Mein Einsatz mit Mercy Ships
Kinderkrankenschwester Annika Hüsken berichtet
2001 hörte ich zum ersten Mal von Mercy Ships. Ein Freund von mir berichtete von seinen Erlebnissen auf dem damaligen Flaggschiff, der M/S Anastasis. Dadurch wurde der Traum in meinem Herzen geweckt, eines Tages als Kinderkrankenschwester auf dem Schiff in Afrika zu arbeiten.
In den folgenden Jahren war ich immer wieder berührt, wenn ich Bilder oder Videos über die Arbeit der Hilfsorganisation gesehen habe.
Als sich der Wunsch, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, 2012 verstärkte, spürte ich in meinem Herzen eine Bestätigung Gottes erste konkrete Schritte zu unternehmen. Um noch etwas mehr über einen Einsatz und das Leben an Bord zu erfahren, nahm ich im am dreitägigen Mercy Ships Kennenlern-Wochenende auf dem Ijsselmeer in den Niederlanden teil.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich innerlich noch gerungen, ob das wirklich mein Weg ist. Aber mein Glaube an Gott gab mir schließlich den nötigen Frieden.
Es wird endlich real...
Der nächste Meilenstein war die Bewerbung. Mein Anmeldeprozess war nicht einfach und holprig. Doch es war die Mühe wert! Ich wurde genommen und dann ging alles sehr schnell.
Der Tag, an dem die Africa Mercy endlich vor mir im Hafenbecken lag, ist schwer in Worte zu fassen. Ich konnte es kaum glauben, dass Gott meinen Wunsch nach so vielen Jahren wirklich wahr werden lässt!
Die familiäre Atmosphäre auf dem Schiff hat mich begeistert – über 400 Mitarbeitern aus 40 verschiedenen Ländern waren alle aus dem gleichen Grund an Bord: um Menschen zu dienen und ihnen neue Hoffnung in ihrem Leben zu bringen!
Patientengeschichten, die berühren
Eine Geschichte, die ich von einem Mitarbeiter aus dem „Augenteam“ erfahren habe, hat mich besonders tief berührt: Sie hatten einen Mann operiert, der seit 23 Jahren an einem Grauen Star gelitten hatte. Der Mitarbeiter zeigte mir Bilder des Patienten. Der Ausdruck in den Augen des Mannes auf dem Nachher Foto zeugte von einer neuen Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität, als er nach 23 Jahren in der Dunkelheit, sein Augenlicht wieder erlangte. Dieser Moment hat auch mich wieder daran erinnert, warum ich an Bord des Schiffes war und welch einen Unterschied mein kleiner Beitrag im Leben eines Einzelnen machen kann.
Ich bin Gott sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich an Bord der Africa Mercy machen konnte!
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Alumni-Treffen 2026 & Serienpremiere
Am Samstag, den 19. September, hatte der Mercy Ships Deutschland e. V. Alumni und Unterstützer der internationalen Hilfsorganisation zu einem besonderen Event eingeladen. In den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Augsburg hatten die rund 90 Gäste die Möglichkeit, sich auszutauschen und Neues über die Einsätze in Afrika zu erfahren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Serienpremiere von The Mercy Ships – einer Reality-Dokumentation, die ab dem 2. Oktober 2026 exklusiv auf Bibel TV ausgestrahlt wird. Die TV-Serie ermöglicht spannende Einblicke in den Alltag auf den Hospitalschiffen.

„Das ist mein Zuhause“
Liebe auf den ersten Blick war es nicht zwischen Shaniva Textor und Mercy Ships. Doch was als Zweifeln begann, entwickelte sich zu einer unglaublich positiven Erfahrung, die die 26-Jährige nie wieder vergessen wird. Als junge verheiratete Frau entschied sich die Technische Sterilisationsassistentin, ihr vertrautes Leben für zwei Monate hinter sich zu lassen. Ihren Ehemann, den Heimatort Steinen in Süddeutschland, Freunde und Familie – alles ließ sie zurück, um einem Ruf Gottes zu folgen. Leicht fiel ihr das nicht. Doch eines lernte sie schnell: Ein Zuhause kann sie überall auf der Welt finden – sogar auf einem Hospitalschiff in Madagaskar.

„Es ist ein Wunder“
Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“
Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.
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ist gelernte Kinderkrankenschwester und berichtet über ihren Einsatz auf der Africa Mercy.
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