zusammen: „Doktor Sandra hat mir immer Mut gemacht, auf das Hospitalschiff zu warten. Wenn ich sie nicht getroffen hätte, hätte ich aufgegeben.” Sowohl für Wara als auch für Namina war es ein überwältigendes Erlebnis, auf dem Schiff behandelt worden zu sein. So können sie nun getrost in ihren Alltag zurückkehren.

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