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"Ich unterstütze Mercy Ships, weil medizinische Versorgung ein absolutes Grundbedürfnis des Menschen ist und Mercy Ships diese zu den Ärmsten der Armen bringt. Hand auf´s Herz - da bin ich dabei." Wolke Hegenbarth. Sind auch Sie dabei?Jetzt spenden

Aktuelles von Mercy Ships

Gemeinsam können wir es schaffen

Gedanken zum Weltgesundheitstag 2020

Wenn die Welt aus den Fugen gerät, dann suchen wir nach neuer Stärke. Wenn wir realisieren, dass unser Gesundheitssystem seine Grenzen hat, dann suchen wir nach Sicherheit. Wenn uns das Risiko zu groß wird, dann suchen wir nach Geborgenheit.

An Bord der Africa Mercy. © Mercy Ships

Seit mehr als 40 Jahren bewegt sich Mercy Ships in den fragilsten Gesundheitssystemen dieser Welt – seit rund 30 Jahren fokussieren wir uns auf die Länder südlich der Sahara. Wer auf unserem Hospitalschiff einen freiwilligen Einsatz geleistet hat, kommt tief bewegt und manchmal auch erschüttert zurück. „Wenn ich denke, ich habe den schlimmsten Fall meiner Karriere gesehen, dann trifft mich das nächste Schicksal,“ erklärt Chirurg Dr. Frank Hayden, der seit über acht Jahren die Ärmsten der Armen behandelt. Trotzdem geben die Mitarbeiter der Mercy Ships nicht auf. Denn sie machen die Erfahrung: Gemeinsam können wir viel erreichen, gemeinsam können wir etwas schaffen!

Auf dem Hospitalschiff Africa Mercy sind zeitgleich rund 400 Mitarbeiter aus über 40 Nationen im Einsatz. Der beengte Raum bietet wenig Platz für Privatsphäre, die Arbeitsschichten sind lang und intensiv, denn man möchte natürlich so vielen Patientinnen und Patienten wie möglich helfen. Die unterschiedlichen Kulturen und Sprachen an Bord erschweren das gemeinsame Arbeiten. Doch das Ziel, eine verbesserte Gesundheitsversorgung in Afrika, schweißt alle zusammen und lässt die Mannschaft zu Höchstleistungen auflaufen. In den letzten 40 Jahren konnten so mehr als 100.000 chirurgische Eingriffe an Bord durchgeführt werden, 2,7 Millionen Menschen haben direkt und indirekt von der Hilfe der Mercy Ships profitiert.

Dr. Dr. Lür Köper engagiert sich ehrenamtlich auf dem Hospitalschiff. © Mercy Ships

„Es ist einfach ein ganz wunderbares Erlebnis, auf diesem Schiff an privilegierter Stelle als Arzt arbeiten zu dürfen – inmitten von Freiwilligen, die alle ein Ziel haben: den Ärmsten der Armen ganz direkt zu helfen. Das geschieht nicht nur durch die Operationen. In dieser Hilfe und dieser Solidarität ist jeder gleich, der mit anpackt – zweitrangig an welcher Stelle auf dem Schiff. Besser kann man Gemeinschaft, Solidarität und Nächstenliebe nicht erklären,“ erzählt Dr. Dr. Lür Köper. Seit mehr als 25 Jahren reist der MKG-Chirurg aus Bremen Jahr für Jahr zur Africa Mercy, um dort kostenlose Operationen durchzuführen.

Viele der Mercy Ships Mitarbeiter, die einen Einsatz an Bord geleistet haben, kämpfen derzeit in ihren Heimatländern gegen die COVID-19-Pandemie. „Ich bin mir sicher, dass Sie dank ihrer Erfahrungen an der Küste Afrikas gerade jetzt einen kühlen Kopf bewahren können und für Patientinnen und Patienten Ruhe und Sicherheit ausstrahlen. An diesem Weltgesundheitstag wollen wir die unschätzbare Leistung unserer Medizinerinnen und Mediziner, des Pflegepersonals, der vielen Krankenhausangestellten, aber auch der Labormitarbeiter, Techniker und Wissenschaftlern in den Vordergrund stellen und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz danken,“ erklärt Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland e.V.

„Die Erfahrungen, die wir an Bord der Africa Mercy Jahr für Jahr machen dürfen, geben mir Hoffnung. Sie geben mir Hoffnung, dass wir die gegenwärtige Krise bewältigen können, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, solidarisch sind, auch über Ländergrenzen hinweg.“

Teilen Sie diese Hoffnung! Denn gemeinsam sind wir Mercy Ships.

So reagiert Mercy Ships auf die Corona-Krise

Update 01.04.2020

Die derzeitige Lage stellt uns als Organisation vor einige operative Herausforderungen. Aufgrund des stark eingeschränkten Luftverkehrs konnten viele unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr in den Senegal reisen – bereits Eingereiste wurden von ihren Arbeitgebern gebeten, zurückzukehren, um in ihrem Heimatland den Kampf gegen die Pandemie zu unterstützen. Zwar ist die Africa Mercy ein Hospitalschiff, trotzdem bietet sie keine Kapazitäten für Patienten mit hoch infektiösen Lungenkrankheiten, da die gesamte Einrichtung auf chirurgische Behandlungen spezialisiert ist.

Daher beschleunigen wir derzeit die jährlichen Wartungsarbeiten der Africa Mercy. Unser Ziel ist es, sobald die COVID-19-Situation dies zulässt, so schnell wie möglich in den Einsatz zurückzukehren und mit kostenlosen Operationen Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen zu bringen.
Bis dahin evaluieren wir die Lage beständig und erarbeiten Möglichkeiten, wie wir unsere Partnernationen, unsere ehrenamtlichen Crew und unsere Mitarbeiter in dieser herausfordernden Zeit bestmöglich unterstützen können.

Bereits ergriffene Maßnahmen:

  • Wir arbeiten daran, essentielle Bestandteile unseres Weiterbildungsprogrammes für einheimische Fachkräfte auch online anzubieten. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf Inhalte, die sich mit der Versorgung schwerkranker Patienten befassen. Diese Fähigkeiten sind sowohl nützlich für die Behandlung von chirurgischen Patienten, als auch von COVID-19-Infizierten.
  • Wir unterstützen weiterhin die Ausbildung an der zahnmedizinischen Fakultät der Gamal Abdel Nasser Universität in Conakry, Guinea, mit einem Online-Programm.
  • Wir haben 150.000 USD an den COVID-19-Fund im Senegal gespendet, der zur Bekämpfung des Virus dient.
  • Wir haben 180 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin unterstützt, in ihre Heimatländer zurückzukehren.
  • Wir spenden medizinische Materialien, die derzeit in unserem Logistikzentrum in den USA liegen, an lokale Krankenhäuser, Pflegeheime, Feuerwachen usw.
  • Wir prüfen, wie und an wen wir medizinisches Material, das derzeit in unserem Logistikzentrum in den Niederlanden liegt, sinnvoll spenden können.

Seit mehr als 40 Jahren bringen wir Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen, in den letzten 30 Jahren mit einem Fokus auf Afrika. In diesen drei Jahrzehnten haben wir hart daran gearbeitet, die lokalen Gesundheitssysteme nachhaltig zu verbessern.

Wir fühlen uns ermutigt durch die guten Resultate, die wir dank des Trainings von einheimischen medizinischen Fachkräften erzielen konnten. Diese medizinischen Fachkräfte, die in der Vergangenheit von uns geschult wurden, kämpfen nun an vorderster Front in ihren Heimatländern gegen COVID-19.

Inmitten dieser Herausforderungen möchten wir uns bei Ihnen für Ihre anhaltende Gebete und Ihre Unterstützung bedanken. Dank Ihnen können wir Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen bringen.

Update 27.03.2020

Derzeit können wir angesichts der Corona-Pandemie und den damit gegebenen Beschränkungen unsere Aktivitäten an Bord der Africa Mercy und innerhalb des Senegals nicht wie geplant fortführen (s.u.). Unser Ziel ist es, die chirurgische Versorgung in Ländern südlich der Sahara zu verbessern. Wir prüfen derzeit Wege, wie wir unserem Auftrag angesichts der Krise bestmöglich nachkommen können.

Die Africa Mercy muss routinemäßig gewartet werden. Üblicherweise finden diese Wartungsarbeiten während der Sommermonate statt. Mercy Ships sucht momentan nach geeigneten Häfen, in denen wir die Wartungsarbeiten in diesem Jahr vorziehen könnten. Das würde es uns ermöglichen, nach Abklingen der Krise schnellstmöglich wieder nach Afrika zurückzukehren um unseren Einsatz fortzuführen. Als Organisation erscheint uns dies derzeit als beste Option, die Zwangspause sinnvoll zu nutzen. Darüber hinaus evaluieren wir, wie wir unter Berücksichtigung operativer Beschränkungen, denen Mercy Ships unterliegt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie unterstützend tätig sein können.

Meldung 20.03.2020

Die rasante Ausbreitung des COVID-19-Virus, die von der Weltgesundheitsorganisation als Pandemie eingestuft wird, die damit verbundenen Sicherheitsbestimmungen und die Reiseeinschränkungen der verschiedenen Länder stellen auch Mercy Ships vor nie dagewesene Herausforderungen.

Unsere größte Sorge gilt der Sicherheit und Gesundheit der senegalesischen Bevölkerung, unserer Patientinnen und Patienten, unserer Ehrenamtlichen und Crew im Einsatz und unserer Mitarbeiter weltweit. In Abstimmung mit der senegalesischen Regierung, dem Präsidenten Macky Sall und dem Ministerium für Gesundheit, haben wir daher entschieden, unsere Aktivitäten im Senegal zu begrenzen.

Derzeit nehmen wir keine neuen Patientinnen und Patienten an Bord auf. Alle bereits operierten Patientinnen und Patienten werden selbstverständlich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen weiter von uns behandelt. Die Durchführung unserer Projektarbeit innerhalb des Landes und die Behandlung von Patientinnen und Patienten in unserer ausgelagerten Dentalklinik ist momentan nicht möglich. Wir reduzieren außerdem die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord.

Unser Herz schlägt für die Menschen in Westafrika. Mehr denn je ist uns bewusst, wie wichtig eine gute Gesundheitsversorgung ist. Mehr denn je sind wir entschlossen, Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen zu bringen. Wir prüfen derzeit weitere Schritte, wie wir innerhalb dieser Krise unserem Auftrag nachkommen können und werden darüber informieren.

Auch wenn wir die Reduzierung unserer Aktivitäten bedauern, so sind wir trotzdem überzeugt davon, dass diese nötig sind für die Sicherheit und das Wohlbefinden aller. Wir danken herzlich für das Verständnis und den Beistand unserer Unterstützer, unserer Spender, unserer Ehrenamtlichen und Partner.

Unterstützung für Mercy Ships von Apetito Catering

So wie jeden Tag, so wurden auch am Nikolaustag die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Dürr Dental SE mit frischem Essen von Apetito Catering versorgt. Doch so kurz vor Weihnachten verlangte Apetito Catering kein Geld für die Mahlzeit, sondern bat die Kantinenbesucher stattdessen um eine Spende für Mercy Ships. Das Benefizessen ist über die Jahre hinweg gute Tradition geworden und 625,60 € konnten im Januar an Mercy Ships überreicht werden. Für die Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich!

Die harte Arbeit auf dem Feld - Wenn aus Feindschaft Freundschaft wird

Rauchschwaden steigen empor und verteilen sich langsam auf der abgebrannten Erde. Hier im Norden von Conakry, der Hauptstadt Guineas, ist der Boden trocken und die Felder sind staubig. Dazu setzen viele Landwirte auf Brandrodung, wenn es darum geht, fruchtbaren Boden zu gewinnen. Doch eine Oase sticht hervor: Sattes Grün fällt dem Betrachter ins Auge, wenn er sich der Fabik Farm nähert.

Marie-Louise Kantabadouno hat den Mercy Ships Kurs mit Bravour bestanden. © Mercy Ships

Hier streicht sich Marie-Louise Kantabadouno gerade den Schweiß aus ihrem Gesicht und verteilt damit unmerklich ein wenig Erde auf ihrer Wange. Die Arbeit auf dem Feld ist hart, aber lohnend. In einer großen Gruppe jäten sie die frisch gepflanzten Reihen an Mais und Salat, ein paar haben bereits mit dem Wässern begonnen. Sie alle sind Teilnehmer und Teilnehmerinnen des ‚Food for Life‘ Programmes von Mercy Ships. Marie-Louise Kantabadouno wurde von ihrem Arbeitgeber, einer lokalen gemeinnützigen Organisation für die Teilnahme besonders empfohlen. Auch andere Organisationen haben ihre besten Mitarbeiter geschickt. So ist eine Truppe zusammengekommen, die den Willen zur Veränderung in sich trägt und das Wissen, was sie hier im Kurs erlernen, so schnell wie möglich an ihre Dorfgemeinschaften weitergeben möchte.

„Um gesund zu leben, braucht man gesunde Nahrung. Und damit es gute und gesunde Nahrung gibt, braucht man eine gut funktionierende Nahrungsmittelproduktion. In unserem Kurs bieten wir dazu die neuesten Erkenntnisse im biologischen Anbau an,“ erklärt Eliphaz Essah. Essah ist der Manager des ‚Food for Life‘ Programmes. Während Mercy Ships Hauptfokus nach wie vor auf der spezialchirurgischen Versorgung der Bevölkerung liegt, ist doch die Ernährung ein Schlüsselelement, um generell eine gute Gesundheit zu gewährleisten. Viele Krankheitsfälle, denen die Crew an Bord der Africa Mercy begegnet, haben ihre Ursache in einer gravierenden Mangelernährung.

Wenn der Boden gute Frucht hervorbringt, ist das eine Freude für alle. © Mercy Ships

Die Idee des ‚Food for Life‘ Programmes: Einheimische Multiplikatoren werden in nachhaltigen und ökologischen Anbaumethoden unterrichtet, sie lernen Techniken und Methoden zur richtigen Lagerung ihrer Ernte, sie erhalten Einblicke in die neuesten Erkenntnisse der Ernährungsforschung. Dieses Wissen geben sie innerhalb ihrer Organisationen und ihren Dorfgemeinschaften weiter. So kann diese Hilfe weite Kreise ziehen.

„Wenn die Teilnehmer als Trainer zurück in ihre Heimat kehren, findet eine Veränderung statt,“ erläutert Projektleiter Essah. „Wir können den positiven Einfluss des Programmes beobachten. Die Menschen bekommen die Möglichkeit, ihre Ernte zu sichern und dadurch ihr Einkommen. Die Qualität des Essens verbessert sich, sogar die Art und Weise, wie die Landwirte ihre Nahrung auswählen und zusammenstellen, verändert sich!“

Nach Abschluss des Trainings stürzt sich auch Marie-Louise Kantabadouno in die Arbeit. Gemeinsam mit zwei anderen Kursteilnehmerinnen reist sie in verschiedene Dörfer und zeigt dort Landwirtinnen gewinnbringende Techniken der Nahrungsmittelproduktion. Sie erläutert Verpackungsmethoden, damit die Bäuerinnen ihre Ernte besser lagern und länger verkaufen können.
In einem Klassenzimmer lauschen Schülerinnen und Schülern dem Dreiergespann rund um Marie-Louise und dürfen auch selbst mit anpacken. Zum Schluss gibt es für jeden einen Sack Mehl – und dafür das Versprechen, das gelernte Wissen an die Eltern weiter zu geben.

Die Schule ist ein hervorragender Ort um Wissen weiter zu geben - auch was die Landwirtschaft und damit die Einnahmequelle der Familien angeht! © Mercy Ships

„Ich habe bei diesem Training gelernt, dass Kinder mangelernährt sind, weil die Eltern nicht über genügend Mittel verfügen und zu wenig Wissen in der Landwirtschaft besitzen,“ bedauert Kantabadouno. „Ihr Eltern sind alle Bauern, aber sie haben zu wenig Expertise. Jetzt haben die Kinder die Chance, mit ihren Eltern zu reden. Sie können ihnen helfen, sich im Bereich der ökologischen Landwirtschaft, der Züchtung neuer Kulturen und des Mulchens, der Verwendung von Kompost statt chemischem Dünger, weiter zu entwickeln.“

Ohne die Partnerschaft mit lokalen Organisationen und ihrer Mitarbeiter wäre das ‚Food for Life‘ Programm nicht möglich. Die Zusammenarbeit ist ein schönes Zeichen dafür, was erreicht werden kann, wenn alle ein gemeinsames Ziel verfolgen – Gesundheit für die gesamte Bevölkerung.

„Wir bringen Hoffnung und Heilung, auch für afrikanische Landwirte!“ sagt Essah. „Sie verstehen, dass die Art und Weise, wie sie ihr Land bisher bestellt haben, nicht gut war! Sie verstehen, dass die beste Art und Weise sein Land zu bestellen die ist, ein Freund seines Feldes zu sein. Wenn dann der Boden zufrieden ist und gute Früchte hervorbringt, dann findet Heilung statt – sowohl für den Bauern als auch für seinen Bauernhof. Hoffnung entsteht, wenn man nachhaltig arbeiten kann und langfristig Wachstum sieht.“

Die Weitergabe von Wissen und das Ausbilden von Multiplikatoren ist Dreh- und Angelpunkt des Mercy Ships Programmes. © Mercy Ships

Willkommen an Bord

Mercy Ships freut sich über die Gründung und die Unterstützung der MSC Foundation.

Gemeinsam können wir viel verändern! Mercy Ships freut sich über den Zuwachs der MSC Group mit der Gründung der MSC Foundation. Wir sind stolz darauf, Partner dieser großartigen Organisation zu sein.

Mercy Ships ist eine internationale christliche Hilfsorganisation. Seit 1978 bringen wir mit Hospitalschiffen sichere Operationen zu den Menschen, die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Unser Tätigkeitsschwerpunkt liegt momentan in Afrika, in Ländern südlich der Sahara.

Seit 2011 ist die MSC Group offizieller Partner von Mercy Ships. In den vergangenen Jahren hat Mercy Ships auch dank dieser Unterstützung:

  • in 8 Einsatzländer investiert
  • die Leben von rund 280.000 Menschen positiv beeinflusst
  • mehr als 25.000 Operationen durchgeführt
  • rund 318.000 zahnmedizinische Eingriffe vorgenommen
  • 20 Renovierungsprojekte abgeschlossen
  • mehr als 8000 Fachkräfte des Gesundheitswesens weitergebildet
  • mehr als 300 Personen in nachhaltigen Anbaumethoden geschult

Unsere Leidenschaft gilt den Menschen in Not, unser Ziel ist die nachhaltige und langfristige Wirkung unserer Arbeit. Dank der Zusammenarbeit mit Organisationen wie MSC und MSC Foundation, dank der Zusammenarbeit mit unseren Gastgebernationen und der tatkräftigen Unterstützung unserer ehrenamtlich arbeitenden Crew ist Mercy Ships in der Lage, denjenigen, die es am dringendsten brauchen, kostenlos direkte medizinische Dienstleistungen und Schulungen anzubieten.

Haben Sie auch Interesse an einer Partnerschaft? Dann kontaktieren Sie uns!

Mercy Ships Gründer Don Stephens und Executive Chairman der MSC Cruises und MSC Foundation Pierfranceso Vago.

Vertreter von Mercy Ships und der MSC Foundation freuen sich über die Gründung.

Vom Fernseh-Krankenhaus aufs Hospitalschiff

Schauspielerin Gunda Ebert im Einsatz auf der Africa Mercy

Als Neurologin Franziska Ruhland operiert die Schauspielerin Gunda Ebert in der ARD-Serie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ im TV-Krankenhaus. Auf der Africa Mercy tauschte sie ihren Ärztekittel gegen die Kluft der Tellerwäscher ein und schnupperte afrikanische Seeluft. Im Interview erzählt sie uns, was sie an Bord besonders beeindruckt hat.

Gunda Ebert im Einsatz auf der Africa Mercy. © Mercy Ships

Vom Tellerwäscher zum Millionär – diesen Traum haben viele. Sie haben sich stattdessen als Schauspielerin mal auf sehr einfache Tätigkeiten eingelassen und sind selbst eine Küchenhilfe geworden…
Naja, so einfach war das gar nicht! Die ganzen Abläufe innerhalb kürzester Zeit zu verstehen, zur richtigen Zeit an der richtigen Position zu sein, zu wissen worum es geht… Es ist ja alles sehr eingespielt an Bord, und gerade in der Küche und im Speisesaal gibt es viele Hygiene-Vorschriften, die man auch noch beachten muss.

Wovor hatten Sie denn am meisten Respekt vor Ihrem Einsatz?
Ab 40 aufwärts hat man ja nicht immer den besten Schlaf. Und ich dachte mir: „Wie soll das gehen, mit sechs Leuten in einer Kabine, alle haben unterschiedliche Schichten, alle sind nur mit einem Vorhang voneinander getrennt?“ Ich habe jede Menge Ohropax mitgenommen. Aber ich habe nichts von alledem gebraucht! Ich habe geschlafen wie ein Baby, von der ersten bis zur letzten Nacht.

Mit fünf anderen Frauen teilte Gunda Ebert sich eine Kabine. Und schlief wie ein Baby! © Mercy Ships

Also ein kleines Wunder?
Ich glaube das liegt schon an dem besonderen Spirit an Bord. Ich war noch nie an einem Ort, wo ich so viele Menschen gesehen habe, die so viel Liebe und Licht und Freude ausstrahlen. Alle haben gut zu tun, aber ich habe trotzdem wahnsinnig viel Unterstützung bekommen. Ich habe mich extrem beschützt gefühlt. Das war für mich ein ganz großes Geschenk.

Wie viel Ähnlichkeiten hat denn der Alltag von einem Fernseh-Krankenhaus mit dem Alltag auf einem Hospitalschiff?
Oh, wahrscheinlich gibt es da sogar mehr Parallelen als zu einem deutschen Krankenhaus! In der Serie haben wir ja viel mehr Zeit für die einzelnen Patienten, auch in der Nachsorge. Und das war eben auch auf der Africa Mercy so großartig, die Möglichkeit, mit den Patienten im Hope Center oder an Deck in Kontakt zu kommen. Die Ärzte und Schwestern an Bord machen ihren Beruf mit sehr viel Leidenschaft und Liebe. Es ist bei uns in der Serie ja so, dass die Patienten, denen geholfen wurde, sehr dankbar und freudig sind. Diese Dankbarkeit und Freude, das war auch eine Sache, die man auf der Africa Mercy überall spüren konnte. Ganz viele Schwestern und Pfleger haben zu mir gesagt „Wir kriegen hier viel mehr als wir geben!“ Am Anfang habe ich gedacht das ist so eine Verabredung, das zu sagen, weil das wirklich alle gesagt haben! Aber nach fünf Tagen wusste ich, was die meinen.

Diese Erfahrung haben Sie also auch gemacht?
Ich habe ja im Speisesaal und in der Küche gearbeitet und auch da war es so, dass die Leute, wenn sie sich ihr Mittagessen abgeholt haben, durch die Luke geguckt haben und gesagt haben. „Hey, danke! Danke, dass du das machst! Denn weil du das machst, können wir uns auf unseren Job konzentrieren!“ Und egal, ob es der Maschinenraum oder OP Saal ist. Es war so ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Ein Mensch hilft mit seiner Begabung und seiner Ausbildung einem anderen Menschen, der in Not ist. Und der freut sich eben darüber und ist dankbar und gibt das dann auf seinen Wegen in seiner Welt weiter.

Tatkräftig packte die Schauspielerin in der Schiffsküche mit an. © Mercy Ships

Wie sind Sie denn auf die Idee gekommen, einen Einsatz auf der Africa Mercy zu machen? Wollten Sie mal in einem echten Krankenhaus mitarbeiten?
Nein, so war das nicht. Vor der Schauspielschule habe ich nämlich eine Ausbildung zur Krankenschwester angefangen. Dadurch habe ich also schon Erfahrung in Krankenhäusern. Ich wollte einfach gerne ein Charity Projekt machen und bin bei der Entscheidung meinem Bauchgefühl gefolgt. Das habe ich keine Sekunde lang bereut!

Was hat Sie denn besonders beeindruckt?
Es gab jeden Tag Erlebnisse, wo ich gedacht habe: „Wow, das machen die auch noch?“ Mich hat beeindruckt wie nachhaltig alles ist. In Guinea wurde ja an Land eine Zahnklinik aufgebaut. Dort habe ich zum Beispiel gesehen, dass einfach jeder Arzt, der dort arbeitet, einen afrikanischen Kollegen weiterbildet. Ich habe mir alles angeguckt, jede Vorratskammer, jeden Zahnarztstuhl, und weiß einfach, wie viel da bleibt für die Menschen, wenn das Schiff nach 10 Monaten wieder in See sticht.

Sie waren so begeistert, dass Sie nach einer Woche direkt eine Spendenaktion gestartet haben.
Mir war klar, dass ich meine Kraft und Energie für diese Organisation einsetzen möchte! Mir erschien es als sehr einleuchtende Idee, gemeinsam mit Kollegen von „Die jungen Ärzte“ eine Spendenaktion auf Instagram zu starten, weil wir dank der Serie eben auch viele Follower haben. Ich habe Interviews geführt, ich habe selber berichtet, ich habe einfach meine Begeisterung geteilt.

Die Spendengelder kommen Patienten zugute, die sich sonst eine Behandlung niemals leisten könnten. © Mercy Ships

Und wie sah die Spendenaktion dann konkret aus?
Ich habe dazu aufgerufen, dass jeder Follower einen Euro spenden soll. Einen Euro hat jeder, und wir sind doch so eine große Community und können dadurch mit wenig viel erreichen! Das war natürlich ein typischer Gutmensch-Gedanke, der so nicht ganz funktioniert hat…

Immerhin sind bis heute über 2000 Euro eingegangen!
Ja, das war toll. Aber es gibt leider Menschen, die meinen, ihr einer Euro würde auch keinen Unterschied mehr machen. Ich dagegen glaube, dass alles, was wir machen, eine Bedeutung hat und eine Reaktion hervorruft! Zum Glück gab es auf der anderen Seite, und das hat mich wiederum sehr berührt, Menschen die gesagt haben „Wow, was für eine tolle Aktion! Ich habe an meinem Stammtisch mit allen meinen Freunden geredet und alle machen mit!“ Und so haben wir eben die 2000 Euro zusammen bekommen.

Der christliche Glaube spielt an Bord der Africa Mercy eine große Rolle. Wie haben Sie das erlebt?
Er spielt ja generell in Afrika eine große Rolle, auch bei den Patienten! Ich bin in der DDR ohne Konfession groß geworden, aber würde durchaus sagen, dass ich ein gläubiger Mensch bin. Mit der christlichen Kirche bin ich auf dem Schiff für meine Verhältnisse sehr viel in Berührung gekommen und habe das sehr genossen. Wir wurden zum Beispiel auch zu einem Gospel-Konzert von einer lokalen Kirchengemeinde eingeladen. Was in meiner Generation ja weit verbreitet ist, ist diese Aussage „Ich bin ein gläubiger Mensch.“ und das hört sich natürlich oft recht allgemein an. Ich hatte das Gefühl, dass dieser Glaube, wenn man ihn auf ein Ziel ausrichtet und ihm einen Namen gibt, die Energie einfach anders bündelt.

Hat diese Erfahrung Sie persönlich inspiriert?
Im Speisesaal und der Küche habe ich mit afrikanischen Kollegen gearbeitet und die haben beim Geschirr waschen wirklich die ganze Zeit laut Musik gehört und gesungen. Und dann nach jedem vollbrachten Tagwerk haben wir uns an den Händen gehalten und einer hat ein Dankesgebet für den Tag gesprochen. Das hat mich sehr inspiriert. Das ist etwas, was ich seitdem jeden Abend tue: Ich schließe einfach meine Augen und sage, wofür ich dankbar bin. Das ist für mich eine sehr schöne Übung, um den Tag abzuschließen. Da kommen dann manchmal Sachen hoch, die mich selber überraschen.

An Bord lernte Gunda Ebert auch viele Einheimische kennen. © Mercy Ships

Hat der afrikanische Kontinent Sie gepackt?
Ja, total. Aber schon seit meiner ersten Landung dort. Ich war vor vielen Jahren in Südafrika, um eine Werbung für Ikea zu drehen. Als wir damals gelandet sind und ich das Licht gesehen habe… Diese Kraft und diese Schönheit, gerade in der Natur! Mit Mercy Ships habe ich nun meinen ersten Hilfseinsatz auf dem afrikanischen Kontinent gemacht. Und dadurch habe ich auch die Kraft und Schönheit der Menschen kennenlernen dürfen.

Wie wird es in Zukunft für Sie weitergehen? Würden Sie nochmal einen Einsatz auf der Africa Mercy wagen?
Ja, auf jeden Fall. Ich habe noch nichts organisiert, also mal schauen, ob es noch im Senegal klappt. Ich habe jetzt nicht vor umzuschulen, sondern werde auf jeden Fall das weiter tun, was ich seit 40 Jahren mache und liebe! Aber ich nehme die Inspiration mit, die ich bei Mercy Ships bekommen habe. In mein Leben, in meinen Beruf und auch vor die Kamera!

Frau Ebert, vielen Dank für dieses Gespräch!

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