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"Ich unterstütze Mercy Ships, weil medizinische Versorgung ein absolutes Grundbedürfnis des Menschen ist und Mercy Ships diese zu den Ärmsten der Armen bringt. Hand auf´s Herz - da bin ich dabei." Wolke Hegenbarth. Sind auch Sie dabei?Jetzt spenden

Aktuelles von Mercy Ships

Willkommen an Bord

Mercy Ships freut sich über die Gründung und die Unterstützung der MSC Foundation.

Gemeinsam können wir viel verändern! Mercy Ships freut sich über den Zuwachs der MSC Group mit der Gründung der MSC Foundation. Wir sind stolz darauf, Partner dieser großartigen Organisation zu sein.

Mercy Ships ist eine internationale christliche Hilfsorganisation. Seit 1978 bringen wir mit Hospitalschiffen sichere Operationen zu den Menschen, die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Unser Tätigkeitsschwerpunkt liegt momentan in Afrika, in Ländern südlich der Sahara.

Seit 2011 ist die MSC Group offizieller Partner von Mercy Ships. In den vergangenen Jahren hat Mercy Ships auch dank dieser Unterstützung:

  • in 8 Einsatzländer investiert
  • die Leben von rund 280.000 Menschen positiv beeinflusst
  • mehr als 25.000 Operationen durchgeführt
  • rund 318.000 zahnmedizinische Eingriffe vorgenommen
  • 20 Renovierungsprojekte abgeschlossen
  • mehr als 8000 Fachkräfte des Gesundheitswesens weitergebildet
  • mehr als 300 Personen in nachhaltigen Anbaumethoden geschult

Unsere Leidenschaft gilt den Menschen in Not, unser Ziel ist die nachhaltige und langfristige Wirkung unserer Arbeit. Dank der Zusammenarbeit mit Organisationen wie MSC und MSC Foundation, dank der Zusammenarbeit mit unseren Gastgebernationen und der tatkräftigen Unterstützung unserer ehrenamtlich arbeitenden Crew ist Mercy Ships in der Lage, denjenigen, die es am dringendsten brauchen, kostenlos direkte medizinische Dienstleistungen und Schulungen anzubieten.

Haben Sie auch Interesse an einer Partnerschaft? Dann kontaktieren Sie uns!

Mercy Ships Gründer Don Stephens und Executive Chairman der MSC Cruises und MSC Foundation Pierfranceso Vago.

Vertreter von Mercy Ships und der MSC Foundation freuen sich über die Gründung.

Vom Fernseh-Krankenhaus aufs Hospitalschiff

Schauspielerin Gunda Ebert im Einsatz auf der Africa Mercy

Als Neurologin Franziska Ruhland operiert die Schauspielerin Gunda Ebert in der ARD-Serie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ im TV-Krankenhaus. Auf der Africa Mercy tauschte sie ihren Ärztekittel gegen die Kluft der Tellerwäscher ein und schnupperte afrikanische Seeluft. Im Interview erzählt sie uns, was sie an Bord besonders beeindruckt hat.

Gunda Ebert im Einsatz auf der Africa Mercy. © Mercy Ships

Vom Tellerwäscher zum Millionär – diesen Traum haben viele. Sie haben sich stattdessen als Schauspielerin mal auf sehr einfache Tätigkeiten eingelassen und sind selbst eine Küchenhilfe geworden…
Naja, so einfach war das gar nicht! Die ganzen Abläufe innerhalb kürzester Zeit zu verstehen, zur richtigen Zeit an der richtigen Position zu sein, zu wissen worum es geht… Es ist ja alles sehr eingespielt an Bord, und gerade in der Küche und im Speisesaal gibt es viele Hygiene-Vorschriften, die man auch noch beachten muss.

Wovor hatten Sie denn am meisten Respekt vor Ihrem Einsatz?
Ab 40 aufwärts hat man ja nicht immer den besten Schlaf. Und ich dachte mir: „Wie soll das gehen, mit sechs Leuten in einer Kabine, alle haben unterschiedliche Schichten, alle sind nur mit einem Vorhang voneinander getrennt?“ Ich habe jede Menge Ohropax mitgenommen. Aber ich habe nichts von alledem gebraucht! Ich habe geschlafen wie ein Baby, von der ersten bis zur letzten Nacht.

Mit fünf anderen Frauen teilte Gunda Ebert sich eine Kabine. Und schlief wie ein Baby! © Mercy Ships

Also ein kleines Wunder?
Ich glaube das liegt schon an dem besonderen Spirit an Bord. Ich war noch nie an einem Ort, wo ich so viele Menschen gesehen habe, die so viel Liebe und Licht und Freude ausstrahlen. Alle haben gut zu tun, aber ich habe trotzdem wahnsinnig viel Unterstützung bekommen. Ich habe mich extrem beschützt gefühlt. Das war für mich ein ganz großes Geschenk.

Wie viel Ähnlichkeiten hat denn der Alltag von einem Fernseh-Krankenhaus mit dem Alltag auf einem Hospitalschiff?
Oh, wahrscheinlich gibt es da sogar mehr Parallelen als zu einem deutschen Krankenhaus! In der Serie haben wir ja viel mehr Zeit für die einzelnen Patienten, auch in der Nachsorge. Und das war eben auch auf der Africa Mercy so großartig, die Möglichkeit, mit den Patienten im Hope Center oder an Deck in Kontakt zu kommen. Die Ärzte und Schwestern an Bord machen ihren Beruf mit sehr viel Leidenschaft und Liebe. Es ist bei uns in der Serie ja so, dass die Patienten, denen geholfen wurde, sehr dankbar und freudig sind. Diese Dankbarkeit und Freude, das war auch eine Sache, die man auf der Africa Mercy überall spüren konnte. Ganz viele Schwestern und Pfleger haben zu mir gesagt „Wir kriegen hier viel mehr als wir geben!“ Am Anfang habe ich gedacht das ist so eine Verabredung, das zu sagen, weil das wirklich alle gesagt haben! Aber nach fünf Tagen wusste ich, was die meinen.

Diese Erfahrung haben Sie also auch gemacht?
Ich habe ja im Speisesaal und in der Küche gearbeitet und auch da war es so, dass die Leute, wenn sie sich ihr Mittagessen abgeholt haben, durch die Luke geguckt haben und gesagt haben. „Hey, danke! Danke, dass du das machst! Denn weil du das machst, können wir uns auf unseren Job konzentrieren!“ Und egal, ob es der Maschinenraum oder OP Saal ist. Es war so ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Ein Mensch hilft mit seiner Begabung und seiner Ausbildung einem anderen Menschen, der in Not ist. Und der freut sich eben darüber und ist dankbar und gibt das dann auf seinen Wegen in seiner Welt weiter.

Tatkräftig packte die Schauspielerin in der Schiffsküche mit an. © Mercy Ships

Wie sind Sie denn auf die Idee gekommen, einen Einsatz auf der Africa Mercy zu machen? Wollten Sie mal in einem echten Krankenhaus mitarbeiten?
Nein, so war das nicht. Vor der Schauspielschule habe ich nämlich eine Ausbildung zur Krankenschwester angefangen. Dadurch habe ich also schon Erfahrung in Krankenhäusern. Ich wollte einfach gerne ein Charity Projekt machen und bin bei der Entscheidung meinem Bauchgefühl gefolgt. Das habe ich keine Sekunde lang bereut!

Was hat Sie denn besonders beeindruckt?
Es gab jeden Tag Erlebnisse, wo ich gedacht habe: „Wow, das machen die auch noch?“ Mich hat beeindruckt wie nachhaltig alles ist. In Guinea wurde ja an Land eine Zahnklinik aufgebaut. Dort habe ich zum Beispiel gesehen, dass einfach jeder Arzt, der dort arbeitet, einen afrikanischen Kollegen weiterbildet. Ich habe mir alles angeguckt, jede Vorratskammer, jeden Zahnarztstuhl, und weiß einfach, wie viel da bleibt für die Menschen, wenn das Schiff nach 10 Monaten wieder in See sticht.

Sie waren so begeistert, dass Sie nach einer Woche direkt eine Spendenaktion gestartet haben.
Mir war klar, dass ich meine Kraft und Energie für diese Organisation einsetzen möchte! Mir erschien es als sehr einleuchtende Idee, gemeinsam mit Kollegen von „Die jungen Ärzte“ eine Spendenaktion auf Instagram zu starten, weil wir dank der Serie eben auch viele Follower haben. Ich habe Interviews geführt, ich habe selber berichtet, ich habe einfach meine Begeisterung geteilt.

Die Spendengelder kommen Patienten zugute, die sich sonst eine Behandlung niemals leisten könnten. © Mercy Ships

Und wie sah die Spendenaktion dann konkret aus?
Ich habe dazu aufgerufen, dass jeder Follower einen Euro spenden soll. Einen Euro hat jeder, und wir sind doch so eine große Community und können dadurch mit wenig viel erreichen! Das war natürlich ein typischer Gutmensch-Gedanke, der so nicht ganz funktioniert hat…

Immerhin sind bis heute über 2000 Euro eingegangen!
Ja, das war toll. Aber es gibt leider Menschen, die meinen, ihr einer Euro würde auch keinen Unterschied mehr machen. Ich dagegen glaube, dass alles, was wir machen, eine Bedeutung hat und eine Reaktion hervorruft! Zum Glück gab es auf der anderen Seite, und das hat mich wiederum sehr berührt, Menschen die gesagt haben „Wow, was für eine tolle Aktion! Ich habe an meinem Stammtisch mit allen meinen Freunden geredet und alle machen mit!“ Und so haben wir eben die 2000 Euro zusammen bekommen.

Der christliche Glaube spielt an Bord der Africa Mercy eine große Rolle. Wie haben Sie das erlebt?
Er spielt ja generell in Afrika eine große Rolle, auch bei den Patienten! Ich bin in der DDR ohne Konfession groß geworden, aber würde durchaus sagen, dass ich ein gläubiger Mensch bin. Mit der christlichen Kirche bin ich auf dem Schiff für meine Verhältnisse sehr viel in Berührung gekommen und habe das sehr genossen. Wir wurden zum Beispiel auch zu einem Gospel-Konzert von einer lokalen Kirchengemeinde eingeladen. Was in meiner Generation ja weit verbreitet ist, ist diese Aussage „Ich bin ein gläubiger Mensch.“ und das hört sich natürlich oft recht allgemein an. Ich hatte das Gefühl, dass dieser Glaube, wenn man ihn auf ein Ziel ausrichtet und ihm einen Namen gibt, die Energie einfach anders bündelt.

Hat diese Erfahrung Sie persönlich inspiriert?
Im Speisesaal und der Küche habe ich mit afrikanischen Kollegen gearbeitet und die haben beim Geschirr waschen wirklich die ganze Zeit laut Musik gehört und gesungen. Und dann nach jedem vollbrachten Tagwerk haben wir uns an den Händen gehalten und einer hat ein Dankesgebet für den Tag gesprochen. Das hat mich sehr inspiriert. Das ist etwas, was ich seitdem jeden Abend tue: Ich schließe einfach meine Augen und sage, wofür ich dankbar bin. Das ist für mich eine sehr schöne Übung, um den Tag abzuschließen. Da kommen dann manchmal Sachen hoch, die mich selber überraschen.

An Bord lernte Gunda Ebert auch viele Einheimische kennen. © Mercy Ships

Hat der afrikanische Kontinent Sie gepackt?
Ja, total. Aber schon seit meiner ersten Landung dort. Ich war vor vielen Jahren in Südafrika, um eine Werbung für Ikea zu drehen. Als wir damals gelandet sind und ich das Licht gesehen habe… Diese Kraft und diese Schönheit, gerade in der Natur! Mit Mercy Ships habe ich nun meinen ersten Hilfseinsatz auf dem afrikanischen Kontinent gemacht. Und dadurch habe ich auch die Kraft und Schönheit der Menschen kennenlernen dürfen.

Wie wird es in Zukunft für Sie weitergehen? Würden Sie nochmal einen Einsatz auf der Africa Mercy wagen?
Ja, auf jeden Fall. Ich habe noch nichts organisiert, also mal schauen, ob es noch im Senegal klappt. Ich habe jetzt nicht vor umzuschulen, sondern werde auf jeden Fall das weiter tun, was ich seit 40 Jahren mache und liebe! Aber ich nehme die Inspiration mit, die ich bei Mercy Ships bekommen habe. In mein Leben, in meinen Beruf und auch vor die Kamera!

Frau Ebert, vielen Dank für dieses Gespräch!

Hospitalschiff Africa Mercy legt im Hafen von Dakar an

Für 10 Monate wird die Organisation Mercy Ships kostenlose Operationen anbieten und einheimisches Fachpersonal schulen.

Es ist ein spannender Morgen für die Africa Mercy, das größte private Hospitalschiff der Welt. Schlepperboote manövrieren das Schiff mit größter Vorsicht zu seinem Liegeplatz. Hier im Hafen von Dakar, der Hauptstadt des Senegals, wird die Africa Mercy bis Juni 2020 fest verankert sein und ihre Gangway für hunderte Patientinnen und Patienten öffnen.

Der Einsatz wurde in den letzten beiden Jahren detailliert vorbereitet, Vereinbarungen mit der Regierung und offiziellen Behörden getroffen, erste Partnerschaften mit anderen Organisationen eingegangen und sogar die ersten zu behandelnden Patienten untersucht.

Mercy Ships möchte Patientinnen und Patienten wie Isatu helfen. 10 Jahre lang litt die Mutter an einem Tumor, der das Atmen immer schwerer machte. Im vergangenen Einsatz konnten die Chirurgen an Bord der Africa Mercy den Tumor entfernen und Isatu ein neues Leben schenken. Ähnliche Eingriffe sind auch für den Senegal geplant. © Mercy Ships / Kat Sotolongo

„Wir freuen uns, dass wir der Einladung des senegalesischen Präsidenten Macky Sall folgen konnten und nun hier dazu beitragen können, die Leiden derer zu lindern, die kaum einen Zugang zu chirurgischer Versorgung haben!“ erklärt Donovan Palmer, internationaler Geschäftsführer von Mercy Ships.

Mehr als 1500 chirurgische Eingriffe sind für die kommenden Monate in den schiffseigenen Operationssälen geplant. In Sangalkam, einer Stadt innerhalb der Metropolregion Dakars, wird zusätzlich eine Dentalklinik eingerichtet, um mindestens 4000 Patientinnen und Patienten an Land behandeln zu können. Daneben steht die intensive Weiterbildung von (medizinischem) Fachpersonal auf dem Plan. Kurse zur Sterilgutaufbereitung, zur Biomedizintechnik, zu Landwirtschaft und Ernährung, ein intensives Mentoring von Gesundheitsexperten und ein Train-the-Trainer-Konzept sollen sicherstellen, dass die Hilfe im Land bleibt, selbst, wenn die Africa Mercy ihren Einsatz im Juni 2020 beenden wird und zu neuen Ufern aufbricht.

Feierliche Begrüßung des Hospitalschiffes im Hafen von Dakar © Mercy Ships / Saul Loubassa

Die Regierung des Senegals verfolgt einen ambitionierten Entwicklungsplan, gemäß ihres Vorhabens „Emerging Senegal“. Zwar gibt es ein Basis-Gesundheitssystem, doch immer noch fehlt es an spezialisierten Fachärzten und Krankenhäusern. Besonders groß ist die Versorgungslücke in ländlichen Gebieten.

„Die senegalesische Regierung unter Präsident Macky Sall und dem Minister für Gesundheit und Soziales Abdoulaye Diouf Sarr haben Mercy Ships darum gebeten, ihren Einsatz auf die Hauptstadt Dakar und das Innenland zu konzentrieren. Dieser Bitte entsprechen wir sehr gerne,“ erläutert Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland.

Erste Patientenuntersuchungen wurden bereits in den Städten Thies und Diourbel durchgeführt, weitere Beratungsgespräche sollen in den kommenden Monaten in anderen Regionen folgen. Mercy Ships Experten untersuchen vorab Patientinnen und Patienten, um zu überprüfen, ob eine Behandlung an Bord der Africa Mercy möglich ist und Erfolg verspricht. Chronische Krankheiten wie Diabetes, HIV / Aids, Herzerkrankungen oder bösartige Tumore können auf dem Schiff leider nicht behandelt werden. Für den Auswahlprozess wurde mittlerweile eine eigene App programmiert, die es der Bevölkerung ermöglicht, medizinische Informationen und Fotos an Mercy Ships Experten zu senden, um so einen Termin für eine Voruntersuchung zu erhalten.

An Bord des Hospitalschiffes befinden sich fünf nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattete Operationssäle. © Mercy Ships / Katie Keegan

Da viele Patientinnen und Patienten aus dem Landesinneren anreisen werden, richtet Mercy Ships in Hafennähe ein Patientenzentrum ein. Dieses Hope-Center (englisch für "Hospital Out-Patient Extension Center") dient der Unterbringung von Pflegebedürftigen und ihren Begleitpersonen und ermöglicht so eine fachmedizinische Nachbehandlung und Rehabilitation.

Dank der Spenden von Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen und dank der Eigenleistung der ehrenamtlich Arbeitenden an Bord kann Mercy Ships alle Behandlungen kostenlos anbieten.

Bei der Begrüßungszeremonie im Hafen von Dakar brachte der Minister für Gesundheit und Soziales Abdoulaye Diouf Sarr mit warmen Worten seine Dankbarkeit zum Ausdruck: „Das ist die Gelegenheit für mich, allen Beteiligten zu danken, die in ihrem jeweiligen Bereich unermüdlich an dem Erfolg dieses Einsatzes arbeiten."

Der Minister für Gesundheit und Soziales Abdoulaye Diouf Sarr hält eine Ansprache bei der Begrüßungszeremonie. © Mercy Ships / Lara Arkinstall

Immer noch haben fünf Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherer und bezahlbarer chirurgischer Versorgung. Mit dieser Notlage vor Augen werden unsere ehrenamtlichen Fachkräfte an Bord in den nächsten zehn Monaten ihr Bestes geben, um so vielen Menschen wie möglich Hoffnung und Heilung zu ermöglichen. Denn wie lässt sich eine lange Reise am besten bewältigen? In dem man einen Schritt nach dem anderen tut!

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Alles dicht dank TPR Fiberdur!

So unterstützen deutsche Firmen den Einsatz der Africa Mercy

Sommerzeit ist Urlaubszeit: Viele nutzen die warmen Monate, um sich zu erholen und wieder aufzutanken. So auch unsere Africa Mercy! Das Hospitalschiff ist mittlerweile schon fast vierzig Jahre alt und muss regelmäßig gewartet werden. Nur so können wir sicherstellen, dass es auf See und in den Einsatzhäfen funktionstüchtig ist.
Eine Wartung erledigt sich nicht von alleine, und deswegen sind wir dankbar für die vielen Ehrenamtlichen, die im Trockendock das Schiff putzen, streichen, reparieren und alle Anlagen in Schuss halten. Doch was wäre ein Arbeitseinsatz ohne Arbeitsmittel? Dank der Sachspenden vieler Firmen können wir die Africa Mercy besser ausstatten und modernisieren.

TPR Fiberdur unterstützt Africa Mercy

Salziges Seewasser lässt Rohre schnell rosten. So musste auch ein Mitarbeiter der Firma TPR Fiberdur aus Aldenhoven im vergangenen Jahr feststellen, dass die Leitungen an Bord der Africa Mercy an mehreren Stellen leckten. Das Unternehmen entschied sich dazu, den Einsatz des Hospitalschiffes mit einer Spende zu unterstützen. Im Trockendock in Gran Canaria wurden alle defekten Rohre gegen neue Rohre von TPR Fiberdur ausgetauscht. Qualität, made in Germany, garantiert nun eine längere Einsatzdauer, da die Leitungen speziell für den Schiffseinsatz konzipiert und produziert werden! Neben der großen Materialspende reisten für den Einbau extra drei Mitarbeiter der Firma an. Für dieses tolle Engagement möchten wir uns ganz herzlich bedanken!

Sie möchten als Unternehmer Mercy Ships ebenfalls unterstützen? Hier erfahren Sie
mehr zum Thema Unternehmensspende.

Wechsel im Vorstand von Mercy Ships Deutschland

Verabschiedung von Wolfgang Groß

Wolfgang Groß vor einem Gemälde der Africa Mercy mit Mercy Ships-Uhr und -Kompass.

Am 6. April 2019 fand die Jahreshauptversammlung des in Landsberg ansässigen Vereins Mercy Ships Deutschland e.V. statt. In den Vorstand wurden dabei wiedergewählt: Cornelia Veit, Landsberg am Lech, Angelika Nieder, Hamburg, Dr. Lür Köper, Bremen und als Vorsitzender Martin Dürrstein, Bietigheim. Neu gewählt wurde Dr. Martin Kuder, München.

Die Sitzung nahmen Vorstandsvorsitzender Martin Dürrstein und Geschäftsführer Udo Kronester zum Anlass, Wolfgang Groß zu verabschieden, der nach 23 Jahren Vorstandsarbeit entschieden hatte nicht mehr zu kandidieren, um diese Position für die jüngere Generation frei zu machen.

Seit Anfang 1990 war er aktiver Unterstützer der schwimmenden Hospitalschiffe. 1996 gründete er, gemeinsam mit weiteren ehrenamtlich tätigen Geschäftsleuten und Medizinern, Mercy Ships Deutschland in Kaufbeuren und stand dem deutschen Arm der internationalen Organisation bis 2013 als Vorsitzender des Vorstandes vor; die letzten 6 Jahre wurde der Verein bereits von Martin Dürrstein als Vorsitzender geführt.

Martin Dürrstein wies in seiner Dankesrede darauf hin, dass klar zu erkennen sei, welche Zeichen Herr Groß in den Jahren seines aktiven Engagements gesetzt habe und noch heute profitiere das Hilfswerk davon. Sein Ausscheiden hinterlasse eine nicht leicht zu schliessende Lücke.

Wolfgang Groß wird zur Jahresmitte 2019 als humedica-Chef in den Ruhestand gehen und sich anschliessend verstärkt um den Aufbau der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ bemühen wird.

Don Stephens, Gründer des internationalen Hilfswerkes Mercy Ships, bedankte sich aus den USA mit den Worten: „Von Anfang an haben wir von Deinem Glauben an unsere Mission, von Deiner Expertise, Deinen Kontakten und Deiner Freundschaft profitiert. Wir danken Dir heute ausdrücklich und von Herzen für alles.“

Benefizaktion der Hector-Kinder in Bretten zum Muttertag 2019

Wie in den vergangenen Jahren veranstalteten einige Kinder der Hector-Kinderakademie Bretten mit ihrer Dozentin Dr. Monika Barton und ihren Familien zum Muttertag eine Benefizaktion zugunsten Mercy Ships.

Neu war dieses Jahr die freundliche Unterstützung der Schwarzwälder Traditionsbrennerei Armbruster aus Gengenbach, die die köstlichen Fruchtliköre für die Benefizaktion zu einem vergünstigten Preis anbot. Mit viel Herz und Engagement verzierten die Kinder die dekorativen Likörflaschen, um diese mit ihren Eltern zum Muttertag als Präsent im privaten Rahmen zu verkaufen. Insgesamt kamen dadurch 600 EUR Reinerlös zusammen.

Ein Herz zum Muttertag - ein Herz für Kinder in Afrika

Die Idee, zum Muttertag den Liebsten eine Freude zu bereiten und zugleich Kindern in Not zu helfen, gefiel den Hector-Kindern und ihren Familien auf Anhieb. Denn gerade am Muttertag sehen wir mit Dankbarkeit, wie glücklich und sorgenfrei unsere Kinder hier in Deutschland aufwachsen: in Frieden, Rechtssicherheit, Freiheit, Demokratie, unter Wahrung der Menschen- und Grundrechte, mit Freiraum zur Persönlichkeitsentfaltung, Bildungschancen, Zukunftsperspektiven und bester medizinischer Versorgung.

In dem Hector-Seminar „Multimediale Entdeckungsreise durch die Kontinente - wie Kinder hier und anderswo leben“ erfuhren die jungen SchülerInnen auf spannende und kindgerechte Art, dass die Lebenswirklichkeit zu vieler Kinder in anderen Ländern dahingehend eher düster und traurig ist. Interessiert folgten die Hector-Kinder dem Bericht ihrer Dozentin, die vor einigen Jahren selbst an Bord des Hospitalschiffs Africa Mercy in Togo war und unglaubliche Geschichten zu erzählen hatte: vom Leid vieler Kinder und der hoffnungsvollen Wendung durch die Hilfe, die sie an Bord der Schiffsklinik erfuhren. Namen und Fotos gaben dem Ganzen ein individuelles Gesicht und den Kindern ein Gefühl dafür, wie wichtig es ist, das Schicksal jedes Einzelnen zu sehen.

Hilfe für Kinder wie M'Mah

Die kleine M'Mah litt unter einem großen Tumor und wurde von den anderen Kindern in ihrem Dorf ausgeschlossen. Aus Angst vor Spott ging sie nicht mehr zur Schule. An Bord der Africa Mercy konnte der Tumor glücklichweise entfernt werden.

So war für die Kinder in der Rückschau des Seminars die Benefizaktion das größtes Highlight. Alle Kinder waren sich einig: Die Aktion hat nicht nur Spaß gemacht, sie hat die Kinder mit Stolz erfüllt, weil sie anderen helfen und auch schon als Kinder etwas bewegen konnten. Mit einem ganz neuen, ja dankbaren Blick betrachteten die Kinder nun das, was für sie hier so selbstverständlich ist: Spielen und in die Schule gehen zu dürfen, sauberes Trinkwasser und vitaminreiche Ernährung, der Gang zum Kinderarzt oder die Kinderklinik, nicht arbeiten und den Lebensunterhalt der Familie hart mitverdienen zu müssen, ohne Angst und frei aufwachsen zu dürfen...
Auch bei der Wahl, wem das Geld zugutekommen soll, waren sich die Kinder einig: Ein Kind wie M'Mah soll es sein, denn Kinder mit Tumor haben ohne unsere Hilfe zumeist keine Chance. An dieser Stelle allen Hector-Kindern und ihren Familien ein herzliches Dankeschön für ihr Engagement.

Im Namen des gesamten Mercy Ships-Teams Deutschland
Dr. Monika Barton
Dozentin Hectorkinderakademie Bretten, ehrenamtliche Mitarbeiterin Mercy Ships

Weiterführende Links:

Die Geschichte von M'Mah finden Sie hier

Wenn auch Sie dazu beitragen möchten, dass Patienten wie M'Mah geholfen wird, können Sie die Arbeit von Mercy Ships mit einer Spende unterstützen.

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