Hospitalschiffe

Wenn die Menschen nicht ins Krankenhaus gehen können, dann kommt das Krankenhaus eben zu ihnen.

Dieser Logik folgend bringt Mercy Ships seit mehr als 40 Jahren hochwertige und professionelle medizinische Hilfe in Entwicklungsländer. Unsere Hospitalschiffe dienen uns dabei als Einsatzplattform und sind nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet.

Schiffe in der Entwicklungszusammenarbeit

Schiffe bieten für unsere Arbeit eine Vielzahl an Vorteilen:

Effektivität

Auf dem Schiff ist alles unter einem Dach, dank der räumlichen Nähe können Absprachen innerhalb der einzelnen Fachbereiche schnell und einfach erfolgen. Unser System ist dank der jahrelangen Erfahrung so gut entwickelt, dass wir einer Höchstzahl an Patienten helfen können.

Gemeinschaft

Das gemeinsame Leben an Bord der Africa Mercy bietet für unsere Crew ein Stück Geborgenheit und Vertrautheit in einem fremden Land. Der beanspruchende Arbeitsalltag und die schweren Schicksale unserer Patienten können miteinander verarbeitet werden, das gemeinsame Ziel verbindet.

icon herz kreis

Stabilität

Dass während einer Operation der Strom nicht ausfällt, ist in Afrika keine Selbstverständlichkeit. Dank der autarken Schiffsversorgung können wir sauberes Wasser, eine zuverlässige technische Ausstattung und elektrische Versorgung zu jeder Zeit sicherstellen.

Mobilität

Schiffe sind mobil und können daher die Häfen anlaufen, in denen der Bedarf besonders hoch ist. Unsere medizinische Hilfe muss sich dadurch nicht auf ein Land beschränken.

Sicherheit

Ein Schiff als Heim bietet für unsere Mitarbeiter die größtmögliche Sicherheit. Im Falle einer politischen Krise oder gefährlichen Epidemie kann das Schiff jederzeit ablegen.

Unser Hospitalschiff, die Africa Mercy

Die Africa Mercy ist das größte privat finanzierte Hospitalschiff der Welt. Im Jahr 1999 wurde die ehemalige Eisenbahnfähre „Dronning Ingrid“ durch Spenden erworben und zum Hospitalschiff umgebaut. Nach einer langen Umbauphase ging sie 2007 in den Einsatz.

Medizinische Ausstattung

Das Krankenhaus belegt den größten Teil des ehemaligen Fährdecks – rund 1.200 Quadratmeter. Es besteht aus fünf Operationsräumen, der Intensivpflege sowie der allgemeinen Station mit insgesamt 82 Betten. Außerdem befinden sich ein Computertomograph, Röntgengeräte, ein eigenes Labor, eine Apotheke und ein Nikon „Coolscope“, mit dem Ferndiagnosen in der Pathologie erstellt werden können, an Bord. Wenn nötig, werden Diagnosen über das bordeigene Satellitensystem an Ärzte in einem westlichen Land zur Beurteilung übermittelt.

Unterkunft für unsere Crew

Die Africa Mercy bietet soziale Treffpunkte, Arbeitsplätze und Kojen für eine durchschnittliche Besatzung von ca. 450 Personen aus 45 Nationen. Die 474 Kojen sind aufgeteilt auf 26 Familienkabinen, 25 Zwei-Bett-Kabinen für Paare sowie Gemeinschafts- und Einzelkabinen für Einzelpersonen.

Sicherheitssyteme an Bord

Das Schiff ist ausgestattet mit einem automatischen Sprinklersystem im gesamten Unterkunfts- und Hospitalbereich. Ein programmierbares Rauchmeldesystem zeigt den genauen Standort jeder möglichen Feuerquelle an. Der Maschinenraum ist durch modernste und hocheffektive Brandschutz- und Brandbekämpfungssysteme geschützt. Dazu gehören eine CO2 Gaslöschanlage sowie ein sogenanntes „Hi Fog“-System. Wachleute besetzen die Gangway 24 Stunden am Tag mit Metalldetektoren und anderen Durchsuchungsgeräten. Unterstützt werden sie von einer Kameraüberwachungsanlage rund um das Schiff.

Technische Daten

Länge
152 m
Breite
23,7 m
Tonnage
16.572
Tiefgang
6,0 m
Kapazität
474 Betten
Ladekapazität
1.724 m³
Motoren
4 B&W Dieselmotoren (je 3120 kW)
Baujahr & -Ort
1980, Elsinore (Dänemark)
Heimathafen
Malta
Zertifizierung
Bureau Veritas

Aktueller Standort

Unser neues Schiff, die Global Mercy

Mercy Ships hat es sich zum Ziel gesetzt, die eigene Kapazität und Leistungsfähigkeit zu steigern, um so vielen Menschen wie möglich medizinisch zu helfen. Dazu ist der Einsatz eines zweiten Hospitalschiffes geplant, die Global Mercy befindet sich derzeit im Bau. Sie wird das erste Schiff sein, das für diesen speziellen medizinischen Zweck geplant wurde. Mit einer Länge von 174 und einer Breite von 28,6 Metern wird die Global Mercy Platz für 641 Mitarbeiter bieten und unsere Leistungsfähigkeit nahezu verdoppeln.

Unsere bisherige Flotte

Anastasis

Anastasis 1978 - 2007

Nach fast drei Jahrzehnten als Flaggschiff von Mercy Ships war die Anastasis im Juni 2007 zum letzten Mal im Einsatz. Einst unter dem Namen „Victoria“ auf den Weltmeeren unterwegs, wurde das 1953 gebaute italienische Passagier- und Frachtschiff im Jahr 1978 zu einem Mercy Ships Schiff umfunktioniert. Das Schiff beherbergte bei einer Länge von 159 Metern drei voll ausgestattete OP-Räume, eine Krankenstation mit 40 Betten, eine Zahnarztklinik, ein Labor, eine Röntgenabteilung und drei Frachträume. Eine Mannschaft von 350-400 Ehrenamtlichen aus mehr als 30 Ländern arbeitete an Bord des Schiffes. Während der 29 Jahre im Einsatz besuchte die Anastasis 275 Häfen und führte 66 Einsätze in 23 Ländern auf der ganzen Welt durch, von Fiji bis Litauen, von Guatemala bis Liberia.

Caribbean Mercy

Caribbean Mercy 1994 - 2006

Die einstige norwegische Fähre „Polarlys“ wurde 1994 von Mercy Ships gekauft. Während ihrer zwölf Jahre im Einsatz war die Caribbean Mercy hauptsächlich in Zentralamerika und dem karibischen Becken eingesetzt. Während ihrer Zeit im Hafen beherbergte sie eine Mannschaft von durchschnittlich 120 Ehrenamtlichen aus über 20 Ländern.
Die Caribbean Mercy verfügte über eine Augenklinik, Frachtkapazität sowie Konferenz- und Seminareinrichtungen für verschiedene Zwecke. Ihre Benzin- und Wassertanks erlaubten es, insgesamt zwölf Tage oder 2.200 Kilometer auf See zu bleiben.

Island Mercy

Island Mercy 1983 - 2001

Die ehemalige neufundländische Küstenfähre „Petite Forte“ war 1983 eine Spende an Mercy Ships. Elf Jahre war sie als Good Samaritan in der Karibik sowie in Mittel- und Südamerika im Einsatz. 1994 wurde sie in Island Mercy umbenannt und in den Südpazifik überführt, wo sie bis 2001 im Dienst war. Das Schiff wurde umfassend renoviert. Unter anderem wurden an Bord Operationsräume eingebaut. Die Island Mercy bot vor allem Augen- und Zahnbehandlungen an, transportierte Fracht und hatte eine ständige Besatzung von 60 Personen. Dank ihres geringen Tiefgangs konnte sie Häfen anlaufen, die für größere Mercy Ships Schiffe nicht zugänglich waren. In ihrer 19-jährigen Dienstzeit lief die Good Samaritan/Island Mercy über 109 Häfen an und leistete medizinische Einsätze in 88 Häfen in 24 Entwicklungsländern von Südamerika bis in den Südpazifik.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit

Aktuelle Geschichten unserer Patienten

Patientin Yaya

Yaya drohte an ihrem Tumor im Gesicht zu ersticken. Doch sie wollte nicht sterben. Sie wollte ihre Tochter aufwachsen sehen!

Patient Aser Roger

Ein dummer Unfall, dann der Graue Star: Aser erblindete. Wie sollte er da seine Familie ernähren?

Patientin Gamai

Niemand sollte die schlimmen Brandnarben sehen, die Gamai so verunstellt hatten. Deswegen blieb das kleine Mädchen zuhause.

Patient David

Im Alter von fünf Jahren begann ein Tumor in Davids Gesicht zu wachsen. Mercy Ships konnte dem tapferen Jungen helfen.

Patient Ulrich

Ulrich konnte sich nur auf allen Vieren fortbewegen. Mehrere Eingriffe waren nötig, um ihm zu helfen.

Patientin Monique

Der Graue Star ließ Moniques Welt immer mehr verblassen. Bald schon konnte sie nicht mehr zur Schule gehen.

„Barmherzigkeit aktiv leben und fremden Menschen in Not das eigene Herz öffnen – für diesen Einsatz an notleidenden Menschen stehen nicht nur die 400 ehrenamtlichen Mitarbeiter aus 40 Nationen auf dem Hospitalschiff Africa Mercy, sondern alle Mitarbeiter, Helferinnen und Helfer von Mercy Ships. Sie alle bringen Hilfe, Heilung und Hoffnung in die ärmsten Länder dieser Welt – das ist gelebte Nächstenliebe. Herzlichen Dank!"

Bringen Sie Hoffnung & Heilung

Haben Sie eine Frage?

Schreiben Sie uns. Wir werden uns so schnell es geht mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ich stimme den Datenschutzbestimmungen zu *

Vielen Dank für Ihre Nachricht