Hospitalschiffe

Wenn die Menschen nicht ins Krankenhaus gehen können, dann kommt das Krankenhaus eben zu ihnen.

Dieser Logik folgend bringt Mercy Ships seit mehr als 45 Jahren hochwertige und professionelle medizinische Hilfe in Entwicklungsländer. Unsere Hospitalschiffe dienen uns dabei als Einsatzplattform und sind nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet.

Schiffe in der Entwicklungszusammenarbeit

Schiffe bieten für unsere Arbeit eine Vielzahl an Vorteilen:

Icon Hospitalschiff

Effektivität

Auf dem Schiff ist alles unter einem Dach, dank der räumlichen Nähe können Absprachen innerhalb der einzelnen Fachbereiche schnell und einfach erfolgen. Unser System ist dank der jahrelangen Erfahrung so gut entwickelt, dass wir einer Höchstzahl an Patienten helfen können.

Icon Menschen

Gemeinschaft

Das gemeinsame Leben an Bord der Africa Mercy und Global Mercy bietet für unsere Crew ein Stück Geborgenheit und Vertrautheit in einem fremden Land. Der beanspruchende Arbeitsalltag und die schweren Schicksale unserer Patienten können miteinander verarbeitet werden, das gemeinsame Ziel verbindet.

Icon für Herzschlag

Stabilität

Dass während einer Operation der Strom nicht ausfällt, ist in Afrika keine Selbstverständlichkeit. Dank der autarken Schiffsversorgung können wir sauberes Wasser, eine zuverlässige technische Ausstattung und elektrische Versorgung zu jeder Zeit sicherstellen.

Icon Globus mit Hospitalschiff

Mobilität

Schiffe sind mobil und können daher die Häfen anlaufen, in denen der Bedarf besonders hoch ist. Unsere medizinische Hilfe muss sich dadurch nicht auf ein Land beschränken.

Icon Leuchtturm, Sicherheit, Ziel, Hafen

Sicherheit

Ein Schiff als Heim bietet für unsere Mitarbeiter die größtmögliche Sicherheit. Im Falle einer politischen Krise oder gefährlichen Epidemie kann das Schiff jederzeit ablegen.

Unser neues Schiff, die Global Mercy

Mercy Ships hat es sich zum Ziel gesetzt, die eigene Kapazität und Leistungsfähigkeit zu steigern, um so vielen Menschen wie möglich medizinisch zu helfen. Deswegen haben wir die Global Mercy für genau diesen Zweck bauen lassen. Sie ist das größte zivile Hospitalschiff der Welt. Mit einer Länge von 174 und einer Breite von 28,6 Metern bietet die Global Mercy Platz für 641 Mitarbeiter und unsere Leistungsfähigkeit wird nahezu verdoppelt.

Erfahren Sie mehr über die Global Mercy

Die Africa Mercy

Die Africa Mercy war bis zur Fertigstellung der Global Mercy das größte zivile Hospitalschiff der Welt. Im Jahr 1999 wurde die ehemalige Eisenbahnfähre „Dronning Ingrid“ durch Spenden erworben und zum Hospitalschiff umgebaut. Nach einer langen Umbauphase ging sie 2007 in den Einsatz.

Erfahren Sie mehr über die Africa Mercy

Unsere bisherige Flotte

Anastasis

Anastasis 1978 - 2007

Nach fast drei Jahrzehnten als Flaggschiff von Mercy Ships war die Anastasis im Juni 2007 zum letzten Mal im Einsatz. Einst unter dem Namen „Victoria“ auf den Weltmeeren unterwegs, wurde das 1953 gebaute italienische Passagier- und Frachtschiff im Jahr 1978 zu einem Mercy Ships Schiff umfunktioniert. Das Schiff beherbergte bei einer Länge von 159 Metern drei voll ausgestattete OP-Räume, eine Krankenstation mit 40 Betten, eine Zahnarztklinik, ein Labor, eine Röntgenabteilung und drei Frachträume. Eine Mannschaft von 350-400 Ehrenamtlichen aus mehr als 30 Ländern arbeitete an Bord des Schiffes. Während der 29 Jahre im Einsatz besuchte die Anastasis 275 Häfen und führte 66 Einsätze in 23 Ländern auf der ganzen Welt durch, von Fiji bis Litauen, von Guatemala bis Liberia.

Caribbean Mercy

Caribbean Mercy 1994 - 2006

Die einstige norwegische Fähre „Polarlys“ wurde 1994 von Mercy Ships gekauft. Während ihrer zwölf Jahre im Einsatz war die Caribbean Mercy hauptsächlich in Zentralamerika und dem karibischen Becken eingesetzt. Während ihrer Zeit im Hafen beherbergte sie eine Mannschaft von durchschnittlich 120 Ehrenamtlichen aus über 20 Ländern.
Die Caribbean Mercy verfügte über eine Augenklinik, Frachtkapazität sowie Konferenz- und Seminareinrichtungen für verschiedene Zwecke. Ihre Benzin- und Wassertanks erlaubten es, insgesamt zwölf Tage oder 2.200 Kilometer auf See zu bleiben.

Island Mercy

Island Mercy 1983 - 2001

Die ehemalige neufundländische Küstenfähre „Petite Forte“ war 1983 eine Spende an Mercy Ships. Elf Jahre war sie als Good Samaritan in der Karibik sowie in Mittel- und Südamerika im Einsatz. 1994 wurde sie in Island Mercy umbenannt und in den Südpazifik überführt, wo sie bis 2001 im Dienst war. Das Schiff wurde umfassend renoviert. Unter anderem wurden an Bord Operationsräume eingebaut. Die Island Mercy bot vor allem Augen- und Zahnbehandlungen an, transportierte Fracht und hatte eine ständige Besatzung von 60 Personen. Dank ihres geringen Tiefgangs konnte sie Häfen anlaufen, die für größere Mercy Ships Schiffe nicht zugänglich waren. In ihrer 19-jährigen Dienstzeit lief die Good Samaritan/Island Mercy über 109 Häfen an und leistete medizinische Einsätze in 88 Häfen in 24 Entwicklungsländern von Südamerika bis in den Südpazifik.

Bewegende Geschichten unserer Patienten

Patientin Yaya

Yaya drohte an ihrem Tumor im Gesicht zu ersticken. Doch sie wollte nicht sterben. Sie wollte ihre Tochter aufwachsen sehen!

Unsere Patientin Coumba

Coumba umarmt ihr Leben neu - mit beiden Armen

Unser Patient Daouda

Die Liebe eines Vaters: Daoudas Weg zurück ins Leben

Unsere Patientin Hawa

Hawas Heilung - ein echter Wendepunkt. Neue Träume für ein neues Leben.

Unsere Patientin Houleye

Houleye wurde mit einem Tumor am Hals geboren, der mit der Zeit immer größer und gefährlicher wurde. Verspottung von anderen Kindern und ständige Schmerzen prägten ihren Alltag, an eine normale Kindheit war nicht zu denken. Doch die Operation, die sie brauchte, war für ihre Familie unbezahlbar.

Patient Aser Roger

Ein dummer Unfall, dann der Graue Star: Aser erblindete. Wie sollte er da seine Familie ernähren?

„Barmherzigkeit aktiv leben und fremden Menschen in Not das eigene Herz öffnen – für diesen Einsatz an notleidenden Menschen stehen nicht nur die 400 ehrenamtlichen Mitarbeiter aus 40 Nationen auf dem Hospitalschiff Africa Mercy, sondern alle Mitarbeiter, Helferinnen und Helfer von Mercy Ships. Sie alle bringen Hilfe, Heilung und Hoffnung in die ärmsten Länder dieser Welt – das ist gelebte Nächstenliebe. Herzlichen Dank!"

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Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit

FAQ zu unseren Schiffen

Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Hospitalschiff und einem Krankenhausschiff. Wir von Mercy Ships haben uns dafür entschieden, bei der Global Mercy und Africa Mercy von Hospitalschiffen zu sprechen, da dieser Begriff in der Seefahrt geläufiger ist. Man könnte aber auch genauso gut von einem Krankenhausschiff oder sogar Klinikschiff sprechen.  “Schwimmendes Krankenhaus” oder “schwimmendes Hospital” sind weitere Bezeichnungen, die sowohl für die Global Mercy als auch die Africa Mercy passen.

Weder die Global Mercy noch die Africa Mercy ist ein Lazarettschiff. Auf einem Lazarettschiff werden verwundete Soldatinnen und Soldaten versorgt, sie ist also explizit ein Schiff des Militärs. Bei Mercy Ships versorgen wir auf unseren Hospitalschiffen Kinder und Erwachsene aus unserem jeweiligen Einsatzland, also Zivilpersonen. Dabei ankern wir im Hafen und ermöglichen so den Zugang zu unserem Hospitalschiff für die lokale Bevölkerung. Lazarettschiffe operieren häufig auch auf offener See.

Obwohl die Global Mercy sehr groß ist (174 Meter lang und 37.000 Tonnen schwer), gibt es einige wenige Hospitalschiffe, die noch größer sind als sie, zum Beispiel die Mercy und die Comfort des US-amerikanischen Militärs. Alle Hospitalschiffe, die größer sind als die Global Mercy, werden vom Militär verwaltet, genutzt und durch den Staat finanziert. Die Global Mercy dagegen wird ausschließlich durch Fördermittel und Spendengelder von Privatpersonen und Unternehmen finanziert. Daher sprechen wir bei der Global Mercy auch vom größten zivilen Hospitalschiff der Welt. Für dieses einzigartige Projekt können wir jede Unterstützung gebrauchen.

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