Patient Diacko gebogene Beine im Krankenzimmer

Diacko
Willkommen zuhause – zuhause willkommen

Der kleine Junge traute sich wegen seiner gebogenen Beine kaum noch auf die Straße. Dank einer Operation auf der Africa Mercy ist er zuhause in seinem Dorf wieder willkommen.

Diacko war als Baby außergewöhnlich hübsch. Die anderen Dorfbewohner blieben oft auf der Straße stehen, um den kleinen Jungen zu bestaunen und seiner Mutter, Youma, zu sagen, wie gut ihr Sohn aussehe. Dann, als Diacko ungefähr drei Jahre alt war, begannen sich seine Beine nach außen zu biegen und die bewundernden Blicke wichen Mitleid oder sogar Spott. Nicht lange, und die Menschen, die vor ein paar Jahren Diacko noch mit Komplimenten überhäuft hatten, begannen Youma wieder und wieder zu drängen endlich einen Arzt für Diacko zu suchen, der seine Beine begradigt.

„Dafür hatten wir aber kein Geld“, sagt Youma. „Deswegen blieben wir zu Hause und warteten auf ein Wunder.“

Je älter er wurde, desto weniger traute sich Diacko auf die Straße, weil er Angst hatte verspottet zu werden. Sogar seine Freunde hänselten ihn und nannten ihn „Diacko Krummbein!“

Seine Freunde riefen ihn "Diacko Krummbein"

Abends tat ihm oft alles weh. Seine Mutter massierte dann liebevoll die schmerzenden Muskeln seiner Beine. Im Winter war es besonders schlimm. Youma schaffte es oft kaum ihren Jungen aus dem Bett zu bekommen. Und weil es in der näheren Umgebung keine gute medizinische Versorgung gibt – schon gar keine, die sich die Familie leisten könnte – sah alles danach aus, dass Diacko sein Leben lang unter ständigen Schmerzen leiden müsste. Doch eines Tages gab es plötzlich eine neue Hoffnung! Youma sah im Fernsehen eine kurze Meldung über Mercy Ships.

„Zuerst habe ich gar nicht kapiert, worum es geht“, erzählt Youma. „Aber als mir dann jemand erklärte, dass ein (Hospital-)Schiff in den Senegal kommt, auf dem mein Sohn operiert werden kann, wollte ich unbedingt mehr darüber erfahren.“

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Als dann klar war, dass Mercy Ships Diacko tatsächlich helfen konnte, setzte seine Familie alle Hebel in Bewegung, um ihm einen Platz an Bord zu ermöglichen: Gemeinsam reisten Mutter und Sohn über 300 Meilen zur Voruntersuchung. Wenig später traf Diacko an Bord der Africa Mercy zum ersten Mal Kinder, die das gleiche Problem hatten wie er. Schon das war eine Befreiung für ihn: Denn er war nicht allein!

Die Operation, die seine Beine begradigte, verlief wie geplant. Aber damit war noch nicht wieder alles gut. Diacko musste erst mit Hilfe von Physiotherapie seine Beine an die neue Form gewöhnen. Außerdem brauchte er so zum Laufen ganz andere Muskeln. Auch die mussten erst trainiert werden. Wochen vergingen und manchmal war Diacko der Verzweiflung nahe, weil es einfach nicht vorwärts zu gehen schien. Aber die Crew an Bord umsorgte ihn liebevoll, machte ihm Mut und motivierte ihn, nicht aufzugeben.

„Als ich die Diagnose hörte, war ich so niedergeschlagen,“ erinnert sich die Mutter. „Es fühlte sich an, als würde ein Teil in meinem Inneren absterben. Ich wusste ja, dass sehen zu können, eines der wichtigsten Dinge im Leben überhaupt ist. Ich konnte einfach nicht glauben, dass das meinem Kind passieren könnte.“

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Außer in wenigen Momenten kam Aufgeben für Diacko aber ohnehin nicht in Frage. Voll Eifer und mit großer Entschlossenheit absolvierte er sein Übungsprogramm. Und schließlich ging es mit seiner Kraft und Beweglichkeit Stück für Stück bergauf. Youma beobachtete jeden Fortschritt ihres Sohnes ganz genau. Sie war glücklich und dankbar, dass ihr Sohn an so einem guten Ort gelandet war.

Schließlich wurde es Zeit nach Hause zu gehen. Und was für ein grandioser Empfang ihm dort bereitet wurde. Das ganze Dorf hieß Diacko herzlich willkommen zuhause und endlich fühlte sich Diacko auch wieder zuhause willkommen.

„Diesen Traum haben wir alle gemeinsam wahr gemacht“, strahlt Youma. „Ich habe nie aufgehört zu träumen, dass er eines Tages gesund werden wird.“

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Bild von Markus Wittmer
Markus Wittmer
Markus Wittmer berichtet als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig über die Hilfseinsätze und Entwicklungszusammenarbeit von Mercy Ships.

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