Die Africa Mercy ist nach Madagaskar zurückgekehrt

Neuer Hilfseinsatz bringt Hoffnung und Heilung

Seit 1996 wurden mehr als 11.000 lebensverändernde chirurgische Eingriffe und mehr als 65.000 erfolgreiche zahnärztliche Behandlungen durch Mercy Ships in dem ostafrikanischen Inselstaat durchgeführt. Mehr als 2.500 medizinische Fachkräfte haben spezielle Schulungen erhalten. Um an diese Erfolgsbilanz anzuknüpfen, kehrte am 12. Februar 2025 die Africa Mercy in den Hafen von Toamasina zurück und noch mehr Menschen auf Madagaskar werden Hoffnung auf Heilung erfahren.

Die Kraft der Zusammenarbeit

Mercy Ships arbeitet dabei mit dem Gesundheitsministerium zusammen und konnte für den bevorstehenden Einsatz Patienten bereits aus zwölf Regionen Madagaskars voruntersuchen. Im Jahr 2025 wird die Zahl der Operationen bei über 1.375 liegen, etwa 1.480 zahnärztliche Eingriffe sind geplant.

Jede Operation hat das Potenzial, dauerhafte Veränderungen in den Familien und Gemeinden Madagaskars zu bewirken. Diese Arbeit wird durch die Unterstützung des Präsidenten von Madagaskar, des Gesundheitsministeriums, des Außenministeriums und des Finanzministeriums ermöglicht.

Andry Rakotovao, der amtierende Gouverneur der Region Atsinanana, war bei der Ankunft der Africa Mercy dabei und zeigte sich sehr erfreut über die Rückkehr des Hospitalschiffes. „Es ist eine Ehre und eine Freude, Mercy Ships wieder willkommen zu heißen. Wir hoffen, dass wir dieses Jahr durch die Arbeit von Mercy Ships in Toamasina viele Leben retten können. Ich wünsche uns viel Erfolg für die bevorstehende Mission.“

Direkte medizinische Hilfe

In diesem Jahr wird sich Mercy Ships weiterhin auf die chirurgische Versorgung sowie auf chirurgische Bildungs- und Schulungsprogramme konzentrieren. Dafür steht das Hospitalschiff Africa Mercy mit seiner ehrenamtlichen Crew bereit.

An Bord befinden sich hochmoderne medizinische Einrichtungen, die die Grundlage für die spendenfinanzierten Operationen bilden. Zu den Fachbereichen gehören die Allgemein-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Augenheilkunde, plastisch-rekonstruktive Chirurgie, pädiatrische Orthopädie und pädiatrische Allgemeinmedizin.

Nachhaltige Hilfe durch Bildung

Darüber hinaus sind die Bildungs- und Schulungsprogramme von Mercy Ships (sowohl an Bord als auch an Land) so konzipiert, dass sie genau auf die Bedürfnisse der einheimischen Fachkräfte und Studenten eingehen. Dieser Wissenstransfer stattet sie mit den nötigen Fähigkeiten aus, um die chirurgischen Bedingungen auf nationaler Ebene zu verbessern.

Erin Ugai, Leiterin des Bereichs Bildungs- und Schulungsprogramme sowie Interessenvertretung, erklärt: „Mercy Ships arbeitet mit Universitäten in ganz Madagaskar zusammen, um die klinische Ausbildung von Studenten und Assistenzärzten in den Bereichen Chirurgie, Anästhesie, Krankenpflege und Zahnmedizin durch Praktika an Bord der Africa Mercy und in Zusammenarbeit mit Mercy Ships Guinea zu unterstützen.“

Ein prekäres Gesundheitssystem

Der Mangel an chirurgischer Versorgung in Madagaskar ist noch immer erschütternd: Die Bevölkerung ist weitaus zahlreicher als die verfügbaren Instrumente, Einrichtungen und medizinischen Fachkräfte. Auf 10.000 Madagassen kommen nur 1,76 Ärzte, 2,92 Krankenschwestern und 0,08 Zahnärzte, während die Weltgesundheitsorganisation 20-40 Chirurgen pro 100.000 Einwohner empfiehlt. Das bedeutet, dass es für die Patienten kaum Hoffnung gibt, rechtzeitig von einem Fachmann behandelt zu werden, geschweige denn sich die Operation leisten zu können. Genau dafür steht das Hospitalschiff von Mercy Ships im Hafen von Toamasina bereit – für direkte chirurgische Hilfe.

Bald beginnen die Operationen

Die Vorbereitungen für die ersten Operationen, die für März 2025 geplant sind, sind in vollem Gange. Die Voruntersuchung der Patienten findet weiterhin an verschiedenen Orten im ganzen Land statt, um sicherzustellen, dass alle, die eine chirurgische Behandlung benötigen, die Möglichkeit haben, berücksichtigt zu werden. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, arbeitet Mercy Ships dabei mit lokalen Radiosendern zusammen.

Helfen Sie mit!

Wenn auch Sie sich berufen fühlen, Menschen in Not zu helfen gibt es bei Mercy Ships immer einen Platz für Menschen wie Sie! Egal, ob Sie uns durch Spenden, ehrenamtliche Mitarbeit oder einfach durch ein Gebet unterstützen möchten – entdecken Sie die vielen Möglichkeiten, sich zu engagieren und uns zu helfen, der Welt Hoffnung und Heilung zu bringen.

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Schilddrüsenchirurg Ali Naddaf auf dem Deck der Global Mercy.

„Es ist ein Wunder“

Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“

Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.

„Ich muss Mercy Ships danken“

Farahs Lächeln steckt an. Dabei hätte der 65-jährige Landwirt aus Sierra Leone in den vergangenen 15 Jahren viel Grund gehabt, verbittert zu sein. Sein warmherziges und optimistisches Wesen hat er aber nie ganz verloren – genauso wenig wie sein herzliches Lächeln. Der Familienvater ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass es sich immer lohnt, Mut und Hoffnung zu bewahren – auch wenn die Stürme des Lebens Unruhe verbreiten.

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Bild von Dominic Pithan
Dominic Pithan

berichtet über die Ankunft der Africa Mercy in Toamasina.

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