Die Africa Mercy kehrt 2026 nach Madagaskar zurück
Nach einer längeren jährlichen Wartungsphase beginnt ein neuer Einsatz voller Hoffnung
Mercy Ships wird 2026 erneut in Madagaskar im Einsatz sein. Die Einladung zur Rückkehr nach Toamasina bedeutet, dass noch mehr Menschen Zugang zu lebensverändernden Operationen erhalten werden. Die Africa Mercy wird voraussichtlich im Mai 2026 wieder im Hafen von Toamasina anlegen, um nach einer längeren jährlichen Wartungsphase in Südafrika weiterhin spendenfinanzierte chirurgische Versorgung zu ermöglichen.
Eine bewährte Partnerschaft wird fortgesetzt
Ende 2025 erneuerte die madagassische Regierung ihre Partnerschaft mit Mercy Ships. Damit wird der Weg frei für weitere lebensverändernde Operationen sowie für umfangreiche Bildungs- und Schulungsprogramme bis einschließlich 2026. Der kommende Einsatz ist bereits der dritte Hilfseinsatz in Folge und insgesamt der sechste Besuch von Mercy Ships in dem Inselstaat.
Tausende Operationen – dank ehrenamtlichem Einsatz
Allein im Jahr 2025 führte das ehrenamtliche medizinische Team von Mercy Ships mehr als 1.370 Operationen durch. Behandelt wurden Menschen unter anderem in den Bereichen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Kopf-Hals-Chirurgie, Augenheilkunde, Orthopädie, Allgemeinchirurgie, Kinderchirurgie sowie plastisch-rekonstruktive Chirurgie. Darüber hinaus erhielten mehr als 7.110 Menschen eine zahnärztliche Behandlung – eine Versorgung, die in vielen Regionen Madagaskars kaum verfügbar ist.
Franciscos Geschichte: Neue Hoffnung nach 15 Jahren
Einer der Menschen, deren Leben sich in diesem Jahr grundlegend veränderte, ist Francisco, ein 39-jähriger Landwirt und Vater von sieben Kindern. 15 Jahre lang lebte er mit einem wachsenden Tumor, der es ihm unmöglich machte, den Mund zu schließen. Schlafen, Essen und Arbeiten wurden zur täglichen Herausforderung, ebenso die seelische und finanzielle Belastung für seine Familie.
Nach einem Jahr des Wartens entfernte ein ehrenamtliches chirurgisches Team an Bord der Africa Mercy den Tumor. Francisco erinnert sich:
„Ich weiß wirklich nicht, was ich ohne Mercy Ships getan hätte. Sie waren meine letzte verbleibende Hoffnung. Ich war an einem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr damit rechnete, alt zu werden.“
Heute kann Francisco wieder für seine Familie sorgen – ohne die Last einer lebensbedrohlichen Erkrankung.
Nachhaltige Veränderung durch Bildung und Schulung
Auch über die chirurgische Versorgung hinaus engagiert sich Mercy Ships nachhaltig. Im Jahr 2025 nahmen mehr als 150 lokale Fachkräfte an medizinischen Bildungs- und Schulungsprogrammen aus Madagaskar teil. Dazu gehörte auch die Schulung madagassischer Zahnmedizinstudenten in Guinea. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen setzt sich Mercy Ships dafür ein, nachhaltige Verbesserungen im Gesundheitssystem des Landes zu fördern.
Hilfe auch während der Wartungsphase
Während die Africa Mercy ihre jährliche Wartungsphase durchläuft, bleibt Mercy Ships weiterhin in Madagaskar aktiv. Bildungs- und Schulungsprogramme an Land werden fortgesetzt, und der Registrierungsprozess für Patientinnen und Patienten soll Anfang 2026 in insgesamt zwölf Regionen beginnen. So wird sichergestellt, dass alles vorbereitet ist, wenn das Hospitalschiff wieder im Hafen anlegt.
Gemeinsam Hoffnung und Heilung bringen
Mercy Ships ist dankbar für die enge Partnerschaft mit der madagassischen Regierung. Mit großer Vorfreude blickt Mercy Ships auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit im Jahr 2026.
Sie möchten mit Herz und Können Leben verändern? Mercy Ships lebt von ehrenamtlichem Engagement. Werden Sie Teil der Mercy Ships Crews und engagieren Sie sich ehrenamtlich auf den weltweit einzigartigen Hospitalschiffen.
Weitere Infos finden Sie auf unserer Website.
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Alumni-Treffen 2026 & Serienpremiere
Am Samstag, den 19. September, hatte der Mercy Ships Deutschland e. V. Alumni und Unterstützer der internationalen Hilfsorganisation zu einem besonderen Event eingeladen. In den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Augsburg hatten die rund 90 Gäste die Möglichkeit, sich auszutauschen und Neues über die Einsätze in Afrika zu erfahren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Serienpremiere von The Mercy Ships – einer Reality-Dokumentation, die ab dem 2. Oktober 2026 exklusiv auf Bibel TV ausgestrahlt wird. Die TV-Serie ermöglicht spannende Einblicke in den Alltag auf den Hospitalschiffen.

„Das ist mein Zuhause“
Liebe auf den ersten Blick war es nicht zwischen Shaniva Textor und Mercy Ships. Doch was als Zweifeln begann, entwickelte sich zu einer unglaublich positiven Erfahrung, die die 26-Jährige nie wieder vergessen wird. Als junge verheiratete Frau entschied sich die Technische Sterilisationsassistentin, ihr vertrautes Leben für zwei Monate hinter sich zu lassen. Ihren Ehemann, den Heimatort Steinen in Süddeutschland, Freunde und Familie – alles ließ sie zurück, um einem Ruf Gottes zu folgen. Leicht fiel ihr das nicht. Doch eines lernte sie schnell: Ein Zuhause kann sie überall auf der Welt finden – sogar auf einem Hospitalschiff in Madagaskar.

„Es ist ein Wunder“
Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“
Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.
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berichtet über die Rückkehr der Africa Mercy
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„Ich muss Mercy Ships danken“
Farahs Lächeln steckt an. Dabei hätte der 65-jährige Landwirt aus Sierra Leone in den vergangenen 15 Jahren viel Grund gehabt, verbittert zu sein. Sein warmherziges und optimistisches Wesen hat er aber nie ganz verloren – genauso wenig wie sein herzliches Lächeln. Der Familienvater ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass es sich immer lohnt, Mut und Hoffnung zu bewahren – auch wenn die Stürme des Lebens Unruhe verbreiten.

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