Abschied auf Zeit: Einsatz auf Madagaskar beendet

Rückkehr bereits im Februar 2025 auf die ostafrikanische Insel geplant

Mercy Ships bereitet sich auf den nächsten Einsatz in Madagaskar vor. Auch 2025 werden lebensverändernde Operationen und Schulungsprogramme für lokale Fachkräfte in Madagaskar durchgeführt. Die Africa Mercy soll bereits im Februar 2025 in die Hafenstadt Toamasina zurückkehren und für spendenfinanzierte, chirurgische Behandlungen bereitstehen, nachdem sie am 13. Dezember zu ihrer jährlichen Wartungsperiode in Durban, Südafrika, aufgebrochen ist.

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium führte Mercy Ships in dem zurückliegenden Einsatz mehr als 1.090 chirurgische Eingriffe durch: von Tumoren, verkrümmten Beinen bis zum Grauen Star wurden Menschen in unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen behandelt. Darüber hinaus wurden mehr als 4.470 zahnärztliche Eingriffe vorgenommen, wodurch viele Madagassen eine wichtige zahnärztliche Versorgung erhielten, die in ihren Gemeinden nur selten möglich ist.

Entfernung eines fünf Kilogramm schweren Tumors

Zu den vielen Patienten, die in diesem Jahr eine lebensverändernde Operation erhalten haben, gehört Fidisoa, ein Bauarbeiter und Reisbauer. Der 53-Jährige kann zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder bequem auf dem Rücken schlafen, nachdem ihm am 7. Juni auf dem Hospitalschiff ein riesiger Tumor mit einem Gewicht von 5 kg aus dem Rücken entfernt wurde. Nach der vierstündigen Operation wartete Fidisoas Familie sehnsüchtig vor dem Operationssaal und war froh, dass der Tumor verschwunden war. Die ganze bewegende Geschichte lesen Sie hier.

Partnerschaften und Schulungsprogramme wirken nachhaltig

Mercy Ships wird darüber hinaus weiterhin medizinisches Fachpersonal in Madagaskar fortbilden. Im Jahr 2024 gab es mehr als 45 Teilnehmer mit insgesamt mehr als 6.800 Schulungsstunden. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und den Bildungs- und Schulungsprogrammen will Mercy Ships in den kommenden Jahren im ganzen Land positive und dauerhafte Veränderungen bewirken.

Während die Africa Mercy die erforderliche Wartung durchläuft, wird Mercy Ships mit einem Team zur Patientenvoruntersuchung weiterhin im Land präsent sein. Die Untersuchungen beginnen im Januar 2025 in 12 Regionen des Landes. Damit wird ein reibungsloser Übergang für die Patienten gewährleistet, wenn das Hospitalschiff im Februar zurückkehrt.

 

Sie wollen unsere Arbeit unterstützen?

Ihr Engagement kann Leben verändern – helfen Sie mit und unterstützen Sie unsere Arbeit in den Partnerländern Subsahara-Afrikas!

Letzte Blogposts

Ein Monat, eine andere Welt

Dr. Dr. Ulrike Speth ist 36 Jahre alt und arbeitet als Oberärztin in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Im Januar 2026 verließ die Hamburgerin ihr gewohntes Arbeitsumfeld. Ihr neuer Einsatzort: das Hospitalschiff Global Mercy. Im Interview erzählt sie von einem Monat mit Emotionen, bewegenden Begegnungen und Erfahrungen in Sierra Leone. Ein kurzer Einsatz, der noch lange positive Nebenwirkungen für sie haben wird.

Mercy Ships-Ehrenamtliche Vanessa Body hält ihren Herz & Mut-Award bei der Preisverleihung in ihren Händen.

Mercy Ships-Ehrenamtliche erhält renommierten Pflege-Award

Vanessa Body gehört zu Deutschlands Pflegekräften des Jahres. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin des Münchener LMU Klinikums engagiert sich ehrenamtlich als Teil des Anästhesie-Teams auf dem Hospitalschiff Africa Mercy. Für dieses leidenschaftliche Engagement erhielt Body den dritten Platz des diesjährigen Awards „Pfleger/Pflegerin des Jahres 2026“. Erhalten hat die 29-Jährige den Preis vom Baden-Badener Personaldienstleister Jobtour medicial. Dieser hat die Auszeichnung und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro als Initiator von „Herz & Mut“ anlässlich des Internationalen Tags der Pflege (12. Mai) übergeben.

Tags

TEILEN

Bild von Dominic Pithan
Dominic Pithan

berichtet über den Einsatz der Africa Mercy in Madagaskar.

Ähnliche Beiträge

Bringen Sie mit uns Hoffnung nach Afrika!