Oscar

Endlich nicht mehr verachtet

Dem kleinen Oscar drohte ein Leben am Rande der Gesellschaft – bis sein Vater von dem Spitalschiff hörte, auf dem es kostenlose Operationen gibt.

Oscar Madohona kam in der Côte d’Ivoire mit einer Lippenspalte zur Welt, an der zehn Jahre lang nichts gemacht wurde. In Westafrika kann eine Lippenspalte lebensbedrohlich sein und wird im allgemeinen als Zeichen dafür gesehen, dass die Betroffenen von bösen Geistern besessen sind. Oft werden sie von Familie und Dorfgemeinschaft verstossen.

Ein Kind mit einer Spalte ist auch für die Eltern ein Problem. Sie spüren, wie ihr Kind und auch sie selbst von der Gemeinschaft abgelehnt werden. Und auf der praktischen Ebene fehlen ihnen die Instrumente, mit denen sie dafür sorgen können, dass das Kleinkind richtig ernährt wird. Das erlebte auch Florentine, Oscars Mutter.

„Als Oscar geboren wurde, dachten manche, er sei ein böser Geist und sagten, ich solle ihn aufgeben”, erzählte sie uns. „Ich dachte, er würde sterben, weil ich nicht richtig für ihn sorgen konnte und hatte Angst, ich könnte ihn nicht füttern. Aber andere haben mir Mut gemacht und so habe ich alles in Gottes Hand gelegt und geglaubt, dass er mir hilft, mich um Oscar zu kümmern.“ 


Florentine schaffte es, Oscar äusserlich zu versorgen, aber vor Ablehnung und seelischem Schmerz konnte sie ihn nicht schützen. „Die anderen Kinder haben mich verspottet und beschimpft“, sagt Oscar. „Es war so schlimm, dass er nicht mehr in die Schule gehen wollte“, ergänzt seine Mutter. „Eine Zeitlang ist er nicht gegangen. Es hat mir sehr, sehr weh getan, wenn die Leute ihn auslachten.“

Eines Tages hörte Oscars Vater, in Benin würde auf einem Schiff kostenlos operiert. Erst war er skeptisch. Aber als er sich näher erkundigte, erfuhr er, dass es tatsächlich so ein Schiff gibt, das in Westafrika von Land zu Land fährt, um kostenlose Hilfe zu bringen! Das war sicher einen Versuch wert. Und so schickte er Florentine und Oscar auf die lange Reise nach Benin.

Florentine, die aus Benin stammt, war immer noch misstrauisch. Doch als sie mit ihrem Sohn im Hafen ankam, verflogen ihre Ängste. Es stimmte, was ihr Mann gehört hatte: Da war ein Schiff, das Oscar helfen konnte!

Oscar wurde auf dem Schiff operiert und konnte es ein paar Tage später mit einem neuen Lächeln im Gesicht verlassen. Nun muss er nicht mehr fürchten, dass man ihn auslacht. „Ich bin sehr glücklich”, sagt Oscar. „Ich werde den Kindern in der Schule erzählen, was Gott für mich getan hat.”

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