Das größte Hospitalschiff der Welt kommt nach Europa

Der Bau des weltweit größten zivilen Hospitalschiffs, der Global Mercy, das von der internationalen Hilfsorganisation Mercy Ships in Auftrag gegeben wurde, steht kurz vor dem Abschluss. Noch in diesem Frühjahr soll das Schiff in Europa eintreffen, wo im Hafen von Antwerpen die Ausstattung vervollständigt wird.

Im Rahmen eines mehrmonatigen Zwischenstopps in Belgien werden dort unter anderem medizinische Geräte und Ausrüstung, besonders die technischen Systeme, installiert und die Kernmannschaft eingearbeitet.
Die interessierte Öffentlichkeit hat dann im Herbst Gelegenheit dieses außergewöhnliche Schiff im Rahmen eines zweiwöchigen Aufenthaltes im Hafen von Rotterdam kennen zu lernen. Danach wird die Global Mercy ihre Jungfernfahrt nach Afrika antreten.

"Die Global Mercy ist ein wahres Wunder der Technik - ein speziell angefertigtes Hospitalschiff mit maßgefertigten Instrumenten, neuester Technik und allen Möglichkeiten eines modernen Krankenhauses", sagt Rosa Whitaker, die Präsidentin von Mercy Ships.

Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland, freut sich, dass Menschen aus Deutschland die Global Mercy jetzt aus der Nähe kennen lernen können, wenn auch leider nicht in einem Deutschen Hafen.

„Es ist großartig, dass in letzter Zeit mehrere Unternehmen der deutschen Schifffahrtsbranche Mercy Ships ihre Unterstützung angeboten haben. Noch mehr begeistern mich aber die Möglichkeiten, die uns dieses neue Schiff bietet: Wir können mit der Global Mercy die Anzahl der jährlichen Operationen, Zahnbehandlungen und Schulungen für Afrikanisches Fachpersonal mehr als verdoppeln.“​

Über die Global Mercy

Die Global Mercy ist das erste Schiff der Mercy Ships-Flotte, das von Anfang an als Hospitalschiff geplant, designt und gebaut wurde. All ihre Vorgängerinnen sind umgebaute Schiffe, die vorher einem anderen Zweck gedient haben, einschließlich der 16,572 Tonnen schweren Africa Mercy, die bisher den Titel „größtes ziviles Hospitalschiff der Welt“ für sich beanspruchen durfte. Der 174 Meter lange, 37.000 Tonnen schwere Neubau wird über sechs Operationssäle verfügen und kann 600 Ehrenamtliche aus aller Welt beherbergen. Diese Fachkräfte kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Chirurgie, Seefahrt, Küche, Pädagogik, Elektrotechnik, Hotelfach, um nur einige zu nennen.

Aus- und Fortbildung

Damit die Hilfseinsätze in den Partnerländern eine dauerhafte Wirkung entfalten, finden an Bord die ganze Zeit über umfangreiche Schulungs-, Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen statt. Zu diesem Zweck ist die Global Mercy unter anderem mit einem chirurgischen Simulationslabor, Virtual- und Augmented-Reality und einem Simulationsraum für die postoperative Versorgung ausgestattet, der es ermöglicht, Gegebenheiten vor Ort nachzustellen. Ziel all dieser Maßnahmen ist es, die Gesundheitssysteme Afrikas mithilfe von einheimischen Fachkräften nachhaltig voran zu bringen, oft im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft mit Mercy Ships.

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