Ein Traum – über alle Grenzen hinweg
Wie der Mauerfall den Weg zu Mercy Ships öffnete
Als junges Mädchen hörte Angelika Beyer schon früh von Mercy Ships. Aufgewachsen in der DDR, schien der Traum, einmal an Bord des damaligen Hospitalschiffes Anastasis zu gehen, für sie unerreichbar. Doch mit dem Mauerfall wurde gleichzeitig auch der Weg zu ihrem Kindheitstraum frei. So besuchte Angelika die Anastasis 1990 im Hamburger Hafen, 1992 dann gemeinsam mit ihrem Mann Frank und ihren zwei Söhnen in Bremerhaven. Der Gedanke daran, einmal im ehrenamtlichen Einsatz für Mercy Ships an Bord des Schiffes zu sein, hat sie danach jahrzehntelang nicht losgelassen. 2023 war es dann endlich so weit! Gemeinsam mit ihrem Mann meldete sie sich für den ehrenamtlichen Dienst an Bord der Global Mercy – dem größten zivilen Hospitalschiff der Welt.
Besonderer Einsatz auf einem Hospitalschiff
Damit das Schiff für einen Hilfseinsatz bereit ist, braucht es neben dem medizinischen und maritimen Fachpersonal, eine Vielzahl an Menschen in unterschiedlichen Abteilungen. Ein nicht weniger bedeutender Bereich ist der Dienst in der Schiffsküche und dem Speisesaal für die gesamte Crew an Bord. Angelika und Frank arbeiteten fünf Wochen im Speisesaal. Und das zu einer sehr spannenden Zeit! Zwar gab es keine Patienten an Bord, dafür wurde das Schiff auf den Einsatz in Sierra Leone vorbereitet und unter großem Jubel im Hafen von Freetown empfangen. Erklärtes Ziel von Mercy Ships ist, neben der medizinischen Versorgung, zusätzlich durch Fortbildung einheimischer Fachkräfte das Gesundheitssystem in den Einsatzländern nachhaltig zu stärken. Dies setzt eine enge Zusammenarbeit mit der Regierung voraus. So waren Angelika und Frank dabei, als zahlreiche politische Vertreter und der Präsident von Sierra Leone persönlich an Bord begrüßt wurden.
Highlight: Ankunft in Sierra Leone
Für Angelika war die Einfahrt in den Hafen von Freetown einer der bewegendsten Momente, der ihr unvergessen bleibt: „Ich bin im Osten Deutschlands aufgewachsen und habe ein eher schwieriges Verhältnis zu Staatsflaggen und Fahne-Schwenken. An diesem Nachmittag und in dieser Umgebung wurde ich ein Stück weit damit versöhnt: Wir gehören zu einem bunten, internationalen Team! Davon konnte ich mich in den vorangegangenen Wochen mit immer wieder großer Begeisterung überzeugen. Und auf dem Schiff konnte ich mich hundertprozentig darauf einlassen, es genießen und das alles ganz tief einatmen. Es war wunderbar für mich (…)
„(…) Wir gehören zu einem bunten, internationalen Team! Davon konnte ich mich in den vorangegangenen Wochen mit immer wieder großer Begeisterung überzeugen. (…)“
– Angelika Beyer
Eine unglaubliche Erfahrung
Für Angelika und Frank war es eine großartige Erfahrung, mit vielen unterschiedlichen Menschen an Bord ins Gespräch zu kommen. Menschen, mit den verschiedensten Lebenswegen und -umständen aus über 60 Nationen – alle geeint in dem Ziel, Hoffnung und Heilung zu den Menschen in Afrika zu bringen.
Teilen für mehr Gerechtigkeit
„Vieles von dem, was wir bei uns als selbstverständlich ansehen, ist in den Ländern Afrikas einfach nicht vorhanden. Wir verlieren oft aus den Augen, wie ungerecht die – nicht nur medizinischen – Ressourcen auf der Welt verteilt sind. Eine größere Bereitschaft etwas abzugeben, zu teilen, das würde uns und den Menschen in Afrika guttun“, resümiert sie über ihren Einsatz auf der Global Mercy und ergänzt: „Ich möchte Menschen von Herzen ermutigen, sich ehrenamtlich für die großartige Arbeit von Mercy Ships zu engagieren. In allen Bereichen werden helfende Hände gebraucht – ob als Arzt oder Tellerwäscher – jeder Dienst führt zu dem wertvollen Ergebnis, dass den Ärmsten der Armen geholfen werden kann.“
„(…) Eine größere Bereitschaft etwas abzugeben, zu teilen, das würde uns und den Menschen in Afrika guttun.“
– Angelika Beyer
Finden Sie Ihren Platz an Bord!
Menschen wie Angelika und Frank sind Herz und Motor von Mercy Ships. An Bord unserer Hospitalschiffe werden nicht nur ehrenamtliche Fachkräfte im medizinischen Bereich gesucht. Von der Küche bis zum Kapitän sind vielfältigste Berufsfelder gefragt und für den zuverlässigen Betrieb der Schiffe unabdingbar. Nur gemeinsam als Team wird ein Hilfseinsatz zum Erfolg!
Sie haben Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit an Bord?
Wir stehen Ihnen für alle Ihre Fragen gerne telefonisch unter 0 8191 98550-14 zur Verfügung. Mehr zu unseren Stellenangeboten finden Sie hier.
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„Tell God Tenki“
Maren Jesske (33) ist Pflegefachkraft aus Haßloch in Rheinland-Pfalz und bereits zum vierten Mal mit Mercy Ships unterwegs. Auf dem Hospitalschiff Global Mercy setzt sie sich für Menschen ein, die kaum Zugang zu medizinischer Hilfe haben – mit Herz, Kompetenz und unerschütterlicher Hingabe. In unserem Gespräch mit ihr, erzählt sie von bewegenden und schweren Momenten und einer Erkenntnis, die ihr Leben verändert hat.

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Bereits seit 2020 begleitet uns die Aumund Foundation als verlässlicher Förderpartner mit Vertrauen, Tatkraft und dem gemeinsamen Ziel, Kindern in Afrika neue Lebensperspektiven zu schenken.

Vanessa Body im TV
Vanessa Body wurde in Madagaskar geboren, machte in Bad Tölz eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitet heute am Uniklinikum München. Im letzten Jahr erfüllte sie sich einen Jugendtraum und kehrte mit Mercy Ships in ihr Heimatland zurück, um auf der Africa Mercy ihren Landsleuten zu dienen. In diesem Monat war sie Talk-Gast in der BR Abendschau und berichtete live über die Arbeit auf dem Hospitalschiff.
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berichtet bei Mercy Ships über die beeindruckenden Erfahrungen der ehrenamtlichen Crew.
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