Roger

Eine Geschichte der Hoffnung

Mehr als zehn Jahre litt Roger an einem ständig wachsenden Geschwür am Kinn. Die meisten Menschen wollten wegen seines Anblicks nichts mit ihm zu tun haben. Nach der dritten Klasse ging er nicht einmal mehr zur Schule. Der Tumor war so groß geworden, dass er nicht mehr zu verbergen war. Ständig war er dem Spott seiner Mitschüler ausgesetzt, bis er ihn nicht mehr ertragen konnte. Nur sein außergewöhnlicher Sinn für Humor half ihm dabei, wenigstens ein paar seiner Freunde zu behalten.

Weil die meisten Menschen wegen seines Aussehens Angst vor ihm hatten, fand er kaum eine Arbeit. Das einzige was ihm blieb war, zusammen mit seinem Bruder Fische zu fangen und in einem Dorf in der Nähe zu verkaufen.

Eines Tages jedoch kam für ihn die erlösende Wende. Mit der Hilfe eines ihm bekannten Missionars reiste er 1.200 Kilometer von Guinea zu unserem Hospitalschiff in Sierra Leone, um sich operieren zu lassen.

Die ehrenamtlichen Ärzte von Mercy Ships entfernten den riesigen Tumor, der Roger zu ersticken drohte. Im Laufe der Jahre hatte der Tumor außerdem seine Unterlippe ausgedehnt. Eine Sprachtherapeutin von Mercy Ships arbeitete intensiv mit Roger zusammen und zeigte ihm Übungen, die ihm halfen, seine Lippe wieder zurückzubilden.

Nach mehreren Wochen kehrte Roger nach Guinea zurück. Als sein Bruder ihn sah, rief er: „Das ist NICHT Roger!” Wegen des großen Tumors hatte er vorher noch nie gesehen, wie sein Bruder wirklich aussah.

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