Mercy Ships operiert ersten Patienten in Madagaskar – eine neue Ära beginnt
Vierter Hilfseinsatz von Mercy Ships in Madagaskar gestartet
Ein kleines Mädchen war die erste Patientin, die von Mercy Ships am 28. Mai 2024 in Madagaskar spendenfinanziert operiert wurde. Mit der Africa Mercy kehrten wir im Februar für einen zehnmonatigen Einsatz in den Inselstaat zurück. Der erstmalig parallele Einsatz des zweiten Hospitalschiffs in Afrika ist für unsere Organisation ein Meilenstein.
Zwei Hospitalschiffe parallel im Einsatz
Während die Africa Mercy inzwischen in Madagaskar Patienten versorgt und chirurgische Schulungen durchführt, ist die Global Mercy gleichzeitig in Sierra Leone im Einsatz. Es ist einfach fantastisch, dass unsere Einsätze jetzt den Osten und Westen Afrikas gleichzeitig umspannen. Das ist wirklich der Beginn eines neuen Kapitels“, sagt Nathan Jansen, leitender Direktor der Africa Mercy. „Dieser Tag ist der Höhepunkt vieler Jahre der Arbeit und Vorbereitung. Es ist wirklich etwas Besonderes, Anjara als unsere erste Patientin zu begrüßen und damit ein neues Kapitel für Mercy Ships einzuläuten. Mit der Ausweitung der parallelen Arbeit von Mercy Ships auf den ganzen Kontinent, werden der Zugang zur medizinischen Versorgung und deren Qualität weiter verbessert. Das Engagement und die harte Arbeit von Ehrenamtlichen und Mitarbeitern sowie die großzügige Unterstützung von Spendern haben diesen historischen Moment möglich gemacht.“
Der bereits vierte Hilfseinsatz in Madagaskar
Seit der Ankunft der Africa Mercy im Februar, half eine umfassende Strategie dabei, eine große Reichweite der medizinischen Dienste in den verschiedenen Regionen Madagaskars zu gewährleisten. Die Registrierungen von Patienten erstreckte sich über zwölf Regionen des Landes. Es ist der vierte Einsatz von Mercy Ships in Madagaskar, nachdem die Organisation bereits 1996, 2015 und 2016 vor Ort war. Bei den bisherigen Besuchen hat Mercy Ships in Zusammenarbeit mit der Regierung und dem Gesundheitsministerium mehr als 6.425 chirurgische Eingriffe und über 52.395 zahnärztliche Behandlungen durchgeführt. Zusätzlich zu diesen Operationen engagiert sich Mercy Ships seit Langem in der Fortbildung von medizinischen Fachkräften.
Die erste Operation beginnt
Am Dienstagmorgen, dem 28. Mai, um 8.30 Uhr fiel der Startschuss. Dr. Parker, ein langjähriger ehrenamtlicher Chirurg, eröffnete die Arbeit des Krankenhauses mit einem Gebet.
Anjaras Vater, Mamy Jean Victor, drückte seine Dankbarkeit aus: „Ich danke Gott, dass er Mercy Ships geschickt hat, um meiner Tochter zu helfen, damit sie wie andere Kinder sein kann. Ich hoffe, dass noch viele weitere Kinder in Not von der Hilfe profitieren werden.“
Lalaina, Anjaras Mutter, war von tiefer Dankbarkeit und Erleichterung erfüllt, als sie den Operationstermin für ihre Tochter erfuhr. Sie sagte: „Ich danke Gott, dass Mercy Ships hier ist, um die Lippenspalte meines Babys zu behandeln.“
Nachhaltige Hilfe durch ein Bildungs- und Schulungsprogramm
In Zusammenarbeit mit dem madagassischen Gesundheitsministerium will unsere Organisation durch ein strategisches Bildungs- und Schulungsprogramm die Zahl der chirurgischen Behandlungen erhöhen, Schulungen für verschiedene chirurgische Fachbereiche anbieten, ein Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern aufbauen und sich für die vernachlässigte wichtige Rolle der Chirurgie im Gesundheitswesen weltweit einsetzen.
Dr. Lethicia Lydia Yasmine, Generalsekretärin des madagassischen Gesundheitsministeriums, ist überzeugt, dass die größten Hindernisse für die Weiterentwicklung von Chirurgie und Anästhesie im Land der Personalmangel, die begrenzten Kapazitäten und Ressourcen sowie die Ungleichheit beim Zugang zur chirurgischen Versorgung sind. Ein besonderes Hindernis für den Zugang zu chirurgischen Behandlungen ist ein fehlendes Versicherungswesen, welches dazu führt, dass die Kosten für viele Patienten zu hoch sind, um eine Behandlung in Anspruch nehmen zu können.
Während des diesjährigen Einsatzes im Hafen von Toamasina wird Mercy Ships mehr als 1.000 Patienten direkt chirurgisch versorgen und gleichzeitig medizinisches Fachpersonal fortbilden, um die chirurgische und anästhesiologische Versorgung im Land zu stärken.
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Dorothee Mäule ist medizinisch-technische Laborassistentin. Während ihrer Zeit an Bord der Global Mercy arbeitete sie im Labor. Sie liebt gute Gespräche, Cookies backen mit Freunden und wenn Glaube und Medizin Hand in Hand gehen. Im Interview erzählt sie uns, was sie an ihrer Arbeit so liebt.
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berichtet über die erste Patientin auf der Africa Mercy in Madagaskar.
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