Der wahre Wert von 50 Dollar
Hoffnung für die kleine Mame Diarra aus Afrika
Das Wunder einer Geburt ist für viele Eltern der schönste Moment ihres Lebens. Für tausende Familien ist dieser einzigartige Moment aber zugleich mit Kummer verbunden: Nämlich immer dann, wenn ein Baby nicht gesund zur Welt kommt.
Folgenschwer: Die Lippen- und Gaumenspalte
Eine folgenschwere Fehlbildung ist die eigentlich gut behandelbare Lippen- und Gaumenspalte. Ohne Versorgung droht nicht nur die Gefahr von Unterernährung. In afrikanischen Ländern, wie dem Senegal, Guinea oder Sierra Leone, ist diese Fehlbildung oftmals auch mit gesellschaftlichem Ausschluss durch Spott und Fluch verbunden. Eine körperliche und seelische Bürde, die für viele Menschen grausame Realität ist.
Verzweifelte Suche nach Hilfe
Die kleine Mame Diarra kam mit einer solchen Fehlbildung – einer doppelten Lippenspalte zur Welt. Ihre Mutter Ndiate, konnte sie deshalb nicht stillen. In ihrer Not gab sie ihrer Tochter Milch mit einem kleinen Löffel. Aber das genügte nicht, um Mame ausreichend zu versorgen. Also begann Ndiate verzweifelt nach einer Flasche zu suchen, mit der sie ihre Kleine füttern konnte.
Nach langer Suche fand sie die einzige Apotheke im ganzen Land, die eine solche spezielle Flasche verkaufte. Und sie kostete knapp 50 Dollar. Ndiate reiste meilenweit zu dieser Apotheke, bezahlte für die Fahrt über 40 Dollar – aber es war umsonst.
„Als wir dort ankamen, war die Flasche ausverkauft“, erzählt sie. „Wir mussten einen Monat lang warten.“
Keine Chance auf Operation
Obwohl Ndiate wusste, dass es mit ihren begrenzten Mitteln und der mangelhaften medizinischen Versorgung in ihrem Land nahezu unmöglich war, dass ihr Baby eines Tages operiert werden würde, gab sie nicht auf. Und dennoch – Mame wurde von Woche zu Woche immer schwächer.
Hoffnung auf Heilung
Doch auf einmal schimmerte Hoffnung: Ndiate erfuhr von dem kostenlosen Behandlungsangebot von Mercy Ships und gelangte mit ihrer Tochter zur Africa Mercy. Dort wurde Mame sofort in ein Säuglingsernährungsprogramm aufgenommen, um für eine Operation ausreichend Gewicht und Kraft zu sammeln.
„Mame kam zu uns, als sie wirklich stark untergewichtig war“, sagte Cobie Waasdorp, eine ehrenamtliche Krankenschwester bei Mercy Ships. „Es war etwas ganz Besonderes zu sehen, wie sie in kurzer Zeit wuchs und an Gewicht zulegte. Die Mutter war so dankbar für alles, was wir für sie taten.“
Als die Kleine ein angemessenes Gewicht erreicht hatte, wurde ihre Lippenspalten erfolgreich operiert. Und so wurde aus Mame Diarra, ein gesundes Baby mit einem ersten Lächeln – ein kleiner Mensch mit neuer Zukunft.
Helfen Sie mit – verändern Sie Lebensgeschichten
Es gibt Tausende von bewegenden Geschichten, wie die von Ndiate und Mame Diarra. Mercy Ships erlebt viele davon an Bord der Hospitalschiffe. Doch dank ehrenamtlicher Helfer und Partner in aller Welt, enden immer mehr dieser schweren Schicksale mit einem Happy End und einer neuen Zukunftsperspektive.
Sind Sie bereit zu helfen?
Kostenlose chirurgische Behandlungen, wie die von Mame Diarra, sind nur durch Spenden und ehrenamtliche Fachkräfte an Bord unserer Hospitalschiffe möglich. Werden auch Sie Unterstützer und schreiben Lebensgeschichten neu.
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„Es ist ein Wunder“
Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“
Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.

„Ich muss Mercy Ships danken“
Farahs Lächeln steckt an. Dabei hätte der 65-jährige Landwirt aus Sierra Leone in den vergangenen 15 Jahren viel Grund gehabt, verbittert zu sein. Sein warmherziges und optimistisches Wesen hat er aber nie ganz verloren – genauso wenig wie sein herzliches Lächeln. Der Familienvater ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass es sich immer lohnt, Mut und Hoffnung zu bewahren – auch wenn die Stürme des Lebens Unruhe verbreiten.

Drei Jahre, tausende veränderte Leben und eine treue Partnerschaft
Nach drei Einsätzen in Folge hat die Global Mercy ihren Einsatzort Sierra Leone verlassen, um zu den Kanaren zu fahren. Dort wird sie einer umfangreichen Wartung unterzogen. Doch was in Sierra Leone bleibt, ist ein großes Vermächtnis für die Menschen und das Land.
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berichtet über die bewegenden Hoffnungsgeschichten bei Mercy Ships.
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Ruth und Tabea Nusser kommen aus Friedrichshafen am Bodensee. Die beiden Schwestern sind (zur Zeit) an Bord des Hospitalschiffs Africa Mercy in Madagaskar. Dort kommt es nicht selten vor, dass sie verwechselt werden – denn die beiden sind eineiige Zwillinge und gleichzeitig Krankenschwestern. Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz wollen sie gemeinsam Hoffnung und Heilung nach Afrika zu bringen.