COVID-19: So hilft Mercy Ships in Afrika
Praktische Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie
Unser Herz schlägt für die Menschen in Subsahara-Afrika. Mercy Ships hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitssysteme seiner Einsatzländer zu stärken und so Hoffnung und Heilung dauerhaft zu den Ärmsten der Armen zu bringen. Dazu nutzen wir Hospitalschiffe, auf denen wir lebensverändernde spezialchirurgische Eingriffe durchführen. Angesichts von Covid-19 können wir derzeit keine Operationen an Bord anbieten. Stattdessen erarbeiten wir fortlaufend Möglichkeiten, wie wir unsere Partner im Kampf gegen die Pandemie bestmöglich unterstützen können.
Eine wichtige Rolle spielt dabei unser Afrika-Büro in Benin unter der Leitung von Dr. M’Pele, das den direkten Kontakt zu Partnerorganisationen und Gesundheitseinrichtungen pflegt. Derzeit ist Mercy Ships in neun afrikanischen Ländern aktiv. Unsere bereits ergriffenen Maßnahmen möchten wir Ihnen hier vorstellen.
In diesen Ländern ist Mercy Ships derzeit aktiv
Senegal
Von August 2019 bis März 2020 lag die Africa Mercy im Hafen von Dakar. In dieser Zeit haben wir mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten chirurgisch behandeln. Der Ausbruch der Pandemie machte eine Aufnahme von weiteren Patientinnen und Patienten unmöglich. Stattdessen konzentrieren wir uns nun darauf, das senegalesische Gesundheitssystem im Kampf gegen die Pandemie zu stärken. Unser Beitrag:
- Spende von 150.000 US-Dollar an den COVID-19-Fund
- Spende von medizinischer Schutzausrüstung
- Spende von medizinischer Ausstattung an das Barthimée Krankenhaus in Thiès
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Weiterbildungs- und Schulungsprogrammes können wir dank digitaler Möglichkeiten weiterhin vom Schiff aus betreuen. So pflegen wir auch den Kontakt zu Partnerorganisationen im Land.
Wir planen und hoffen, unsere chirurgische Arbeit im Land so bald wie möglich wieder aufnehmen zu können.
Liberia
Unser nächster Einsatz wird uns nach Liberia führen. Der Einsatzbeginn ist abhängig vom Pandemiegeschehen in Afrika und weltweit. Trotzdem haben wir bereits begonnen, den Hafen und ein Gebäude für unsere medizinische Arbeit vor Ort vorzubereiten. Außerdem unterstützen wir unser Partnerland im Kampf gegen die Pandemie. Zu unseren Maßnahmen in Liberia zählen:
- Renovierungsarbeiten im Hafen und im zukünftigen HOPE-Center
- Spende von Anästhesiegeräten an das JFK Krankenhaus in Monrovia
- Spende von medizinischer Schutzausrüstung an lokale Partner
- Digitales Training von Medizintechnikern
Guinea
Den engen Kontakt, den wir zu Partnern in unserem Einsatzland 2018-2019 aufgebaut haben, pflegen wir auch inmitten der Krise weiter. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Unterstützung der Gamal Universität in der Hauptstadt Conakry. Die Universität bietet die einzige Ausbildungsstätte für Zahnärzte und Zahnärztinnen im gesamten Land.
Bereits während des Einsatzes 2018-2019 hat Mercy Ships die Renovierung der Fakultät für Zahnmedizin ermöglicht und an einer Verbesserung des Curriculums mitgewirkt. Dieses Engagement führen wir nun fort und spenden weitere Ausstattungsgegenstände und Anästhesiegeräte an die Gamal Universität. Die Ausbildung und den Unterricht der angehenden Zahnmediziner unterstützen wir mit digitalen Schulungsinhalten.
Auch an Guinea wurde bereits Ausrüstung wie Schutzanzüge, Mundschutzmasken und Handschuhe gespendet.
Benin, Demokratische Republik Kongo, Kamerun, Madagaskar, Sierra Leone, Togo & Ghana
Eine gute Schutzausrüstung ist wichtig, um das medizinische Fachpersonal in Krankenhäusern und Gesundheitsstationen vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu bewahren. Nur so können sie ihrer wichtigen Aufgabe nachkommen. Der Bedarf ist in afrikanischen Staaten häufig nicht gedeckt. Mercy Ships unterstützt neben Senegal, Liberia und Guinea auch andere ehemalige Gastländer mit Sachspenden. Insgesamt wurden bereits überreicht:
- 21.000 OP-Hauben
- 21.000 Schuhüberzieher
- 12.000 Handschuhe
- 12.000 Gesichtsmasken
- 3.400 Schutzanzüge
- 3.400 medizinische Schutzbrillen
Darüber hinaus hat Mercy Ships einen sechswöchigen Kurs für Pflegepersonal und Ärzte entwickelt, die bei der Bekämpfung der Pandemie an vorderster Front stehen. Mehr über unser digitales Weiterbildungsprogramm erfahren Sie hier.
Und die Africa Mercy?
Unser Hospitalschiff liegt momentan im Hafen von Grenadille, Teneriffa. Die derzeitige Zwangspause nutzen wir für wichtige Wartungsarbeiten, um unser Schiff funktionstüchtig zu halten und auf den nächsten Einsatz vorzubereiten. Dazu zählen zum Beispiel:
- Wartung des Tanksystems und des Containerkrans
- Austausch von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten
- Bodenreparaturen in Apotheke und OP-Sälen
- Reinigung der Lüftungskanäle in der Kombüse
- Installation neuer Waschmaschinen und Trockner
- Optimierungsmaßnahmen für eine erhöhte Sicherheit im Krankenhausbereich, besonders in Hinblick auf einen Einsatz nach der Pandemie
- Einführung von elektronischen Patientenakten
Da derzeit keine Patienten zur Behandlung an Bord sind, haben einige unserer Crew-Mitglieder andere Aufgaben übernommen. Sie arbeiten zum Beispiel in der Küche oder helfen bei den Wartungsarbeiten. Für ihre Flexibilität und ihren unermüdlichen Einsatz sind wir sehr dankbar.
So schnell es geht möchten wir wieder zurück in den Senegal kehren. Daher suchen wir auch weiterhin nach potentiellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im kommenden Jahr und darüber hinaus Interesse an einem ehrenamtlichen Einsatz haben.
Letzte Blogposts

„Es ist ein Wunder“
Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“
Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.

„Ich muss Mercy Ships danken“
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Drei Jahre, tausende veränderte Leben und eine treue Partnerschaft
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