Ein Aufruf an die Männer

Männliche Pflegekräfte sind an Bord eher selten

Markus Benzinger, Lehrer für Pflegeberufe, Krankenpfleger und ausgebildeter Logotherapeut aus Baden-Württemberg, verfügt über ein breites Spektrum an Erfahrungen und Fähigkeiten, die er von Oktober bis Dezember 2024 ehrenamtlich an Bord der Africa Mercy in Madagaskar einsetzte. Sein Fazit: „Es war großartig! Aber wo sind die männlichen Pfleger?“

Markus Benzinger bei Regio TV
Markus berichtet im Interview mit Regio TV.

Die Entscheidung, sich bei Mercy Ships zu engagieren, fiel dem 64-Jährigen nicht schwer. „Das Konzept passt einfach zu meinen Fähigkeiten“, erklärt er. Seine Hauptaufgabe an Bord bestand darin, Patienten nach operativen Eingriffen auf der Überwachungsstation zu betreuen. Dort sorgte er dafür, dass sie sicher aus der Narkose erwachten und überwachte ihren Zustand bis zur vollständigen Stabilisierung.

Was die Arbeit auf der Africa Mercy so besonders macht, sei das Leben und Arbeiten auf engem Raum mit Ehrenamtlichen aus aller Welt.  Dieses Miteinander habe ihn tief beeindruckt und gezeigt, wie stark ein gemeinsames Ziel Menschen verbinden kann. Die professionelle Zusammenarbeit auf internationalem Niveau sowie die Geduld und Dankbarkeit der Patienten – das ist es, was Mercy Ships in seinen Augen ausmacht.

„Wir haben nicht nur zusammengearbeitet, sondern auch zusammen gegessen, Wäsche gewaschen, Sport getrieben, gespielt, geredet, gesungen und gebetet.“
 Markus Benzinger

Hilfe, die ankommt

Menschen zu helfen bedeutet für Markus, „das einzusetzen, was ich kann und habe, für diejenigen, die dies nicht können oder haben.“ Besonders in Erinnerung bleibt ihm eine junge Mutter, die nach der Geburt ihres dritten Kindes von ihrem Mann verlassen wurde. Markus kümmerte sich um ihr elf Monate altes Baby, das gerade operiert wurde – eine Operation, die sich die Alleinerziehende sonst nie hätte leisten können. Die Dankbarkeit dieser Mutter, die sie ihm über einen Dolmetscher ausdrückte, gehörte für ihn zu den emotionalen Höhepunkten seines Einsatzes.

Warum Mercy Ships männliches Pflegepersonal sucht

Markus möchte insbesondere männliche Pflegekräfte dazu ermutigen, sich bei Mercy Ships zu bewerben. „Es gibt Themen, über die männliche Patienten vielleicht lieber mit einem Mann sprechen möchten“, betont er. Der Bedarf an medizinischem Personal sei groß und Markus hofft, dass mehr Männer aus seinem Berufsfeld den Schritt wagen, sich zu engagieren. Männliche Pflegekräfte Mercy Ships sind eine wertvolle Ergänzung im Team und werden dringend gebraucht.

Motiviert durch Dankbarkeit

Seine Motivation schöpft Markus aus Dankbarkeit:

„ Ich bin dankbar für mein Leben in Frieden, meine Gesundheit, meine Familie, meinen Beruf und dafür, dass ich nie hungern musste.“
 Markus Benzinger

Nach seiner Rückkehr in den Alltag, nimmt er sich die Zeit, die Erlebnisse zu verarbeiten. Für alle, die darüber nachdenken, sich ebenfalls bei Mercy Ships zu engagieren, hat er eine klare Botschaft: „Macht es! Es ist eine Erfahrung, die euer Leben bereichern wird.“

Werden auch Sie Teil unserer ehrenamtlichen Crew!

Möchten Sie mehr über die ehrenamtliche Arbeit bei Mercy Ships erfahren? Am 17. März findet ein Online-Infoabend statt, bei dem Sie spannende Einblicke in den Einsatz auf einem Hospitalschiff erhalten. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen. 

Egal, ob Sie männliche Pflegekraft, Arzt oder Ärztin sind – wenn Sie nach einer sinnstiftenden Herausforderung suchen, dann ist Mercy Ships genau das Richtige für Sie! Ihr Fachwissen und Ihr Engagement können einen echten Unterschied im Leben vieler Menschen bewirken. 

Wir stehen Ihnen für alle Ihre Fragen gerne telefonisch unter 0 8191 98550-14 zur Verfügung. Mehr zu unseren Stellenangeboten finden Sie hier.

Letzte Blogposts

Vorschaubild zum Blogbeitrag mit Vanessa Body

Vanessa Body im TV

Vanessa Body wurde in Madagaskar geboren, machte in Bad Tölz eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitet heute am Uniklinikum München. Im letzten Jahr erfüllte sie sich einen Jugendtraum und kehrte mit Mercy Ships in ihr Heimatland zurück, um auf der Africa Mercy ihren Landsleuten zu dienen. In diesem Monat war sie Talk-Gast in der BR Abendschau und berichtete live über die Arbeit auf dem Hospitalschiff.

„Hier gehöre ich hin.“

„Das ist mein erster Einsatz“, erzählt Ellen-Tabea Schmid (27), die in Konstanz als Radiologieassistentin arbeitet. Für ein halbes Jahr hat sie auf der Global Mercy, dem größten privaten Hospitalschiff der Welt, mitgearbeitet. Gerade ist sie von ihrer Reise zurückgekehrt. Sie gibt zu: Die ersten Wochen waren überwältigend – unzählige Informationen, neue Abläufe, unbekannte Strukturen. Heute jedoch merkt sie, wie sehr sie in diesen Rhythmus hineingewachsen ist und wie sehr diese Zeit sie geprägt und verändert hat.

Die Africa Mercy kehrt 2026 nach Madagaskar zurück

Mercy Ships wird 2026 erneut in Madagaskar im Einsatz sein. Die Einladung zur Rückkehr nach Toamasina bedeutet, dass noch mehr Menschen Zugang zu lebensverändernden Operationen erhalten werden. Die Africa Mercy wird voraussichtlich im Mai 2026 wieder im Hafen von Toamasina anlegen, um nach einer längeren jährlichen Wartungsphase in Südafrika weiterhin spendenfinanzierte chirurgische Versorgung zu ermöglichen.

Patientin Armella

Armella – Getragen von Liebe

So groß wie eine Orange war das Geschwulst, das Armella’s kleines Köpfchen niederdrückte. Doch die Liebe, mit der sie getragen wurde, veränderte alles: Eine kostenlose Operation an Bord unseres Hospitalschiffes Africa Mercy schenkte ihr Heilung und die Chance auf ein gesundes Leben.

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Bild von Stefanie Odersky
Stefanie Odersky

interviewte Markus Benzinger über seinen Einsatz auf der Africa Mercy.

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