Einblicke in das Fortbildungsprogramm für einheimische Physiotherapeuten
Fachkräfte aus Sierra Leone werden auf der Global Mercy geschult
Mercy Ships verfolgt mit dem eigenen Bildungs- und Schulungsprogramm das Ziel, die Kompetenzen angehender und erfahrener Physiotherapeuten im derzeitigen Einsatzland Sierra Leone zu erweitern und damit die medizinische Versorgung in dem westafrikanischen Land weiter auszubauen.
Die Physiotherapie in Sierra Leone wurde durch soziale, politische und historische Herausforderungen geprägt. Mitte des 20. Jahrhunderts brachten ausländische medizinische Teams erste Rehabilitationsangebote ins Land, um Menschen mit Polio oder Verletzungen zu helfen. Während des Bürgerkriegs in den 1990er Jahren stieg der Bedarf drastisch an, insbesondere für Menschen mit Amputationen und Kriegsverletzungen. Internationale Hilfsorganisationen spielten eine entscheidende Rolle, indem sie Notfall-Rehabilitationsdienste anboten und lokale Fachkräfte ausbildeten.
2023 wurde ein bedeutender Fortschritt für das Gesundheitssystem in Sierra Leone erreicht: Der erste Jahrgang von Physiotherapie-Absolventen erhielt seinen Bachelor of Science (B.Sc.). Ein Meilenstein für die physiotherapeutische Behandlung im Land. Der Studiengang für Physiotherapie an der Tonkolili District College of Health Sciences in Masanga wurde eigens dafür eingeführt, um diese Versorgungslücke im Land zu schließen. Es ist bislang der einzige Studiengang für Physiotherapie im ganzen Land.
Dank der Kooperation zwischen dem Gesundheitsministerium und Mercy Ships erhielten Absolventen sowie erfahrene Physiotherapeuten nun die Gelegenheit, an Bord der Global Mercy praktische Erfahrungen zu sammeln. Dort begleiteten sie das Rehabilitationsteam, arbeiteten mit und vertieften ihr Wissen.
Wertvolle Erfahrungen an Bord
Die Physiotherapeuten Abu Amara und Samuel Mayah aus Freetown nutzten die Chance, um ihre Kenntnisse in der Rehabilitation zu erweitern. Auf der Global Mercy wurden ihnen einerseits das Wissen über administrative Tätigkeiten wie eine strukturierte Patientenverwaltung und Terminplanung vermittelt. Außerdem erlernten sie spezifische Rehabilitationstechniken für Patienten mit Verletzungen an Händen, Armen oder Beinen.
Physiotherapie als Schlüssel zur besseren Patientenversorgung
Abu hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Mercy Ships hervor:
„Die Qualität der Versorgungsleistung, die Mercy Ships erbringt, hat einen hohen Standard. Für mich ist das eine große Chance, zu lernen. Vieles davon werden wir in unsere Arbeit integrieren können.“
– Abu Amara
An Bord behandelten die einheimischen Physiotherapeuten Patienten mit unterschiedlichsten Rehabilitationsbedürfnissen und arbeiteten eng mit anderen Abteilungen zusammen. Dabei erhielten sie wertvolle Einblicke in die Organisation einer Reha-Klinik.
Suzanne Thomas, Leiterin des Bildungs- und Schulungsprogramms von Mercy Ships in Sierra Leone, erklärte: „Erfahrene Physiotherapeuten interessieren sich besonders für die Organisation und die Abläufe einer Reha-Klinik, während jüngere Absolventen ihren Fokus mehr auf die praktischen Fertigkeiten legen.“
Samuel Mayah betonte, dass der Patient stets im Mittelpunkt stehen muss: „Standardisierte Abläufe sind wichtig, aber entscheidend ist es, die individuelle Situation zu verstehen, um positive Veränderungen zu bewirken.“
Becky Chaplin, Leiterin des Reha-Teams der Global Mercy, lobte die Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten aus Sierra Leone:
„Ihr Engagement und Wissensdurst bereichern unser Team. Sie helfen uns außerdem dabei, die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung noch besser zu verstehen.“
– Becky Chaplin, Leiterin des Reha-Teams der Global Mercy
Nachhaltige Hilfe, die über eine sichere Operation hinausgeht
Chirurgische Eingriffe sind nur der erste Schritt zur Genesung. Mercy Ships vermittelt mit seinen Bildungs- und Schulungsprogrammen einheimischen Fachkräften das Wissen und die praktischen Fähigkeiten, um die Rehabilitationsversorgung in Sierra Leone langfristig zu verbessern.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Reha-Team der Global Mercy erhalten Physiotherapeuten wie Abu und Samuel wertvolle Erfahrungen, die sie direkt in ihre Arbeit vor Ort einbringen können.
Helfen Sie mit!
Wenn auch Sie sich berufen fühlen, Menschen in Not zu helfen gibt es bei Mercy Ships immer einen Platz für Menschen wie Sie! Egal, ob Sie uns durch Spenden, ehrenamtliche Mitarbeit oder einfach durch ein Gebet unterstützen möchten – entdecken Sie die vielen Möglichkeiten, sich zu engagieren und uns zu helfen, der Welt Hoffnung und Heilung zu bringen.
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Gemeinsam für Kinder
Bereits seit 2020 begleitet uns die Aumund Foundation als verlässlicher Förderpartner mit Vertrauen, Tatkraft und dem gemeinsamen Ziel, Kindern in Afrika neue Lebensperspektiven zu schenken.

Vanessa Body im TV
Vanessa Body wurde in Madagaskar geboren, machte in Bad Tölz eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitet heute am Uniklinikum München. Im letzten Jahr erfüllte sie sich einen Jugendtraum und kehrte mit Mercy Ships in ihr Heimatland zurück, um auf der Africa Mercy ihren Landsleuten zu dienen. In diesem Monat war sie Talk-Gast in der BR Abendschau und berichtete live über die Arbeit auf dem Hospitalschiff.

„Hier gehöre ich hin.“
„Das ist mein erster Einsatz“, erzählt Ellen-Tabea Schmid (27), die in Konstanz als Radiologieassistentin arbeitet. Für ein halbes Jahr hat sie auf der Global Mercy, dem größten privaten Hospitalschiff der Welt, mitgearbeitet. Gerade ist sie von ihrer Reise zurückgekehrt. Sie gibt zu: Die ersten Wochen waren überwältigend – unzählige Informationen, neue Abläufe, unbekannte Strukturen. Heute jedoch merkt sie, wie sehr sie in diesen Rhythmus hineingewachsen ist und wie sehr diese Zeit sie geprägt und verändert hat.

Die Africa Mercy kehrt 2026 nach Madagaskar zurück
Mercy Ships wird 2026 erneut in Madagaskar im Einsatz sein. Die Einladung zur Rückkehr nach Toamasina bedeutet, dass noch mehr Menschen Zugang zu lebensverändernden Operationen erhalten werden. Die Africa Mercy wird voraussichtlich im Mai 2026 wieder im Hafen von Toamasina anlegen, um nach einer längeren jährlichen Wartungsphase in Südafrika weiterhin spendenfinanzierte chirurgische Versorgung zu ermöglichen.
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berichtet über das Bildungs- und Schulungsprogramm auf der Global Mercy in Sierra Leone.
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